Nein, ich habe keine Meinung zu den Amokläufen. Ich war nicht dabei und es interessiert mich auch nicht. Es ist eine Tragödie, ja. Schrecklich für alle Beteiligten, sicher. Menschliches Totalversagen auf allen Ebenen.

Bedenklicher finde ich hingegen die gesellschaftlichen Diskussionen und Konsequenzen, die nun unweigerlich folgen werden. Verbot von Computerspielen. Und sicher war der Amokläufer auch ein Konsument von Kinderpornographie, klar. Da sperren wir mal lieber das halbe Netz, dass sowas nicht wieder vorkommt. Es kotzt mich jetzt schon an, diese Scheinheiligkeit der Meinungen.

Die Gründe für solch eine Tat sind immer individuell, doch die Diskussionen verteufeln ganze Industrien.

„Der Deutschen liebster Russe“ wird er genannt und ich bin mir nicht ganz sicher, ob man das auch im negaitiven Sinne verstehen könnte: Wladimir Kaminer jedenfalls war in Bad Wimpfen. Und hat da gelesen. Nur leider erfahren wir nichts über seinen Zustand (immerhin hatte er vor einer Woche einen schweren Unfall). Und in dem Artikel steht auch nicht, wie das Publikum den Kaminer fand.

Deswegen Frage an die Literatur-Nerds aus dem Schwäbischen: Wie wars denn so?