warum wir bald omas fürchten müssen:

der spiegel hat sich gedanken gemacht über das ende der kaufhäuser. ich glaube ja eher, dass die inzwischen omnipräsenten überalligen shoppingcenter schuld sind am untergang von karstadt und co. der kapitalismus frisst seine kinder (oder omas). bleibt nur die frage, warum die regierung nicht eingeschritten ist. was sollen nur die ganzen omis jetzt den ganzen tag tun? werden sie marodierend durch die straßen ziehen, ihre kümmerliche rente in drogen umsetzen oder im casino verzocken? da kommen völlig neue probleme auf uns zu. und wir werden uns nach der zeit zurück sehnen, als andreas baader nur brandstiftete und quetschenpaua sang:

wir sangen und wir tanzten und das ging die ganze nacht
mit oranger hasskappe hier und da noch nen feuerchen entfacht
konsumtempel die flackerten und wir riefen außerdem
der angriff gilt den königen und dem ganzen scheiß system
könige sind schurken
gehören umgebracht
genau wie saure gurken werden einfach reingemacht
komm wir machen die paläste dem boden gleich
feuer und flamme dem königreich!

jetzt gehen die paläste selbst unter, sang- und klanglos und ohne staatliche hilfen (gottseidank!). das system bleibt und wird sich weiter in unser leben fressen.


carsten ~ 12.06.2009 ~ # ~ berlin-wedding, politik

4 Comments

  1. ich geh in kein shoppingcenter. habe allerdings noch nie viel zum umsatz der kaufhaeuser und ueberhaupt zum bruttosozialkonsum beigetragen. dann kann ich doch auch nicht schuld sein, oder?

  2. […] der Roiberhöhle erreichen uns bedrückende Endzeitphantasien. Marodierende Oma-Horden, drogenabhängig, […]

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