„Es gibt das böse Wort, dass jedes Volk die Regierung besitzt, die es verdient.“1
– STEFAN WOLLE, 1999 –

Vielleicht irre ich ja in der Annahme, dann korrigiert mich bitte: Kann es sein, dass es derzeit weder Struktur noch Ordnung, noch Richtung, noch Visionen2 gibt? Immer nur um den ranzigen Brei reden und wenn wirklich mal was passiert, dann tritt man zurück? Was ist denn das für eine Politik. Da können wir das doch gleich selber machen. So per Facebook oder Petition. Die Schwamm-Intelligenz im Bundestag hilft uns jedenfalls nicht weiter, da muss man sich nicht wundern, wenn die Jugend nicht mal mehr politikverdrossen wird.

Reichstag im März 2011

Es mag ja sein, dass diese unsere Regierung eine stabile und verlässliche ist – nur für was steht sie? Wie soll man denn bitteschön dagegen sein, wenn man nicht weiß wofür? Selbst gegen Atom sind sie mittlerweile und gegen Stuttgart – diese wichtigen Themen wurden uns Regierungskritikern genommen! Sicherlich gibt es noch genug Reibefläche, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Politik langweilig und grau geworden ist und einen Hosenanzug anhat. Gähn.

Bundeskanzleramt im März 2011

Gehts eigentlich nur mir so oder seht Ihr das ähnlich?


  1. WOLLE, Stefan: Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR 1971-1989. Bundeszentrale für politische Bildung. Bonn 1999, S. 52 []
  2. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ – HELMUT SCHMIDT – Altkanzler mit viel Meinung []

3 thoughts on “Gefühlte Politik

  1. politik…politik…ist das nicht dieses ding, das mit schröders abgang gestorben ist?
    legenden berichten von echten persönlichkeiten in der politik, die die dinge noch in die hand genommen haben. aber naja, das ist geschichte und vielleicht auch irgendwann wieder gegenwart.

    • warst du etwa ein schröder-fan? oder hat er dich nur besonders politisiert?
      recht hast du jedenfalls, merkels geschwurbel ist unerträglich und hat die substanz von giftgrünem wackelpudding.

      • ich kann nicht behaupten ein fan von schröder gewesen zu sein, aber nach ihm kam nichts besseres mehr. schröder hatte wenigstens noch charisma.

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