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  • Carsten 23:30 on July 24, 2007 Permalink
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    nachgedacht 

    jetzt wirds mal richtig schwierig. zur abwechslung. also holt euch mal lieber einen stuhl und noch einen kaffee und dann gehts auch schon los:
    ich habe keine ahnung, bei wie vielen diensten ich im internet angemeldet bin. so richtig überschaue ich auch nicht mehr, wo ich überall aktiv bin. eine handvoll besuche ich täglich, manche einmal wöchentlich und andere verrotten vor sich hin oder ich hab sie längst vergessen. dabei habe ich mich selber beobachtet und komme zu folgenden schlußfolgerungen:

    1. je schneller verständlich ein dienst daherkommt, desto länger ist die verweildauer
    2. je schneller erste erfolge (feedback, kommentare, favs, usw.), desto höher die motivation
    3. je umfangreicher ein dienst bei gleichzeitiger verständlichkeit, desto größer die verweildauer
    4. je runder die ecken und pastelliger die farbverläufe, desto höher die klickrate

    das war natürlich irgendwie klar, meine erkenntnisse hauen niemanden vom hocker. deswegen nochmal als grafische darstellung.

    der geneigte leser (und auch der andere) wird schnell erkennen, dass ich hier ein wenig geschummelt habe und die datenherkunft bewußt verschleiere. das muss ich aber tun, weil die typen in den anzügen mit den sonnenbrillen neben mir das eben so wollen. basta.

    die aufmerksamkeits-defizit-kurve (die ich hier in den dreidimensionalen raum abgetragen habe) verdeutlicht sehr schön, worauf ich hinaus will: erst findet man alles toll, klickt und klickt und stellt content rein und nach einer gewissen zeit (2-5 tage) stellt sich ernüchterung ein. wenn man es als seitenbetreiber hin bekommt, in dieser zeit noch einmal zusätzlich zu motivieren, dann hat man es fast geschafft. dann nämlich folgt die normalisierung. je länger der nutzer dann regelmäßig! und intensiv! klickt, desto länger bindet er sich an den dienst. böse geister nennen das sucht. egal. lasst uns das netz ein bischen voller machen.
    ‘wir sind doch alle irgendwie’ hat mir mal ein freund gesagt. jahre später muss ich noch oft daran denken. meines erachtens sind wir gerade an einem spannenden punkt angelangt. wir haben ein relativ neues medium, erste erfahrungen sammeln wir seit 5-10 jahren. aber so richtig umgehen damit können wir immernoch nicht. es wird noch eine weile brauchen, denke ich. im moment klicken wir noch wild rum, überschätzen communitys und unterschätzen die datensammelwut der großen anbieter. bei studivz hieß es letztens "nur weil wir hier freunde sind, heißt das noch lange nicht…" und das bringt es auf den punkt. nur besteht halt die gefahr, dass das internet in die falschen hände gerät (meine) oder – noch schlimmer – in die von doofbacken. also lasst uns mal ganz schnell nachdenken.

    [die kurven hab ich mal ganz frech hier geklaut.] und jetzt zur kurvendiskussion…

     
    • ortrun 22:48 on July 25, 2007 Permalink | Reply

      hübsche kurven aber, besonders die erste. was gibt’s da zu diskutieren?

    • pixelroiber 08:16 on July 26, 2007 Permalink | Reply

      sicher, du bist vom fach. trotzdem, ich finde sie toll. so formschön.

  • Carsten 23:28 on November 24, 2006 Permalink
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    notizen, die einer geschrieben hat, bevor er sie vergessen gehabt hätte 

    1. heute kam die mail mit der adresse fürs blogwichteln
    2. morgen gehts in die werkstatt
    3. manche blogs halten stundenlang vom eigentlichen ab
    4. beachte immer den wurstbrotfaktor
    5. sinnfreies bloggen gehört einfach dazu
    6. der blog mit den unerbittlichen und grausamen kommentaren verdirbt die laune
    7. habe schockwellenreiters thesen immer noch nicht zuende gedacht
    8. einmal im monat künstelt der wedding und übertreibt gleich wieder
     
  • Carsten 00:05 on November 23, 2006 Permalink
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    entschuldigt 

    unerhöhrt schreien die einen, immer noch nicht besser die anderen und alles halb so schlimm die beteiligten. die wahrheit liegt aber nicht dazwischen, sondern mitten drin. jetzt kann man davon halten, was man will. und keine ahnung, wie die das geschafft haben, jedenfalls ist die seite jetzt immer erreichbar und fehlermeldungen integrieren sich nicht mehr in die seite. ich kenne keine jedenfalls keine community, in der so viele leute sind. sicher, mit klarnamen, aber zur zeit indiziert google die inhalte noch nicht. woanders ist das anders.

    werde also dort bleiben und weiter freunde klicken. bis jetzt machts auch noch spaß. ein fader beigeschmack bleibt immer.

     
    • Atari 09:43 on November 23, 2006 Permalink | Reply

      Es ist halt eine geschmacksfrage, wie gläsern Du sein möchtest und wie sehr Du Dich profilieren möchtest herangezogen wirst für Profilbildung.

    • pixelroiber 12:19 on November 23, 2006 Permalink | Reply

      (1) offenbar sind die datenschutzlöcher immer noch nicht gestopft (ich unterstelle den betreibern jetzt zumindest die absicht zu stopfen). und höchstwahrscheinlich arbeiten nicht sehr viele fachleute an der seite. sonst müsste ich meine unterstellung wieder zurücknehmen.
      und wäre das thema nicht von den bloggern und später auch von der presse aufgegriffen wurden, wäre wohl vieles so wie vorher. vielen nutzern scheint es aber egal zu sein. das ist umso ärgerlicher.
      (2) was die profilierung/profilbildung anbelangt ist das ein anderes thema, und höchst wahrscheinlich eine ganz grundsätzliche frage: wieviel realität darf in einer virtuellen persönlichkeit stecken? sicher, jeder mensch hat privatsphäre, aber ist es denn nicht seine sache, inwieweit er sie im netz öffentlich zugänglich macht? bitte jetzt nicht falsch verstehen, sicher ist es ärgerlich, wenn der arbeitgeber details herausfindet, aber genau aus diesem grund sollte man sich vorher genau überlegen, was man denn nun von sich preisgibt.
      wir sind alle opfer der umstände, denen wir uns selbst aussetzen

    • ortrun 17:53 on November 23, 2006 Permalink | Reply

      “Du managest übersichtlich deinen Freundeskreis und kannst dabei viele Zusammenhänge entdecken, die sonst oft verborgen sind.” (studivz)
      — da wird nun wirklich nicht behauptet, dass der sinn de sache ist, dass jemand irgendwas NICHT ueber mich erfaehrt…

      ich wollte schon immer mal endlich meinen unuebersichtlichen freundeskreis managen. darf man da noch mitmachen, wenn man gar nicht mehr studiert?

    • pixelroiber 18:35 on November 23, 2006 Permalink | Reply

      keine ahnung, mach doch einfach.

      da wir investigativen journalisten gerne mit vergleichen arbeiten: wenn ich mich beispielsweise in einer community der stinkenden hundekotliebhaber anmelde, will ich von gleichgesinnten gefunden werden, nicht aber von meinem nachbarn. studivz hat da noch seine probleme…

  • Carsten 00:00 on November 13, 2006 Permalink
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    wieder sonntag 

    gape in wonder

    wozu all diese communities? fürs ego? warum den hundertsten kontakt klicken, nur damit man ihn hat? netzwerke sind was ganz tolles, doch wozu? wegen dem regelmäßigen anstandskommentar? ich weiß nicht. und wozu eigentlich eine zweite existenz im netz? ist man denn nicht viel realer in der realität? muss ehrlich sagen, ich bin mehr von der technik dahinter begeistert, als von den ergebnissen. die sind, mit verlaub, enttäuschend. und zugegeben: auf die frage ‘und, was machst du so?’ mit ‘flickrn’ zu antworten hat schon was sehr eigenartiges. verkommen wir langsam zu sozialen wracks?

     
    • ortrun 00:53 on November 13, 2006 Permalink | Reply

      hast du damit schon beziehungen oder freundschaften ruiniert?
      oder gewonnen?

      100 kontakte sind zu viel, aber das ist wohl geschmackssache.
      von mir wirst du keine anstandskommentare bekommen.

      ein tag abstinenz hat mir gut getan.

    • pixelroiber 01:00 on November 13, 2006 Permalink | Reply

      stimmt, abstinenz tut immer gut. vonwasauchimmer.

      beziehungen oder freundschaften sind realität, also was ganz anderes als hier. manchmal verschwimmt die grenze, aber das bleibt wohl die ausnahme. problem ist nur, dass man das erst mühsam lernen muss.

      trotzdem danke für deinen kommentar

    • HCL 10:20 on November 21, 2006 Permalink | Reply

      kann ich absolut nachvollziehen.
      krass finde ich besonders das marketing für communities.
      ich finde, eine community ist wie eine kneipe.
      die ist einfach da, und wenn man vorbeikommt, und es von aussen nett aussieht, geht man rein. oder verabredet sich. und wird eventuell stammgast.
      oder so. aber werbung? oder grossformatige plakate: »HappyHour«?
      da mache ich immer lieber nen bogen drum.

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