Ein ständig wiederkehrendes Motiv: Den versagenden Kommisar (hier: Leitmayr) plagen Selbstzweifel, Schuldgefühle und Versagerängste, er zieht sich zurück, wird zornig, lässt sich nicht helfen. Wird von Vorgesetzten unter Druck gesetzt. Das zerrt an den Nerven des Zuschauers und hilft auch dem dünnen Plot nicht weiter. Zu Ende rafft er sich wieder auf, doch der Tatort ist im Eimer. Nö, das war schon mal besser. Und die junge hübsche Kollegin war auch nicht mehr als eine Fußnote.

[xrr rating=5/7]

++++ Erstausstrahlung: 26.02.2012 ++++ Link ++++

komischer tatort. ein künstler wird von seiner installation erschlagen und alle rätseln. noch ist unklar, ob es freitod oder mord war. die kunstszene rätselt noch, die preise steigen. derweil stirbt ritters onkel unbeachtet von der öffentlichkeit. ritter steigert sich rein, kann es nicht glauben, dass es suizid war und ermittelt auf eigene faust. stark bändelt mit lockenköpfchen an und alles fühlt sich irgendwie halbherzig an. keiner hat so richtig lust, den fall auf zu klären. immerhin bekommen wir einblick in eine künstler-eigentumswohnung im prenzler berg („schuhe ausziehen! das parkett!“). schade, die erwartungen waren hoch und dann kommt so ein lahmer mist.

[xrr rating=3/7]

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 26.09.2010

unerwartet gutes spiel um einen vater, der den grausamen tot seiner tochter nicht verkraftet (mal wieder!). schnell fällt der verdacht auf zwei privatiers. doch es fehlen beweise und vor allem eine verbindung zur toten und ein motiv. für unsere zwei münchner kommissare mit den komischen frisuren kein leichtes, aber sie halten sich gut. und meistern das rätsel mit bayerischem humor. dabei brauchen sie weder privatleben noch schlaf. das ende kommt ohne die übliche moral daher, es scheint sogar das böse obsiegt zu haben. zumindest triumphiert der stärkere snob über den schwächeren. auch selten. sehenswert.

Erstausstrahlung: 18.12.2005 +++ LINK

[xrr rating=5/7]

Ein Kind verunglückt bei einer Flugshow und der Vater verkraftet es nicht, beschuldigt den Piloten. Doch die Wahrheit liegt wie so oft im Dunkeln. Schuld ist wohl Schlamperei. Dann verschwindet der Veranstalter und liegt plötzlich tot im Citytunnel. Frau Saalfeld kennt den toten Jungen persönlich und ist betroffen, ermittelt irrational, macht Fehler. Ihrem Kollegen Keppler gefällt das gar nicht, es wird gestritten. Konsequenzen hat das keine. Ein Psychospiel mit den Nerven des Zuschauers. Am Ende gibts den üblichen Showdown mit Geiselnahme light. Immerhin wurde auf den SEK-Einsatz verzichtet. Ansonsten sind die Figuren doch arg überzeichnet: die dürre Frau des fülligen Veranstalters und Schwester des noch fülligeren fiesen Bruders. Der Architekten-Papa mit der Designerwohnung und dem Schmerz. Die liebende Oma des Saalfeld-Neffen. Die dickbrüstige und streichende Pilotenfrau. Figuren, ein bisschen wie im Kasperle-Theater.

Link +++ Erstausstrahlung!

[xrr rating=5.5/7]

Der Herr Kommisar macht Urlaub auf dem Bauernhof. Mit Entspannung ist aber nichts, denn es gibt Stress mit Plauers Gerti und zusammengeschlagen wird er auch noch. Den Grundstückspekulatius sein Auto liegt im Baggersee und von ihm selbst fehlt jede Spur. Und als Krönung oben drauf wird auch geknutscht mit der schönen Bäuerin.

Mal ehrlich: der war nicht gut, oder? Der war eher peinlich. Dafür hat sich der Kameramann ausgetobt und ständig neue Perspektiven ausprobiert. Wenigstens.

link +++ Erstausstrahlung

[xrr rating=3/7]