Ab heute läuft die Serie Im Angesicht des Verbrechens jeden Freitag in der ARD um 21.45 Uhr. Gab’s im Frühjahr schon mal bei ARTE und ist richtig, richtig gut. Erzählt wird die Geschichte einer Berliner Familie, der Sohn ist Polizist und sucht den Mörder seines Bruders, kämpft gegen das organisierte Verbrechen. Die Tochter ist die Frau eines erfolgreichen Mafiosis. Nebenbei gibt es noch ein paar andere Handlungsstränge, etwa die zwei Ukrainerinnen, die das große Geld in Deutschland erwarten und sich doch nur prostituieren müssen. Teilweise ein bisschen pathetisch, aber nie schmalzig wird die Geschichte erzählt. Es gibt Spannung, auch Action, aber vor allem ist die Story gut, die Schauspieler sind großartig und selbst die Entstehungsgeschichte liest sich wie ein Krimi.

Wer also an den nächsten Freitag Abenden noch nichts vorhat: mal wieder Glotze einschalten.

[xrr rating=6/7]

Gestern im Regio: Prof. Dr. Felsner (Institut für Mathematik TU Berlin) spielt Mafia mit Studenten.

Was am Anfang wie Beschäftigungstherapie für arbeitslose Soziologen aussah, entwickelte sich mit der Zeit doch sehr spannend. Hat reichlich lange gedauert und wurde immer unterbrochen durch Diskussionen, die sich als viel wichtiger heraus stellten für das Spiel als die eigentlichen „Züge“.

Und nun will ich das auch mal spielen. Wer hat Lust?

dies ist eine wahre geschichte. die handlung ist nicht erfunden und spielt im hier und jetzt. ähnlichkeiten mit lebenden personen und firmennamen sind volle pulle absicht.

alles fing mit einem harmlosen kommodenkauf an. denn der platz für allerlei klamotten wurde knapp. und so zogen wir los und fanden schon im zweiten laden eine kommode kommode (sic!). zwar kein thomas chippendale, aber man kann ja nicht alles haben. nur hatte die kommode zwar 15 schubladen, aber keine griffe. so geht das bei möbeln zweiter wahl. der verkäufer meinte, für 30€ würde er uns welche montieren, kein problem. wir hielten das für einen scherz, lächelten und trugen die kommode ins traute heim. nur wenige augenblicke standen wir dann bei domäne (hier: poco-domäne) und fanden auch schöne hölzerne griffe für die kommode. im vierer-pack für 2,99€. nur leider gabs nur zwei packungen, aber kein problem, die seien bestellt und am nächsten tag schon da. der tag verging und wir waren an verabredeter stelle. was fehlte, waren die bestellten kommodengriffe. mhm, ja. bestellt schon, die sind aber erst in einer woche da. er lieferant kommt nur mittwochs. eine dunkle vorahnung trübte den glücklichen kommodenkauf. was, wenn die griffmafia uns nun voll in der hand hat? aber gibt ja zum glück noch andere läden, ist ja kapitalismus und freier markt, auch wenn der zur zeit etwas geschwächt vor sich her röchelt. am nächsten tag dann also familienausflug nach obi. auch wenn die werbung scheiße ist, da gibts jedenfalls alles. auch griffe, in einer noch größeren auswahl. nur leider zu unverhältnismäßigen preisen: hier wollte man 1,99€ für EINEN griff. macht zusammen fast 30€. der verkäufer hatte also doch recht. wucher, das. entzürntes wutgeschrei. der freundliche OBI-bieber wollte auch nicht handeln, darf er nicht, da der gesamte gewinn in marketing-geträller fließt. nun also geheimwaffe und ab zum riesentrödel. doch auch da: nichts. auf zigtausend quadratmetern keine griffigen griffe für das neue möbelstück. eine welt brach zusammen. gerade dort, wo es alles gibt, sollte es keine griffe geben? wahrscheinlich war die mafia auch hier und hat mit gewalt den verkauf gestoppt. das gesicht des verkäufers hat auch so merkwürdig gezuckt, vielleicht waren sie gerade eben erst da…

und nun? warten bis mittwoch, wenig hoffnung aber. derweil grinst mich die grifflose kommode süffisant an und scheint mit ihren 15 grifflosen schubladen zu sagen: das hätte ich dir gleich sagen können!