die indischen wissenschaftler Dr. Chittaranjan Andrade and Dr. BS Srihari haben schon 2001 eine interessante studie veröffentlicht, die der guardian jetzt wieder ausgegraben hat. es geht um nase popelnde jugendliche. 200 kids hat er befragt und gewann erstaunliche erkenntnisse:

  • nase popeln ist keine frage der sozialen herkunft
  • nur 4% popeln nicht
  • die hälfte verwöhnen ihre nase mindestens vier mal am tag, über 7% sagen, sie popeln 20 oder mehr mal pro tag
  • 80% benutzen ihre finger, der rest greift auf werkzeug zurück, wie etwa pinzette und bleistift
  • über 4% essen die ergebnisse ihrer untersuchungen, (google translation sagt: „nasale trümmer“)
  • über die hälfte tut es, um die nase frei zu bekommen, 11% aus kosmetischen gründen und nochmal 11% aus lieber langeweile
  • dafür gewannen die wissenschftler den ig nobelpreis. bei der preisverleihung sagte einer:

    „Some people poke their nose into other people’s business. I made it my business to poke my business into other people’s noses.“

    und ihr so?


    darüber hinaus kann ich noch dies büchlein zum thema wärmstens empfehlen.


    wenn man nachrichten verfolgt, könnte man meinen, die welt steht jeden tag vor dem abgrund. die natur bedroht die menschen mit erdbeben, überschmemmungen und dürren. und als wär das nicht genug, schlagen sich die menschen auch noch die köppe ein. dann kommt der „westen“ und macht komische sachen: die bundesregierung kämpft in afghanistan um ein bisschen frieden, die usa vergelblich im irak, europa schickt eurocops nach palästina undsoweiter…

    wie viel angenehmer wäre das leben auf dieser welt, wenn wir einfach mal ein bisschen hüpfen würden. grundlos. einfach so. wie matt harding in seinen videos:
    [youtube zlfKdbWwruY]
    (via)

    …oder lachen wie john cleese

    der feed-reader hat hunger. doch niemand füttert ihn. gähnende leere im internetdeutschland. ein beliebiger montag sonnt die stiernacken der bratwurstigen teutonen, die gestern einen erneuten ansturm der horden aus dem osten standhielten, blabla. ey! macht mal was, mir ist langweilig.

    ehe ich hier noch mehr mist schreibe: kennt ihr das? kaffeepoker im büro? die regeln:

    • in eine kanne passen 1,5l kaffee
    • kochen muss, wer den letzten schluck aus der kanne schlorkt*

    wichtig ist vor allem, dass die kanne gleich alle sein muss. und dann kanns auch schon losgehen. das ist ein spaß. denn niemand will derjenige welcher sein. und so lungern sie alle auf ihren drehstühlen, führen strichlisten und warten ab. wie löwen im käfig. natürlich versteckt hinter der maske der unschuld. doch einen triffts immer. schlork. und dann grinsen sie alle und lachen hämisch. bis zum nächsten mal, wenn der kaffee fast alle ist…


    *großartiges geräusch. könnte ich stundenlang zuhören.

    ab hier wirds gruselig: 13 Prominente sprechen über ihre Erinnerungen an ein ganz besonderes Jahr. bitte nicht vor dem ersten feierabendbierchen klicken! und vor allem festhalten.

    die überschrift ist schon groß, die meldung dazu höhere dialektik und um so mehr ich darüber nachdenke… ach naja, lassen wir das. selber denken: Hakenkreuze an NPD-Zentrale geschmiert

    der tagesspiegel macht sich heute lustig über autofahrer, die sich blind auf ihr navi verlassen. kann man drüber lachen, ja doch: Der menschliche Makel

    bei toni mahoni hat sich einiges getan, neue seite, neue cd und polizeibesuch:
    [youtube yHa_heCxjuY]

    mit diesem tool normalisieren wir unsere last.fm-charts, was auch immer das heißt. sieht jedenfalls total schnafte aus.

    seite heute sind wir alle berlin. oder sollten es zumindest sein, höchst kleingeschrieben und aussagekräftig wie stulle mit brot. da find ich „der wedding kommt anders“ schon sympathischer…

    nu denn, ich wünsche ein angenehmes wochenende.

    gerade gelesen: eine geschichte im fontblog übers musik-kaufen im jahr 2008. das ist nicht nur kurios, lässt die stirn runzeln und mich unter den tisch vor lachen fallen, das ist vor allem zum heulen.

    und warum gibts noch keine mp3-automaten? also player reinklinken, auswählen, bezahlen (evtl. mit münzen?) und fertig. würde sogar bei mir funktionieren und könnte auf jedem bahnhof stehen meinetwegen.

    prologue:

    wir lieben serien. und wir lieben den hölzernen schreibstil. hier wird angespielt statt groß erklärt und wems nicht gefällt, der klickt sich eben weg. so geht das. an dieser stelle also regelmäßig die ganz persönliche sicht der dinge. kommentare zum weltgeschehen quasi. vollmundig und voll persönlicher meinung. die fakten verstecken sich woanders oder müssen sich der subjektivität beugen. getreu dem motto: glaube nur dem geschreibsel, was du die selber ausgedacht hast. und weil es sonst ein wenig fadenscheinig daherkommen würde, finden wir auch schnell den fachbegriff für solcherart blödsinn: déformation professionnelle. so geht das. ein französischer terminus gibt der sache den quasi-intellektuellen anstrich und betont (kaschiert!) autors unwissenheit.

    doch kommen wir zum eigentlichen. thema heute: wie gefalle ich dem volk, mache mich lächerlich unter den aufmerksamen und werde zum meinungsführer über den schwachsinn? herr gauweiler von der CSU schafft das mit nur einem satz und katapultiert sich an der spitze des nonsens. und wenn es nicht so bitter wäre, könnte man auch noch lachen. so sagte er tatsächlich und meinte es offenbar ernst:

    deutschland wird in der münchner u-bahn verteidigt, am bahnhof zoo in berlin und in der frankfurter innenstadt

    soso. german leitkultur in reinstform. für solche sätze kämpften unsere soldaten in stalingrad und in nordafrika und die heimatfront musste sich entnazen lassen. erst schicken sie uns tausende von migranten, die bekommen auch noch kinder und dann nehmen sie uns die d-mark weg. und jetzt haben wir den multikultisalat und die gewalt im öffentlichen nahverkehr. jahrelang trauten wir uns nichts zu sagen, doch herr gauweiler (was ist das eigentlich für ein symphatischer name? – da kommen doch erinnerungen hoch!), der herr gauweiler jedenfalls schaut dem schrecken ins angesicht und reißt ihm die solzialromantische maske runter. chapau! sagen wir da, klatschen eifrig beifall und heben unseren rechten arm zum gruß.

    den ball flach halten, abflachende wirkung, flachbildschirm – kein wort wird mehr vergewaltigt wie flach, in allen seinen unerträglichen beugungen und zusammensetzungen. die krönung des ultraflachen sind die flatrates. wiki eiert rum und wird sich nicht klar über den ursprung des begriffs. sicher wieder ein sch(w)eineanglizismus. mögen wir zwar nicht, sagen aber dann doch hin und wieder handy. nun, seit wann also flatrates? den anfang machte das fernsehen. da gibts seit jahrzehnten unbegrenzt rotz für eine läppige gebühr. wird zwar nicht gerne gezahlt, aber die gebührenknechte bemühen sich. dann kamen der öffentliche nahverkehr, das telefon und internet. und wohl auch saufen. also soviel wie möglich für einen festpreis. das konzept allerdings ist mindestens so alt wie der urknall: seitdem gibts kohlenstoff, soviel wie du eben bist. also nix sonderlich neues. den höhepunkt bildet zweifelsfrei die praxisgebühr. und so dringt die flatrate in alle unsere lebensbereiche ein und unterhölt das eiserne gesetz vom preis. denn: können wir den wert einer sache überhaupt noch schätzen, wenn er ständig und überall verfügbar ist? wird der kaffee besser, wenn er immer gleich nachgebrüht wird? wird ein zoobesuch aufregender mit einer jahreskarte? was kommt als nächstes? die gammelfleisch-flat beim örtlichen discounter? wohnen in einer wohnung für einen monatlichen festpreis?

    irgendwann muss das ein ende haben, verehrte leserschaft. denn wenn wir den wert einer sache garnicht mehr einschätzen können, was sind wir dann überhaupt noch selber wert? wann kommt die flatrate auf die flatrates? es wird zeit, dass wir uns darüber gedanken machen. die kulturflatrate scheint mir da der falsche weg.

    —————-
    Now playing: Knorkator – Alles ist Scheiße

    in japan gibts brot in dosen im automaten. wuhu! an sich nichts neues und keinen beitrag wert. an dieser stelle wurde vor gefühlten tausend jahren ja schon herzlichst über brot gelacht. und so sehen wir uns in guter alter backtradition und lachen einfach mal weiter über so ein ganz und gar unsinniges lebensmittel. wer braucht schon brot?

    [edit:] auch wenn hier viele anfragen nach döner in dosen auflaufen und ich gerne was über das neue wordpress 2.3 geschrieben hätte: allein, es fehlt mir der mut und die geistige größe für solch schwergewichtigen themen…

    [update von dem hier]

    sie haben mich wieder unter kontrolle. genauer: meinen kopf. mit allerlei werkzeug bearbeiten sie ihn von innen und quälen mich mit unerträglichen schmerzen. meine stummen schreie verhallen ungehört im raum. mit blutleeren augen starre ich sie an, doch sie lachen mich aus, wollen mich zermürben und haben sichtlich spaß daran. ich erhöhe meine tägliche dosis chemikalien, doch es bringt nichts. wann werden sie aufhören? ich habe extra wegen ihnen meine lebensgewohnheiten umgestellt: nikotin nur noch in homöopathischen dosen, vitamine in rauhen mengen, mehr als zehn stunden schlaf. doch eines werden sie nicht schaffen: mich zum arzt zu prügeln und mich krankschreiben zu lassen! basta.

    wenn man in der größten stadt der republik wohnt, bekommt man öfters mal besuch. diesmal waren es westdeutsche, genauer: hamburger. eh, zeig uns doch mal die stadt, wie man weggeht und so. den tip gekauft, reingeschaut und ab nach mitte. man will ja zeigen, was so geht. und was machen unsere hamburger? freuen sich wie atze über die preise und fühlen sich wie auf dem polentrip. na toll. lachen über die clubs und über die musike die da läuft. dabei sind sie schon gegen zwei ins hotel abgezischt. der unerschrockene pixelroiber ist natürlich wieder länger geblieben. und siehe da, es wurde noch richtig spannend. aber das nur am rande, glaubt ihm ja wieder keiner. IMG_8966am nächsten tag will er es ihnen heimzahlen und macht das volle touri-programm. treffen am hauptbahnhof und dann nichts wie ab in die menge. zu allem unglück ist noch planet pro berlin. eine art loveparade, nur kleiner(?) und niedlicher. egal, danach ins holocaust-mahnmal, die übliche betroffenheit und ein paar bilder. IMG_8932und jetzt nüscht wie ins sonycenter. die neue reflex ist auch echt schick. einen dunkin donuts kaffee und dann noch auf der wiese über die unterschiede berlin-hamburg geredet. kann es denn wirklich sein, dass die da die bessere musike haben? bessere labels, indie-bands und clubkultur? immerhin schmeckt die currywurst ähnlich, das mussten selbst die hamburger zugeben. und ganz am ende gabs auch noch die anti-israel-demo am potsdamer platz. IMG_8947doch dafür fehlte dann doch die zeit, die beiden wollten ja unbedingt zum peter doherty lookalike contest in hamburg. super. da schaut man schon neidisch auf die elbmetropole.

    CRW_7578wir verließen sie stadt für unseren trip und kehrten als vollkommen andere menschen wieder. billy, john und mary hatten keine lust und so fuhren wir allein. es war frühmorgens, die sonne flutete den horizont, unsere sonnenbrillen saßen perfekt. die ganze nacht hatten wir an dem plan gearbeitet und nun war es soweit. wir waren auf der straße und fühlten uns großartig. aufgepeitscht mit einer menge kaffee, adrenalin und den letzten rest der verzweiflung einer durchzechten nacht. ohhh, wir waren die größten. seit einer stunde waren wir jetzt unterwegs und kelly meinte, wir müßten mal anhalten. nur so, einfach in der wüste. ich ließ den wagen ausrollen und wir stiegen aus. inzwischen flimmerte die sonne auf dem asphalt und brannte unerbittlich auf unsere schädel. ich schaute sie an und sie grinste dämlich. texas ist groß, wir haben eine lange strecke vor uns und hier ist das verdammte ende der welt, warum wolltest du aussteigen, kelly-baby? sie zuckte mit den schultern und schaute an mir vorbei. ich spürte das auto hinter mir, mehr als ich es hörte.

    CRW_7581es kam näher, wurde langsamer und hielt an. ein abgewrackter benz mit getönten scheiben. die tür öffnete sich und raus stieg der schrägste vogel, den ich jemals sah. er sagte nichts, aber an seine visage werde ich mich immer erinnern. noch heute, jahre danach, wache ich schweißgebadet auf, weil ich wieder und wieder an ihn denken muss. es war kein grinsen, es war eine grimasse und am leuchten seiner augen erkannte ich sein drogenproblem. quälende sekunden lang sagten wir nichts. kelly rutschte näher an mich heran und aus den augenwinkeln nahm ich ihre angst wahr. plötzlich drehte der typ sich um richtung wüste und ging. ging seinen weg, immer richtung horizont. wir sagten nichts und schauten ihm lange nach, bis er nur noch ein glitzernder punkt in der umgebung war. irgendwann erwachten wir aus unserem schock und durchsuchten sein auto. nichts. nicht mal zigaretten. dann fuhren wir weiter, es war einfach unheimlich. kelly zitterte am ganzen körper und mich überkam dieser archaische beschützerinstinkt. ohhh, wie fühlte ich mich auf einmal gut. willstn bier? fragte ich und steuerte die nächste tanke an. dabei muss ich wohl zu schnell gefahren sein. fühlte mich zu sicher. das blaulicht im rückspiegel nahm ich wohl erst nach mehreren minuten wahr. es gab keinen ausweg, ich musste anhalten.

    CRW_7580langsam quälte sich der fette bulle aus seinem wagen, musterte mein nummernschild und schwankte zur fahrertür. ein zombie von einem kerl. officer? fragte ich und schob meine sonnenbrille in die fettigen haare. gut, er machte seinen job, er war verdammt gut. mir zitterten die knie. aber etwas war in seinen augen, ich weiß bis heute nicht was. ich hatte angst und kelly war inzwischen ein kleines häufchen elend. er zockte uns ab. wir waren anfänger, blutige anfänger, es war sein revier und wir waren eingedrungen und hatten uns nicht an die spielregeln gehalten. aber wir durften weiterfahren, krochen förmlich zur tankstele und tranken bier. kaltes texanisches bier. es rannte die kehle hinunter und wir fühlten uns besser, kelly lachte sogar wieder ihr unwiederstehliches lachen. ohhh, wie ich sie dafür immernoch liebe. aber irgendwann mussten wir weiterfahren, immerhin hatten wir unseren plan! und da gab es nichts zu ändern. beschlossen ist beschlossen und ein mann muss tun, was ein mann tun muss. die musik kroch aus den lautsprechern und wir rollten in der größten mittagshitze. der motor schnurrte und wir kamen gut voran. gedankenblitze schossen mir durch den kopf. was ist, wenn wir das nicht durchhalten. warum hab ich sie damit hineingezogen? aber was sollte ich tun, sie wollte doch unbedingt mit! da tauchte vor uns auf der straße eine eigenartige konstellation auf. was war das?

    CRW_7582eine karawane? hier? jetzt? zwei stämmige männer in weißen umhängen mit einem kamel. ich gab gas und raste an ihnen vorbei in dem glauben, den größten unsinn des heutigen tages schon hinter mir zu haben. die drogen der nacht verloren sich langsam und ich wurde nüchtern, das machte mich fertig. aber wir konnten uns jetzt nicht gehen lassen. immer weiter, weiter. es war ein drang und es gab kein zurück mehr. jetzt nicht mehr…

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