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eigentlich wollte ich nichts schreiben zu anti-amerikanismus, antisemitismus, rassismus und russenhass. aber es ist wohl nötig: hört auf, eure persönliche unzufriedenheit in geopolitischen und religiösen konflikten zu katalysieren. klar ist alles scheiße, was in der welt passiert. aber es hilft niemandem, wenn ihr die platten erklärungsversuche der medien noch weiter abstrahiert und längst überwunden geglaubte feindbilder beschwört.

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denkt nach und ignoriert propaganda, zeigt mit dem finger auf die hetzer, egal wo sie sitzen. die welt ist komplexer als dass man sie in gut und böse klassifizieren kann. schafft geheimdienste und rüstungskonzerne ab.

in diesem sinne: https://www.youtube.com/watch?v=rwj6SoWMfXQ

SPON hat einen gebürtigen Weddinger in Nahost aufgespürt:

Für den israelischen Major war Deutschland nicht immer gut. Shalicar ist in Berlin geboren und aufgewachsen, als Sohn iranischer Einwanderer im Wedding. Als Teenager machte er Karriere als Kleinganove, bevor er gerade noch das Abitur schaffte. Nirgends fühlte er sich angenommen, sagt er. Für die Deutschen war er der Ausländer, für die arabisch- und türkischstämmigen Jugendlichen im Wedding der Jude. Die Erfahrungen hat er sich in einem Buch von der Seele geschrieben.

wird gemeinhin mit Auslandsrückholung übersetzt, das trifft es aber nicht ganz. wikipedia schlägt weiter vor: “die Vertreibung der polnischen Bevölkerung aus den von der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg annektierten polnischen Ostgebieten, siehe Repatriant” das bekommt ein ganz eigenes geschmäckle nach der lektüre dieses spiegel-artikels (“Zwei israelische Minister forderten am Sonntag die direkte Repatriierung des mutmaßlichen Mossad-Agenten.”). und überhaupt diese ganze geschichte vom verhafteten mossad-agenten in polen auf wunsch der bundesrepublik! das stinkt doch zum himmel. seit wann verhaftet die polizei spione?

Eigentlich wollte sollte hier ein Beitrag stehen über den aktuellen Nahostkonflikt und über den Tatort letzten Sonntag. Ein Pamphlet gegen die Ignoranz und Unmenschlichkeit. Ein Rundumschlag. Gegen alle Beteiligten. Weil es keinen Sinn macht, Partei zu ergreifen. Die Wörter gären nur so in mir und wollen aufgeschrieben werdern. Und je mehr ich darüber lese, je mehr Nachrichtenbilder ich sehe, desto höher steigt die Wut. Wut über so viel Intoleranz, über die verquere Logik von Religionen. Und Wut auch über die eigene Machtlosigkeit. Aber meine Wut hilft niemandem (genausowenig wie meine Worte jemandem helfen). Immerhin geht es nicht nur mir so.

Was aber hingegen in diesem sogenanntem Internet zu lesen ist an so manchen Stellen übersteigt dann doch die Vorstellungskraft. Bitte aufschreiben: Islamophobie ist Rassismus. Kritische Auseinandersetzung jedenfalls geht anders. Ich verzichte jetzt auf Links, muss ja nicht sein. Aber ich schäme mich für so viel geistigen Dünnschiss in den Blogs und Foren. Geht mal wieder raus. Das hilft.

flickr-userin Davi24 veröffentlicht Bilder von weiblichen Polizistinnen der Israeli Border Police (Magav). In Uniformen! Und nun könnte man stundenlang über israelische Grenzpolitik im Speziellen und den Nahost-Konflikt im Allgemeinen diskutieren – eines steht aber fest: Hübsch sind die allesamt. Hier noch ein Video der Grenzpolizei:

[youtube 4fondmKcVqo]

Und jetzt hoffen wir mal alle auf ein bisschen mehr Frieden und Toleranz. Ist ja schließlich bald Weihnachten und Chanukka.

wenn man in der größten stadt der republik wohnt, bekommt man öfters mal besuch. diesmal waren es westdeutsche, genauer: hamburger. eh, zeig uns doch mal die stadt, wie man weggeht und so. den tip gekauft, reingeschaut und ab nach mitte. man will ja zeigen, was so geht. und was machen unsere hamburger? freuen sich wie atze über die preise und fühlen sich wie auf dem polentrip. na toll. lachen über die clubs und über die musike die da läuft. dabei sind sie schon gegen zwei ins hotel abgezischt. der unerschrockene pixelroiber ist natürlich wieder länger geblieben. und siehe da, es wurde noch richtig spannend. aber das nur am rande, glaubt ihm ja wieder keiner. IMG_8966am nächsten tag will er es ihnen heimzahlen und macht das volle touri-programm. treffen am hauptbahnhof und dann nichts wie ab in die menge. zu allem unglück ist noch planet pro berlin. eine art loveparade, nur kleiner(?) und niedlicher. egal, danach ins holocaust-mahnmal, die übliche betroffenheit und ein paar bilder. IMG_8932und jetzt nüscht wie ins sonycenter. die neue reflex ist auch echt schick. einen dunkin donuts kaffee und dann noch auf der wiese über die unterschiede berlin-hamburg geredet. kann es denn wirklich sein, dass die da die bessere musike haben? bessere labels, indie-bands und clubkultur? immerhin schmeckt die currywurst ähnlich, das mussten selbst die hamburger zugeben. und ganz am ende gabs auch noch die anti-israel-demo am potsdamer platz. IMG_8947doch dafür fehlte dann doch die zeit, die beiden wollten ja unbedingt zum peter doherty lookalike contest in hamburg. super. da schaut man schon neidisch auf die elbmetropole.