Schlagwortdemonstration

000103 – 07/21

#unteilbar in berlin anfang september 2021 mit der zorki c. spaziergang nach niederschönhausen. die kamera bedient sich wie eine schraubleica, die belichtung ist geschätzt und sitzt überraschend gut. drei wochen vor der bundestagswahl ist die beteiligung an der demo überraschend gering.

Film: Rollei Retro 400S
Kamera: Zorki C
Zeit: 2021/09
Entwicklung: Kodak D76 1+0 8min
Scan: Epson Perfection V330 Photo

hey, you just hang on to my rainbow

SAM_3546

während alle berliner auf der montagsdemo für ein besseres leben kämpfen1, zeigen wir bilder vom regenbogen, sogar mit nebenregenbogen und alexanders dunklem band.

SAM_3541


  1. seit ostern überlege ich mir da eine meinung, finde aber keine. heute habe ich sie gesehen am potsdamer platz, ca. 100-300 leute, schätzen kann ich das schlecht. ein redner redete. polizei, kameras. ob auch presse da war, weiß ich nicht, eine schnelle google-suche bringt nur merkwürdige seiten. von einem gezielten verschweigen der medien kann keine rede sein, immerhin waren vor und nach der demo am ostermontag zahlreiche artikel erschienen. dass diese alle mit der nazikeule schwungen, war wenig hilfreich, dass auf den demos aber auch nazis auftauchen, ist kein geheimnis. []

Empörung demonstrieren!

Rote Fahnen an der Ostsee in Międzyzdroje (Oktober 2011)

ich war nicht demonstrieren am wochenende, die kinder, denkt doch mal einer an die kinder! stattdessen also ein gemütlicher nachmittag im technikmuseum. aber ich finde die demos gut und richtig und wichtig. die ganze -geschichte. weil sie offenbar von unten kommt, ungelenkt und ungebremst. dezentral und nun auch global. ohne parteien, gewerkschaften und anderen interessengruppen fordern die demonstranten veränderung.

„Why No Demands? Occupy Wall Street is a Rebellion, Not a Protest.“
(ein erklärungsversuch)

sicher, das ist mehr als schwammig und kann auch schnell wieder zu desinteresse führen. aber es ist auch eine chance, ausdruck dessen, dass der status quo eben nicht unbedingt einer bleiben muss. dass vieles falsch läuft in unserer welt, in unserer gesellschaft, vor allem aber in der wirtschaft. und das schöne: jeder kann mitmachen, gestalten. weil es jeden betrifft.

für den einstieg empfehle ich die website

besetztes tempelhof

heute war tempelhof offen und es traf sich allerlei berlin, um das zu füllen. zugegeben, ganz voll wars nicht, da war durchaus noch platz. aber ist ja auch groß. hatte eher so volksfestcharakter. wird in den nächsten tagen und wochen ähnlich aussehen. und das ist auch gut so. die frage ist nur, was danach passiert. ein park mit schließzeiten und angeschlossender gated community? einige haben ja dagegen demonstriert. zu recht, denn ein so riesiges gelände in innenstadtnähe wird es so schnell nicht mehr zu bebauen geben (in ein paar jahren folgt eine ähnliche diskussion zu tegel). es bleibt also spannend. hoffen wir auf eine vernünftige lösung.

korrekt revolutionieren

gestern in kreuzberg war dann alles ruhig. keine polizei, keine demonstrationen, man saß im park und entspannte sich, ruhte sich aus vom wilden ersten mai tags zuvor. ist das besonders deutsch, albern oder einfach nur menschlich? man weiß es nicht, man steckt nicht drin.

szenenwechsel. der spiegel schreibt über eine schwarzfahrerversicherung im pariser nahverkehrssystem1. nette idee. ziviler ungehorsam + praktischer nutzen.

so wird ein schuh draus. erst graswurzeln, gerne auch mit social media, dann werden medien drauf aufmerksam und schließlich die politiker. probleme vergesellschaften, sag ich mal.


  1. spiegel.de: Sieben-Euro-Versicherung. Wie sich Pariser Schwarzfahrer vor Strafen schützen (03.05.2010) []