Schlagwort: nicht gemacht

heute leider kein foto für dich #5

heute morgen auf dem arbeitsweg zur s-bahn roch es stark nach rauch, die wintersonne leuchtete grell und alles lag in einem bizarren licht. mit dem telefon zu schwierig zu fotografieren und ich wollte ja auf arbeit. spannend wäre vermutlich ein motiv mit den fahrgästen und ihren masken1 auf dem bahnsteig, dem gleißenden licht im hintergrund und den schienen, die im weißen nichts enden.


  1. es ist inzw das dritte jahr der covid19-pandemie und es gilt noch eine allgemeine maskenpflicht im öpnv []

heute leider kein foto für dich #4

ca. frühjahr 2001, ich bin frisch in berlin und wandere umher. ich habe zeit, nur einen ollen callcenterjob oben in weißensee und spare das bvg-ticket. die ersten sonnenstrahlen des jahres erwärmen die raue luft. eine frau mit dunkler hautfarbe steht an der ampel, augen geschlossen und genießt sichtlich die sonne. es ist ein kurzer und flüchtiger moment, augenblicke nur. gleich wird ja grün und das leben geht weiter. aber ich muss öfters daran denken, dieser kleine moment ist berlin für mich. und natürlich gibt es kein bild davon, weil ich da noch gar keine bewußte kamera hatte. nur diese kompakte billigknipse, die wir alle hatten und für die heutzutage erstaunliche preise bezahlt werden. aber das ist eine andere geschichte.

heute leider kein foto für dich #3

heute auf der autobahn in brandenburg: ein suv/jeep hat so eine art gitterbox auf der anhängerkupplung, darauf liegt ein komplettes wildschwein, stattliche größe, dürftig zugedeckt, alle viere von sich streckend. es ist ein verstörendes bild, surreal. hatte ich vorher noch nie gesehen. die gitterboxen heißen heckträger oder wildträger.

heute leider kein foto für dich #1

im blog von ricarda kiehl gibts die kategorie nicht gemachte bilder. es gab das konzept auch mal als website, wo nutzer selbst eintragen konnten, das finde ich leider nicht mehr. jedenfalls will ich das jetzt auch. zuviele ungenutzte gelegenheiten, zu viele verpasste chancen. zu schade, um nicht dokumentiert zu werden:

eine ordensschwester/nonne mit schleier und blütenweißem mundnasenschutz sitzt in der straßenbahn und lehnt ihren kopf gegen die scheibe, die augen sind geschlossen. ich radle nebenher, es ist zu schnell und zu riskant, das telefon aus der tasche zu holen.