lange keinen popkulturellen content mehr produziert, deswegen hier das ultimative montagnachmittag-rumdumwohlfühl kinoprogramm. oder anders gesagt: ein paar dvds, die in der videothek rumstehen, dich vielleicht interessieren und du dich fragst, was ich davon eigentlich halten soll. here we go:

sweeney todd ist ja wohl ganz großer mist. so eine art sleepy hollow, nur gesungen, was nicht unbedingt dem film dient. die story über einen süßsauren seemannsfriseur mit gruseliger frise (johnny depp) ist ungefähr so erheiternd wie die frauen schön. aber bei tim burton geht es bekanntlich nie um ästhetik. aber das schlimmste, ich sagte es bereits, ist das gesingse im film. immer, wenn es spannend wird, trällert einer los. annehmbar sind die gewaltszenen, da spritzt nur so das blut und der betrachter ekelt sich. das war wohl nix. ganz anders und doch besser ist dagegen Charlie und die Schokoladenfabrik – auch wieder von und mit depp/burton. kinderfilmiger und damit glaubwürdiger. ganz ohne blut, dafür aber mit ganz viel zucker. und ohne gesang. fast wie Nightmare Before Christmas, der aber immer noch ganz weit oben ist auf meiner persönlichen skala. ganz anders und doch aber auch empfehlenswert ist juno – tiefgängige teenieklamotte mit ernstem hintergrund und einer großartigen hauptdarstellerin.

…und was ich daraus gelernt habe.

der fotografr rief zum schreiben auf. über fehler beim knipsen, über die man sich hinterher den arsch blau ärgert. da hat sich schon allerhand angesammelt, ich geb mal meinen senf dazu:

jeder noch so blöde technik-/handwerks-fehler ist verschmerzbar, solange nur ein bild rauskommt. und mitunter ist es doch ganz interessant was da rauskommt. sehe ich also nicht so eng. viel schlimmer ist es, wenn die bilder nichts werden, kein film eingelegt war oder die speicherkarte defekt ist.

was aber richtig nervt und mich regelmäßig an den rand der verzweiflung treibt, ist, gar kein bild gemacht zu haben. da siehst du ein tolles motiv, eine spannende situation und dann lässt du die knipse in der tasche. weil du keinen arsch hast, weil du dich nicht traust oder du gerade keine lust hast zu fotografieren. und wenn ich ehrlich bin, angesprochen habe ich noch niemanden, ob ich ihn ablichten darf, für sowas fehlt mir einfach der mut. komisch, oder? kann man das trainieren?

das ist vermeidbar (nämlich manchmal einfach machen) – und wie oft habe ich mich schon über bilder geärgert, die ich nicht gemacht habe! es gab da mal eine seite irgendwo im netz, da konnte man seine bilder beschreiben, die man gerne gemacht hätte – hat vielleicht jemand den link?

me

für neue leser: meine bilder findet ihr bei flickr!

vater naht,
mutter näht,
hund kackt
und roiber backt.

plätzchen backen is ganz einfach. weihnachten stapft mit riesenschritten auf uns zu und wir müssen die unsrigen ernähren. also backen. aber wie? dafür gibts orginal roibers echte™. da bin ich garnicht so und poste das rezept unter cc-lizenz. zum nachbacken. zum mitmenschen überraschen. und auch selber essen. denn manchmal muss es auch mal ego-backen sein. here we go: wir brauchen garnicht viel:

1 packung puderzucker
2 eier
1 tüte haselnüsse
1/2 packung oblaten

IMG_6117

und das wars auch schon. alles verrühren zu einer breiigen masse. mit einem löffel auf die oblaten zaubern und aufs blech. dann backen bei 180grad und die dinger langsam braun werden lassen. fertsch! essen. verschenken. rezept ist beliebig skalierbar. statt haselnüsse gehen auch kokosflocken oder mandeln oder sonstwas. an illigale substanzen will ich garnicht erst denken…

und wer jetzt denkt, ich werde langweilig oder gar irrelevant, der kennt noch nicht meine fünf ultimativen tipps gegen schwangerschaftsstreifen

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Now playing: Eric Clapton – Come On In My Kitchen

symbolbild: hase

Es wird Zeit, mal in die Pötte zu kommen: Raising Rabbits for Profit hieß eine Geschichte in der Zeitschrift Popular Mechanics (August 1938). Und das trifft es auch: Warum sich lange mit dem felligen Problem rumquälen. Eine industrialisierte Hasenzucht lohnt sich in jedem Fall: Mehr Spielgefährten für den eigenen Nachwuchs, jeden Tag lecker Essen („tender meat comparable to breast of chicken„) und natürlich mehr Haushaltsgeld.

Doch wie das Ganze aufziehen? Der Artikel beschreibt sehr anschaulich die Probleme der Anfänger und gibt Tipps zum korrekten Abschlachten („In some places slaughter houses that specialize in rabbits call for the live animals when they are ready. In other localities you arrange with a butcher to handle the output of your hutches.“). Also vorher informieren. Und mit ausreichend Hasen-Material anfangen. Ich sag nur expotentielle Reproduktion… Mehr sag ich jetzt nicht.

Fast poetisch schließt der Artikel dann: „Raising them is a pleasant and profitable occupation and success with them takes proper management and attention to details just the same as in any other business. The fundamentals of success are good breeding stock, proper equipment and the right care.

Dem bleibt nichts hinzuzufügen. Ich schau mir jetzt erstmal ein paar Schlachthöfe an.

butcher boy

(pictures by amigurumi kingdom (license) and Modern Mechanix)