neues aus der roiberhöhle
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[zu/an] ostern: lesen ohne grenzen!

20.03.08

die reporter ohne grenzen haben ein hochinteressantes handbuch veröffentlicht, übers kritische und auch anonyme bloggen in zeiten des terrors, der von regierungen ausgeht. das wird meine osterlektüre (hatte bis jetzt noch nicht die geduld und zeit). wer mitlesen will:

Download: Handbook For Bloggers and Cyber-Dissidents (pdf)

(via)

wenn polizeier dichten...

19.03.08

…dann finden wir das großartig. und wenn sie dann noch in einer pressemitteilung ihre irren roibergeschichten preisen, dann könnten wir sie knutschen dafür! dieses kleinod an moderner großstadtlyrik beginnt so:

Ein defektes Abblendlicht führte Polizisten gestern Abend zu einem vergessenen Führerschein, einer Fahrt unter Drogeneinfluss, einem wahrscheinlich gestohlenen Nothammer und einem mutmaßlichen Rauschgifthändler. [ Pressemeldung: Mit defektem Licht fährt man nicht ]

und wozu klaut man eigentlich nothammer?

in eigener sache:

19.03.08

mal wieder woanders mitgeschrieben: Berlin ist nicht so einfach. Eine kurze Anleitung für den Hauptstadt-Besuch

ein lockenkopf erklärt die welt. heute: fortschritt

19.03.08

howdy!

damals im geschichts-LK* gab es eine nervige und quälende (fruchtbare? furchtbare!) diskussion über fortschritt und entwicklung. ich will das hier nicht lauwarm aufwärmen, nur kurz: es ging um die frage, wieviel fortschritt wir brauchen und ob das immer positiv ist. kann man endlos drüber reden. dabei sind es die kleinen dinge des alltags, die unser leben versüßen: die marssonde, der elektrische korkenzieher oder der usb-raketenwerfer.

und so wünschte man sich im jahre 1956 sehr witzige dinge: das beidseitige telefon, lichter am rasenmäher oder beleuchtete hausschuhe. und wenn ich drüber nachdenke, hat uns die welt noch keines von diesen dingen geschenkt. die hoffnungen liegen also schwer auf den schultern des 21. jahrhunderts. macht mal was!

[nachtrag:] dazu passt auch, dass es geschnitten brot erst seit 1912 gibt…

*das schreib ich nur, um mir selber zu beweisen, dass ich intellektuelle elite bin und eigentlich schon immer war. was natürlich quatsch ist, wie der geneigte leser sicherlich weiß. denn dann wär ich nämlich nicht hier, sondern woanders oder gar dort.

die bvg ist dreckig, stinkt und geht langsam kaputt

19.03.08

so zumindest das fazit des tagesspiegels. denn obwohl alles fährt, macht keiner sauber und niemand repariert. und dabei geht alles vor die hunde. ich bin dafür, dass wir jetzt die initiative ergreifen und saubermachen! also jeden morgen wischwasser und lappen mitbringen und putzen. besen statt zeitkarten, lautet die devise. und mechaniker vor, helft den busfahrern. das hält nämlich auch den pöbelnden mob von der gewalt ab. und wirkt sicherlich entspannter als mehr sicherheitsfuzzis.

an meine lieben berliner

17.03.08

seit anfang märz einzelne aufstände, seit zwei wochen nun auch in berlin. der revolutionäre geist italiens und frankreichs weht durch die stadt. in österreich haben sie schon ihren kanzler gestürzt. die bevölkerung in der hauptstadt hält den atmen an. morgen soll es losgehen, einzelne gruppen bereiten sich vor. es wird blutig werden. es wird tote geben. barrikaden werden brennen. das alles nimmt man in kauf, für die sache. ja, welche eigentlich? mehr demokratie wagen vielleicht. oder überhaupt mal damit anfangen.

heute abend ausführlich diskutieren. oder mal wieder bei wiki schauen.

Achtzehnhundert vierzig und acht, Als du dich lange genug bedacht, Mutter Germania, glücklich verpreußte, Waren es nicht Proletarierfäuste, Die sich ans Werk der Befreiung gemacht Achtzehnhundert vierzig und acht?
[Georg Herwegh]