Schlagwort: nachruf

nachruf auf einen treuen begleiter

eine ära ist zuende gegangen. wie aus sicheren quellen aus der abstellkammer berichtet, ist unser treuer begleiter, der staubsauger AEG Vampyrette 202 vor ein paar tagen seinen inneren verletzungen erlegen. er litt nicht lange und starb eines natürlichen todes, dem kurzschluss. nicht ohne dabei zünftig zu gurgeln und zu qualmen. seitdem schweigt er, den bauch noch mit der halbvollen tüte gefüllt, wartet nun auf den abtransport und die beerdigung in der orangenen tonne. der amtsarzt meinte, eine obduktion sei nicht erforderlich.

AEG Vampyrette 202

viele haushalte hat er uns begleitet, höhen und tiefen erlebt, unzählige wohnungen und umzüge mitgemacht, stets treu und ohne zu murren seinen dienst getan und ansonsten wenig auffällig und platzsparend in der ecke verharrt. seine herkunft: unklar. sein geburtsdatum: nicht verifizierbar. er war so eine konstante geworden, dass mit seinem tot niemand gerechnet hatte, aber so ist das nun mal im leben: auch die verlässlichsten müssen dereinst gehen.

wir wünschen dir eine gute reise, wo immer du auch landen mögest.

und als bonustrack ein video von einem, der zu viele staubsauger zu hause hat:

[youtube Vwjz1756Bvc]

wir müssen mal reden: über den tod

wie hier, hier und hier nachzulesen ist, beschäftigen sich einige mit dem thema, was eigentlich passiert mit all den persönlichen daten und profilen im netz im falle des ganz persönlichen ablebens. da könnte man jetzt sagen, mir doch egal, bin ja dann nicht mehr. aber ist das wirklich so? einige seiten löschen nach inaktivität, andere nicht. und zugegeben, bizarr ist das schon, wenn man einen verstorbenen in seiner kontaktliste hat. zum glück gibt es nun dienste, die das für einen regeln und dezent löschen. müsste man sich nur anmelden vorher, noch zu lebzeiten. siehe links oben. da aber das social web von aktualisierungen und updates lebt, werden die daten schnell in vergessenheit geraten und nach unten rutschen in den suchergebnissen, das „problem“ löst sich also von selbst. also bitte nicht überbewerten. und schön, dass wir mal darüber gesprochen haben…

Tod einer Topfikone. Ein Nachruf.

Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Musiker der Welt verstarb wie erwartet vergangenen Donnerstag im Alter von 50 Jahren und wird wohl auch nicht mehr auferstehen. Schon zu Lebzeiten ging er seinen Zeitgenossen mit seinem Gedudel gehörig auf die Nerven. Zwar verlegte er zahlreiche Alben, aber leider wurden sie danach nie wieder gefunden. Neben seiner Musik machte er vor allem mit Kindern rum und erhielt dafür viele Musikpreise. Schön ist das nicht und es wird vermutet, dass ein Spezialeinsatzkommando der Bundesfamilienministerin dahinter steckt. Bewiesen ist das nicht und man solle doch bitte die Obduktion abwarten, sagte seine Putzfrau. Aber das war ja irgendwie klar, schließlich hat er sogenannte Drogen genommen. Und Drogen sind auch irgendwie schädlich, das sagt sogar sein Arzt, der ihm die Drogen verschrieben hatte. Bekannt wurde Karl Ranseier vor allem durch seine zahlreichen Operationen, die allesamt misslangen. Darüber ärgerte er sich regelmäßig schwarz. Er wird uns allen im Gedächtnis bleiben als lebender (und nun toter) Wackeldackel mit Strähnchen im Gesicht und professioneller Kinder-aus-dem-Fenster-Halter.