Bernhard Schlink hat es nicht einfach bei mir. Sein Buch habe ich schon nicht gelesen, ich weigere mich. Liegt aber nicht am Buch, sondern am Hype drumrum. Es gab mal eine Zeit, da haben alle den Vorleser gelesen und nervten damit. Wie toll das Buch sei und wie ehrlich und ergreifend und ernst und sowieso. Bullshit Bingo. Ein ähnliches Schicksal hat auch Süskinds Parfum bei mir erlitten. Aber damit können die Autoren offenbar leben.

Nun gab es gestern den Vorleser als Film und ich muss schon sagen, die Story hat was. Wenn ich auch noch nicht sagen kann, was genau. Zugegeben, die Rahmenhandlung mit der Affäre ist lahm, der Gerichtsprozeß selbst und die Aussagen, die Meinungen dazu sind dagegen hochspannend und hätten noch mehr thematisiert werden müssen. Meine Meinung.

Und ganz dreist und nebenbei wurde es dann doch wieder ein Film über den Holocaust, keine Liebesgeschichte. Und Holocaustfilme gibt es nun wirklich genug bessere. Das muss man ja mal sagen. Verwirrend ist ja auch, dass die Protagonisten aus englischen Büchern deutsch vorlesen. Ein Detail für den amerikanischen Markt, aber ziemlich doof eigentlich.

Ach und überhaupt: überbewertet, so wie das Buch.

[xrr rating=2/7]

Der Herr Kommisar macht Urlaub auf dem Bauernhof. Mit Entspannung ist aber nichts, denn es gibt Stress mit Plauers Gerti und zusammengeschlagen wird er auch noch. Den Grundstückspekulatius sein Auto liegt im Baggersee und von ihm selbst fehlt jede Spur. Und als Krönung oben drauf wird auch geknutscht mit der schönen Bäuerin.

Mal ehrlich: der war nicht gut, oder? Der war eher peinlich. Dafür hat sich der Kameramann ausgetobt und ständig neue Perspektiven ausprobiert. Wenigstens.

link +++ Erstausstrahlung

[xrr rating=3/7]