“Gleich mittendrin dagegen, aber meist von Reisebussen verdeckt, steht absurd der koreanische “Pavillon der Einheit” – wie bestellt und nicht abgeholt. Kein Charakter, Vernachlässigung im Detail, ewige Bauarbeiten, dazu im Frühwinter die Ramschmöblierung mit der tropfenden Rodelbahn und ihren Satelliten – das ist der aktuelle Potsdamer Platz.”

Bernd Matthies im tagesspiegel, 28.01.2017

am potsdamer platz, zwischen ubahn- und sbahneingang haben sie einen pavillion der einheit gebaut1. eingeweiht wurde der schon vergangenen november. seitdem steht er leer, umzäunt, geschützt gegen vandalismus.

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wenn ich das richtig beobachtet habe, wurde der auch hier vor ort gebaut und bemalt und kam nicht fertig an. witzigerweise steht er auch auf der ehemaligen mauer.


  1. “Das hexagonförmige Bauwerk ist dem Pavillon Sangnyangjeong nachempfunden, der in der Gartenanlage des Königspalastes Changdeokgung aus der Joseon-Zeit (1392-1910) in der südkoreanischen Metropole Seoul zu bewundern ist.” []

Berlin. Wie erst jetzt bekannt wurde, machten Forscher vergangenen Monat eine sensationelle Entdeckung in einem Einkaufszenter am Potsdamer Platz. Der von den Archäologen homo consumentus genannte Menschenaffe soll vor etwa, mehr oder weniger, übzig Millionen Jahren vor allem das Berliner Urstromtal besiedelt haben. Er unterschied sich weniger im Aussehen vom modernen homo sapiens sapiens. Vielmehr belegen die Funde, dass er sich mit seiner stark auf Schnäppchenjagd und Hamsterkäufen geprägten Lebensweise vom heutigen Mensch deutlich unterschied. Prof. Dr. Igmar Schwups vom Deutschen Institut für angewandte Seelenteleportie in Castrop-Rauxel erklärte auf der Pressekonferenz in der Damenoberbekleidungsabteilung eines ansässigen Einzelhändlers: “Vor allem die Plastiktüten, die wir neben den Gebeinen des etwa Fünfzigjährigen fanden, deuten auf einen stark ausgeprägten Hang zur Kauflaune hin. Wir können nicht ausschließen, dass es sich um einen natürlichen Tod durch Herzinfarkt handelt, wohl weil er das soeben Erworbene deutlich günstiger nebenan fand.”

Ausgrabungsstätte im Zenter
Ausgrabungsstätte im Zenter

Die Forscher hoffen nun auf weitere Funde, um das Leben zu Zeiten des homo consumentus weiter zu ergründen. Es bleibt abzuwarten, ob auch die Gründe für den Evolution vom reinen Konsumisten zum heutigen aufgeklärten Vernunftstier endgültig geklärt werden können.

Das Wasser steht den Berlinern bis zum Hals. Zumindest jenen, die in der Sohle des Urstromtals wohnen oder bauen. Da kommt nämlich das Grundwasser hoch (wir berichteten). Um dem entgegen zu wirken, wird das Grundwasser von den Baustellengruben einfach abgepumpt und über rosa Röhren irgend woanders hin gespült1.

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Hier gibt es einen erklärenden und hier einen nachdenklichen Artikel zum Thema.

Die Tage wurde wohl eine Baustelle fertig und so werden zur Zeit die Röhren am Potsdamer Platz abgebaut:

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Nur zur Info, dass Ihr Euch nicht wundert.


  1. vielleicht wird daraus Berliner Pilsener oder Schultheiß gebraut, man weiß es einfach nicht, würde aber einiges erklären []