Warning: array_push() expects parameter 1 to be array, null given in /data/web/1/000/042/814/158083/htdocs/blog/wp-content/themes/simplenotes/functions.php on line 201
2011 – roiberhöhle

roiberhöhle

das richtige blog fürs falsche leben

Filmkritik: Mindnight in Paris (2011)

Apr
09
Ich glaube, ich komme langsam ins Alter, in dem man Woody Allen-Filme versteht. Das kann man auch gut finden. Vorliegender Fall ist ganz nett, hatte mir aber mehr erwartet. Die Lovestory um die frisch Verlobten, die mit ihren Eltern aus den USA nach Paris kommen und sich auseinanderleben, ist ganz witzig. Die Geschichte um die nächtlichen Trips in die Pariser Vergangenheit mit den ganz Großen der 20er Jahre dagegen ist toll. Literarische Zeitreise zu den Koryphäen. Das macht Spaß, ist großartig und überzeugend gespielt.

Ein netter Film, ja. Aber kein Überflieger und eigentlich auch keinen Oscar wert. Aber vielleicht bin ich ja doch noch zu jung für Woody Allen.

Filmkritik: Rum Diary (2011)

Dec
30
verfilmung eines romans von Hunter S. Thompson. wenig story, aber tolle ausarbeitung der charaktere. kommt an fear and loathing in las vegas natürlich nicht ran, sollte man aber mal gesehen haben. wichtig für die amerikakritiker unter uns: hart formulierte und offene kritik an der amerikanischen politik und dem american way of life.

[xrr rating=5/7]

Filmkritik: Hotel Lux (2011)

Dec
30
toller deutscher film über einen mittelmäßigen schauspieler, der von den nazis verfolgt, in moskau landet und der astrologe von stalin wird. viel charme und witz mit überraschend harter (berechtigter!) kritik an den sowjetischen verhältnissen der dreissiger und vierziger jahre.

[xrr rating=5/7]

Filmkritik: Drive (2011)

Oct
08
toller film über einen, der doch nur auto fahren will, sich aber in eine mafiöse struktur einparkt und da nur durch rohe gewalt wieder rauskommt. man hätte die schmalzszenen rauslassen können (und die hässliche jacke mit dem skorpion), ansonsten ist er sehr ruhig, stilvoll und spannend.

[xrr rating=6.5/7]

[youtube P9yB4LUVeCI]

Filmkritik: Ziemlich beste Freunde (2011)

Aug
27
ziemlich guter film über einen vermögenden, der im rollstuhl sitzt und nun einen neuen betreuer findet, der so ganz und gar keine erfahrung vom job hat, dafür umso mehr vom leben. bisschen wie im märchen. oder wie beim prinz von bel air. aber beruht auf einer wahren geschichte – manchmal ist das leben eben so. gut und überzeugend gespielt, wird nicht langweilig.

[xrr rating=5.5/7]

Filmkritik: Prophezeiung der Maya / Doomsday Prophecy (2011)

Feb
20
der wohl schlechteste film aller zeiten nimmt den diesjährigen geplanten weltuntergang zum anlass, um seine ganz eigene version des verderbens zu erzählen. alle wollen den zauberstab vom bestsellerautor, um in die zukunft zu gucken. eric und brooke machen sich auf den weg in den wald, um den stab den statuen in den kopf zu stecken, weil nur so die erde gerettet werden kann, wegen der parallelität der galaxienäquatoren, ihr wisst schon. dazwischen tut sich schon die erde auf, schlechtere spezialeffekte waren selten. und der pöse agent der regierung versucht auch noch die beiden zu töten, um an den stab zu kommen. was für ein quark.

[xrr rating=0.5/7]

Filmkritik: Hangover 2 (2011)

Jan
17
der nachfolger überrascht leider nicht mehr so richtig, einfach eine verlängerung des ersten teils, diesmal in thailand statt in las vegas. aber ansonsten nicht viel neues, gelacht wird trotzdem, zu komisch ist vor allem Zach Galifianakis, die anderen charaktere reichen da bei weitem nicht ran. wikipedia hat noch eine schöne kritik aus der SZ verlinkt:

“Er ist eine Art Meta-Komödie. Bereits im ersten Teil ging es um den Versuch, sich an den Abend vorher zu erinnern. Der zweite Teil ist also eine Rekonstruktion dritter Ordnung: Die Jungs versuchen einen Abend zu rekonstruieren, der die Rekonstruktion eines Abends war, den sie nur aus Rekonstruktionen kennen.”

[xrr rating=4/7]

Filmkritik: Polnische Ostern (2011)

Jan
16
ziemlich enttäuschendes und langweiliges stück über deutsch-polnische familienbande (eine sog. Culture-Clash-Komödie).

ungefähr so wie am ende kommen touristen von 2007, also kein großer wurf. und henry hübchen als rührseliger piefke, der zum wilden stecher mutiert, nervt auch gewaltig.

ansonsten ein paar klischees und schöne bilder vom kaputten und religiösen polen. oder, in den worten von welt.de:

So arbeitet sich der Film zäh bis zur kaum überraschenden und umso erschreckenderen Pointe durch: Mit deutschem Geld ist auch in Polen so etwas wie ZDF-kompatibles Familienglück möglich.

[xrr rating=3/7]

Filmkritik: Almanya – Willkommen in Deutschland (2011)

Jan
04
ganz witziger film über die geschichte einer türkischen gastarbeiterfamilie. über identität, heimat, sprachwirrwarr und die fremde. schön umgesetzt mit vielen kleinen details und authentischen schauspielern.

mehr leider nicht, der film bemüht sich zwar die geschichte der gastarbeiter ungeschminkt darzustellen, in der folge wird es aber sehr kitschig und bunt und alles ist irgendwie in ordnung und integriert. dass die wirklichkeit anders aussieht, wird ausgeblendet. schade, ein bisschen mehr kritik hätte dem film gut gestanden.

[xrr rating=5/7]

Tatort: Das Dorf (2011) – Murot

Dec
05
nach dem schlechten ersten fall mit Ulrich Tukur nun der zweite um einen mysteriösen selbstmord in der provinz. düster, beklemmend, verstörend. david lynch trifft edgar wallace.

die dorfbewohner mauern, der tumor spricht, die polizei ist korrupt und die kessler zwillinge tanzen – ein absurder, abgefahrener und dunkler tatort seit langem. diese woche noch schnell in die mediathek

+++ Erstausstrahlung: 04.12.2011 +++ Link +++

[xrr rating=7/7]

Tatort: Ein ganz normaler Fall (2011) – Leitmayr & Batic

Nov
28
ein mord in einer synagoge. ein schwieriges thema, sehr viel fingerspitzengefühl und dann meta-meta diskussionen. die auflösung dann banal und langweilig. Leitmayr und Batic gewohnt grantig und trockenhumorig zueinander. ansonsten nicht viel neues.

+++ Erstausstrahlung: 27.11.2011 +++ LINK +++

[xrr rating=5/7]

Filmkritik: Le Havre (2011)

Nov
06
ein märchen. alles ist alt, im stil von 50er-jahre filmen, die charaktere sind betagt und leben in ihrer eigenen welt. ein schuhputzer – das schon ein anachronismus für sich – muss seine frau ins krankenhaus bringen und nimmt einen jungen auf, der als illegaler immigrant vor der polizei flüchtet. um dessen ausreise nach london zu finanzieren, wird ein konzert organisiert. mehr passiert eigentlich nicht. dazwischen wunderschöne bilder und dialoge. ein film über das gute im menschen und dem zweifel am system (hier: migrationspoltik der EU).

und es bleibt viel raum für interpretation, nicht alles ist so klar, wie es scheint. ob das ende ein traum ist oder realität? auf jeden fall: ansehen.

[xrr rating=9/10]

[youtube phjL9bP28FE]

pixelroiber rezensiert wahlplakate #7

Aug
08
berlin-wahl am hauptbahnhof (august 2011)

der wutbürger wird abgeholt, seine innersten ängste werden zitiert, am schlafittchen wird er gepackt und mit sanften parolen geschüttelt (“da müssen wir ran”, “mieter schützen”). keine antworten, nur vage andeutungen. da wird er schnell zum weichgespülten wurstbürger. einzig die cdu kontert mit einer konkreten ansage: “echt stark” und könnte auch für eine fußpilzcreme werben. fehlt eigentlich nur noch tiernahrung, für die es keine wahlversprechen gibt.

Tatort: Der illegale Tod (2011) – Lürsen & Stedefreund

May
15

frau lürsens tochter ist nun ihre chefin, stedefreund trinkt zuviel und kann sich an nichts erinnern, die wasserpolizisten vertuschen einen zusammenstoß mit flüchtlingen im mittelmeer, eine frau verliert dabei mann und tochter und will sich (scheinbar) an den verantwortlichen rächen. ein tatort mit großen aktuellen themen, vielen dramatischen bildern und keiner lösung am ende. aber spannend und dicht erzählt.

komisch nur, dass anne will lieber über griechenland und den euro reden wollte statt über die brachiale einwanderungspolitik der EU.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 15.05.2011

[xrr rating=6.25/7]

Tatort: Herrenabend (2011) – Thiel & Boerne

May
05

klassischer münsterfall, in dem die ermittlungen platz machen müssen für allerlei spaß und klamauk. fast (aber nur fast!) schon ein bisschen ausgelutscht. ein geschäftsmann stirbt, ermordet von einem politiker, der bereits selbst für tot erklärt wurde. von boerne, der verzweifelt, will sich den fehler nicht eingestehen und ermittelt mit. dazwischen noch die tussi von der steuerfahndung, in die sich thiel ein klein wenig verliebt. süß. und die korrupte staatsanwältin, die den kartoffelkönig deckt.

nette unterhaltung, aber lange machen sie es nicht mehr, glaube ich.

[xrr rating=6.5/7]

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 01.05.2011

Tatort: Edel sei der Mensch und gesund (2011) – Ritter & Stark

Apr
04

Frontalangriff aufs Gesundheitssystem: Die Kassen bezahlen nicht alle Leistungen, die benötigt werden, sondern nur die billigsten Medikamente. Ein alter Arzt in Berlins diesmal gar nicht so szeniger Mitte zahlt drauf und den Patienten geht es besser. Blöderweise stirbt aber einer und nun ermittelt die Mordkommission.

Ganz schön ruhiger, nachdenklicher Tatort, auch Felix Stark hat Beschwerden. Ritter verguckt sich in Susanne, lässt es aber wieder, als er ihr krankes Kind bemerkt. Nicht sehr schön, aber wahrscheinlich nah an der Realität.

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 03.04.2011

[xrr rating=5/7]

Tatort: Im Netz der Lügen (2011) – Blum & Perlmann

Mar
28

nur mit halbem auge gesehen, deswegen ohne wertung. ging wohl um eine vergewaltigte richterin und pösen internet-chat und die vorteile eines offenen wlans. meinungen anyone?

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 27.03.2011 +++

Hier schreibt der Kulturpessimist noch selbst (#14) – Plattenkritik

Mar
22
The Strokes – Angles (2011)

das lang erwartete album ist nicht mehr als ein permutatives prozessklassen-hilfskonstrukt. dabei errinerten sich die garagenrocker ihrer abendländischen erinnerungsverpflichtungen und erschufen eine psychohygienische persönlichkeitsverdichtungsmaßnahme, die ihresgleichen sucht. die aufgabe war von anfang an definiert, die erwartungen entsprechend hoch: die schlichte notwendigkeit mit allem nachdruck alle ressourcen auszuschöpfen. doch die letzten alben wugten schwer, die konstruktive vergangenheitsakzeleration war allgegenwärtig. die zwanghafte intelligenzisometrie der verhaltenstherapeutischen bulimieidealisierung schwub wie ein damoklesschwert über der gruppierung. jedoch! herausgekommen ist eine art komplexe dunkelfeldpipeline, ein dosiertes tangentialsediment – wie so oft im leben führt die themenzentrierte regionaldeeskalation zu erfolg – schwerlich zwar, doch immerhin.

und zwar schön trotzig-gelangweilt, so dass einem die welt nervöse blasiertheit als informierte lebensmüdigkeit durchgehen lässt.

danke, danke, danke.

Tatort: Mord in der ersten Liga (2011) – Lindholm

Mar
20

Mäßiges Stück um Homosexualität im Profifußball. Einer wird ermordet und keiner wills gewesen sein. Frau Lindholm hat einen neuen Kollegen. Mehr gibts eigentlich nicht zu erzählen.
Der Stern dagegen ganz euphorisch:

“Es prickelt zwischen der toughen, aber irgendwie doch einsamen Kommissarin und dem toughen, aber irgendwie auch einsamen Journalisten – und beide trauen sich nicht, es sich einzugestehen. Genauso wie offen bleibt, was zwischen den beiden nun ist, bleibt offen, ob der Zuschauer Jan Liebermann im nächsten Lindholm-Fall wiedersehen wird. Danke auch dafür, werte “Tatort”-Macher.”

+++ Erstausstrahlung: 20.03.2011 +++ LINK +++

[xrr rating=2/7]

Tatort: Tödliche Ermittlungen (2011) – Odenthal & Kopper

Jan
02
Der erste Tatort des Jahres spielt wieder im Umfeld einer Polizeischule. Solides Stück um Drogenhandel und Geklüngel ohne Höhen und Tiefen. Koppers Auto steht öfters im Halteverbot. Mehr Spannung war leider nicht.

[xrr rating=4/7]

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 02.01.2011

Danach gabs einen Donna Leon, aber der war noch schlechter, nicht der Rede wert.