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lou reed: ecstasy [april 2000]

02.03.08

gerade im archiv gewühlt und eine uralte rezension gefunden! damals geschrieben für die jugendseite einer regionalen tageszeitung… übernehme ich hier unverändert. man beachte den holprigen stil. urx. und man merkt, dass ich zu viel rolling stone las zu der zeit…

Der zynische Melancholiker gibt sich erneut die Ehre. Wer bei dem Titel an chemische Designerdrogen denkt, irrt gewaltig. Reed feiert in beinahe jedem Lied sehr exzessiv seine eigenen Depressionen und präsentiert uns seine Weltanschauung in sehr tiefgründigen Texten und mal laut, mal leise gespielten Gitarren. Bis kurz vor Schluss jongliert er geschickt mit Begriffen wie Zeit, verflossener Liebe, Tod und Ausweglosigkeit. Jeder der 14 Tracks ist eine kleine, aber tiefgehende Short Story. Wir erahnen eine erlebte Reise durch die düsteren Abgründe seiner Seele, in der Reed allerhand verlorenen Gestalten wie Crackheads und Intellektuellen, Engeln und Huren, Gefangenen und Aufsehern, verlorenen Kindern und gefräßigen Eltern begegnet. Diese Odyssee findet ihren Höhepunkt irgendwo in den 18 Minuten von “Like a Possum”. In diesem schwerfälligen und gitarrenlastigen Inferno, das sehr an alte “Velvet Underground”-Schrammelgitarren erinnert, befindet sich Reed im seelischen Vakuum: total betäubt. Dieser Song sollte keine Minute länger dauern, denn in genau dem Moment, in dem die Rasierklinge kurz vor dem Handgelenk hängt, ist das Stück vorbei und das vielleicht hoffnungsvollste und letzte Lied beginnt. Die Erlösung. Wir schauen in den “Big Sky” und nichts kann uns mehr anhaben. Ein typisches Lou Reed-Album eben, das uns zeigt, dass Reed mehr ist als sein “Perfect Day” auf dem Trainspotting-Soundtrack. Er ist nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein perfekter Songwriter. Seine ganze Karriere lang hat er sich seine musikalische Kraft und Energie erhalten und hat diese voll und ganz in dieses Album gesteckt. Diese CD empfehle ich allen verzweifelten, einsamen Herzen, die genug von pseudo-depressiven “Bubble Gum”-Texten haben. Exctasy ist hart, melancholisch und bitter, aber auf keinen Fall mitleiderheuchelnd. Wer aber auf kurzlebige und tanzbare Musik steht, sollte lieber alle Finger davon lassen, und Hals über Kopf aus dem Plattenladen türmen: Das ist noch Rock™n™roll, Lärm, mit dem man zum Glück aus dieser kranken Welt immer noch ausbrechen kann.

amazon-link: lou reed: ecstasy

hannover hangover

02.03.08

Ich mach jetzt endlich alles öffentlich Und erzähle, was ich weiß Auf der Strasse der Verdammten Die hier Bremer Straße heißt [element of crime]

wie schon letztes jahr, auch diesmal wieder eine woche horror in der stadt an der leine. keine ahnung, ob da irgendwo internet ist und / oder ich zeit habe hier was reinzuschreiben. deswegen also geduld. interessant auch, wie sich alle zurückziehen und distanzieren. hoffentlich ist da überhaupt noch jemand…

der flickr kaputt?

28.02.08

kinder, was ist denn da drüben bei flickr los? da geht ja garnix… anderseits kann man richtig viele views/klicks mit billigen diagrammen erzeugen… einfach mal ausprobieren. mein beitrag für heute:

there will be oil, lot of oil...

27.02.08

komischerweise dachte ich die ganze zeit, das wär’ ein western. ist es aber garnicht. es geht um öl. dauernd sind alle mit dem klebrigen zeugs beschmiert, es spritzt aus der erde oder es brennt. so einen dreckigen film hab ich lange nicht mehr gesehen. irgendwie gehts wohl auch um familie, religion und vertrauen. aber das ist nicht so wichtig. nicht mal besonders patriotisch oder amerikanisch ist er. was ihn natürlich umso besser macht. er moralisiert nicht am ende, es gibt keine gewinner. und auch keine politischen aussagen. es ist ein großer hollywoodschinken, der sich unnötig in die länge zieht. auf einer großen leinwand ist das ein genuss. auf dvd aber vermutlich tierisch langweilig. die zwei oscars hat er sich verdient. und ganz nebenbei ist es auch ein lehrfilm für die baustellenverordnung. also hingehen und noch was lernen!

Achtung Redaktionen: Bildtermin fällt aus

27.02.08

Der für heute 17.30 Uhr angekündigte Bildtermin “Bundstagspräsident Dr. Norbert Lammert empfängt den Präsidenten der Republik Jemen, Ali Abdallah Saleh” findet nicht statt.

könnt ihr mal sehen! was ihr nicht sehen könnt: nachrichten über diesen besuch. ich hab nix dazu gefunden. nijet! nur dass man saleh auch salih schreiben kann. hallo investigative journalisten!


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schwippschwappwupswapdiwup

26.02.08

frühling jetzt! kommt schon, ihr doofen pflanzen, strengt euch an. wachst. und du! ja, dich meine ich. du gehts jetzt mal raus und zeigst dich. misch’ dich unters volk. blöde sonne! hab ja nicht ewig zeit! aber immerhin hab ich den soundtrack des frühlings zusammengestellt:

01 architecture in helsinki - the owls go 02 gorillaz - stop the dams 03 kasia nosowska - nerwy i wiktorianscy lekarze 04 the killers - where the white boys dance 05 koop - come to me 06 the raconteurs - together 07 kleingeldprinzessin - öffentlicher nahverkehr 08 rifles - robin hood 09 caribou - melody day 10 blur - coffee & tv 11 kate tucker & the sons of sweden - everything went down 12 bela b. - 1. 2. 3. 13 gipsy kings - hotel california 14 element of crime - waiting for the morning train 15 phillip boa & the voodooclub - it’s not punk anymore 16 cowboy junkies - sweet jane 17 david bowie - alabama song 18 caribou - melody day 19 gnarls barkley - smilie faces

und wehe, hier kommentiert einer mit: ey, du blöde sau, hast ja einen track doppelt. bissu doof? weiß ich nämlich selber. is aber schon gebrannt. grmpf.