die gegner des mindestlohns betonen, dass durch die einführung „substantielle beschäftigungsverluste“ drohen. beziehungsweise anders formuliert: es werden jene jobs wegfallen, die nur existieren, weil sie so scheiße bezahlt werden. beziehungsweise jobs, die vom staat massiv subventioniert werden (stichwort aufstocker). das ist natürlich schlecht für die betroffenen unternehmen, weil somit ihr geschäftsmodell zusammenbricht. und wahrscheinlich wird es auch einige arbeitnehmer treffen, aber für einen hungerlohn eine scheiß arbeit zu machen, halte ich auch nicht für die erfüllung des lebens. dann doch lieber hartzen.

noch vor der einführung des mindestlohns 2015 hat brandenburg die zeichen erkannt und hat – ganz der „internationaler Innovationsmotor und Technologieführer“ (selbstdarstellung) – alternativen gefunden, zum beispiel hier, irgendwo an einer raststätte auf dem klo:

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was der hund allerdings unter dem rock der pappkameradin macht, erschließt sich mir auch nicht ganz. lassen wir uns stattdessen lieber ein wenig vom marketingsprech einlullen:

„Genauso wie der gesellschaftliche Umgestaltungsprozess und der demografische Wandel fordert der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur das Engagement und die Kreativität der Brandenburgerinnen und Brandenburger.“ (selbstdarstellung)

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dieser artikel ist müll, die kommentare dazu sind aber höchst spannend. da streiten menschen mit zuviel zeit über gerechte löhne und den wert von arbeit am beispiel microjobs. vergleichen den mit der smartphone-app generierten euro mit dem pfandflaschensammler-cent. und jammern über den verfall der löhne und alles.

just another schlecht bezahlter minijob (April 2009)

alles nicht so einfach. und ein heißes thema, da jeder der meinung ist, zuwenig zu verdienen. und dann gibt es noch die meta-ebene: erzieher verdienen weniger als müllmänner, hauptschullehrer weniger als uni-profs. obwohl erstere jeweils mehr für die gesellschaft leisten. das ist alles unendlich ungerecht, aber immer auch ein spiegel unserer gesellschaft. denn solange wir uns nicht wehren, wird dieser zustand so bleiben.