friday night thoughts

roibertochter malt nach zahlen und ich bin für die einführung von einheitlichen kommentarstandards. also ähnlich den flickr-comments (great perspective! nice colors! usw…). ich definiere schon mal. in zukunft reicht es also, die nummer zu schreiben, da wird auch das antworten leichter. kombinieren geht natürlich auch, dann einfach die summe schreiben:

[0].. platzhalter für kommentarspam, hier v1agrap0rn denken
[1].. erster!
[2].. find ich nicht.
[3].. scheiß artikel, aber du siehst gut aus
[4].. toller artikel, aber du siehst scheiße aus
[5].. finde mich auf der seite hier nicht zurecht
[6].. laaahmmm | laaaangweilig | lame | kenn ich schon!
[7].. apple/linux/hamburg ist sowieso besser…
[8].. kennst du schon meine seite…?
[9].. danke für deinen kommentar letztens.
[10].. was ich mich die ganze zeit frage: bissu doof?
[11].. stimme den kommentaren vor mir voll zu / garnicht zu
[12].. ganz meine meinung!
[13].. ey alder, son scheiß ey!
[14].. scheiß kommentare hier
[15].. verstehe zwar nichts hier, aber der autor ist voll süß!
[..]
[n].. kann erweitert werden

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Hintergrund (hier wird ja alles noch investigativ und per hand und so…):

Die Welle der Börsen-Spams sei von den USA nach Deutschland herüber geschwappt, erklärt Kunze. Hinter den dubiosen Aktienempfehlungen stecken professionelle Organisationen, die eiskalte Interessen verfolgen. Die Masche der Spam-Autoren und deren Hintermänner bestehe darin, dass diese vor dem Spam-Versand die empfohlenen Billig-Aktien in hoher Zahl selber geordert haben und die Wertpapiere mit dem Abebben der Welle sofort wieder verkaufen. Der geköderte Anleger ist dann der Dumme, da der gestiegene Kurs sehr schnell wieder falle. Potenzielle Anleger sollten einen weiten Bogen um diese unseriösen Angebote machen und die jeweilige Spam-Mail schnell wegklicken, warnte DIAS-Vorstand Kunze. (quelle)

es wird zeit, umzudenken! anerkennen wir die spam als kulturerbe. zu lange haben wir sie als dreck behandelt! dabei ist sie ein wichtiger teil unserer kultur geworden. sie hat einen festen platz in unserem leben gefunden und ermahnt uns regelmäßig und ausdauernd ob ihrer existenz. sie schafft arbeitsplätze und manchmal ist sie sogar unterhaltend. und mal ehrlich: das konzept ist so neu nicht: es gibt menschen im realen leben die ähnlich penetrant nerven. immer wiederkehren und gegen die gar kein filter hilft.

also seid nett zu euren spams, hebt sie euch auf in einem eigenen ordner, druckt sie aus, zeigt sie euren enkeln. lasst sie am leben! schickt sie weiter! schreibt neue und schickt sie an alle eure freunde. macht was!


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spaß mit spam, paroli bieten!


hallo mädchen14,

an kommentarspam haben wir uns gewöhnt. aber was machen wir mit verwirrten, meist minderjährigen kommentierern? ich möchte ja auch nicht von meinem hohen ironie-ross runter steigen und alles erklären. bisher galt: ich schreibe wie ich denke und wer es falsch versteht, der hat halt pech. doch gerade kam der kommentar (auf diesen beitrag):

das is voll heftig ey alle die son scheiß mahcn sind voll gestört wolln nur ihren spaß udn denken nit dabei an die anderen ey dumme leutz halt ne?= aber kann man nix dran mahcn

sehen wir mal über die einzelnen verstöße gegen die regeln der deutschen rechtschreibung ab, enthält dieser kommentar höchst dialektische ansätze. fast schon philosophisch und klug gedacht. nur die schlußfolgerung bleibt zu kritisieren. denn machen kann man immer was. musst dich nur wehren.

in diesem sinne,
guten rutsch dir

was war.

das wars, jetzt kommt nicht mehr viel. zeit also, zurück zu blicken. und weil wir hier sehr dienstleistungsorientiert sind, gibts die zwölf wichtigsten einträge mundgerecht serviert. nach meinem gutdünken selektiert. here we go:

retro

  1. JANUAR: d[r]üseneffekt -> heute nachmittag – der lieblingseintrag der spamhorden. und am meisten geklickt. damals war sturm, besonders in den medien. und es war langweilig auf arbeit. am ende kam ich dann völlig durchnäßt zuhause an.
  2. FEBRUAR: ubahnfahren im fieberwahn IIIIIIIV – fast eine woche quälte ich mich krank auf arbeit und schrob darüber. kann man lesen.
  3. MÄRZ: chaostage hannover [fragmente] – cebit in hannover. ich war dabei und schreibe alles auf. sehr wirr.
  4. APRIL: ging dann los mit dem tagebuch eines innenministers und wurde politisch. das ist es bis heute. wobei ich ein ausgewogens themnsprektrum will aus politik und schwachsinn. kein gegensatzpärchen? na denn…
  5. MAI: inneres zerwürfniss – demonstrieren in zeiten des terrors. eine entscheidungshilfe.
  6. JUNI: bedenkliche nachrichten aus dem netz – flickr wurde böse und das internet verlor ein weiteres mal seine unschuld. trieb mich zeitwesie woanders hin, bin aber wieder zurück. ein bitterer nachgeschmack bleibt. und die erkenntnis, wieviel dynamik eine kritische masse an nutzern schaffen kann. auch negative für den jeweiligen dienst.
  7. JULI: impressiv – ich war im museum und muss darüber schreiben. reflektion 2.0 – so geht das.
  8. AUGUST: aus. vorbei. – der eintrag, als wo das internet starb. aber nur bei mir. manchmal erschrecke ich vor meinen eigenen gedanken.
  9. SEPTEMBER: fear and loathing in bad wimpfen – eine meldung über die Wimpfener Terror-Truppe (WTT), schließt mit der forderung überwachungsstaat! jetzt! so absurd kann das leben sein.
  10. OKTOBER:: strajk! – die bahn streikt irgendwie. aber die züge kommen an. nur später.
  11. NOVEMBER: hier schreibt der kulturpessimist noch selbst – sehr verkopfte abrechnung mit dem begriff flatrate.
  12. DEZEMBER: Hey little world! You know… – einmal mehr gedanken über netzkultur und die nutzer. ansonsten gabs nur weihnachtskalender.