super-homem

in der altstadt von lissabon, ziemlich weit unten, fast am tejo, da wohnt spiderman in der hausnummer 40. seinen kram hat er zum trocknen aufgehangen, wie man das eben macht in dieser stadt. und wie üblich steht er sicher in einem der zahlreichen cafés, gönnt sich pastéis und kaffee.

ps: nicht mit diesem einbrecher verwechseln.

Innsbruck im August 2017

Einmal willst du leben in Rom,
einmal willst du nach Berlin,
einmal willst du leben auf Hawaii,
sterben wirst du leider in Wien,
da g'hörst du hin.
Bleib wo du warst, geh nicht hinaus
(Wanda)

Grüße Gott.

Innbruck, Hauptstadt Tirols, gewaltige Berge türmen sich auf, nach Italien ist es nicht weit, nach Wien braucht man über vier Stunden. Viele Studenten und Touristen bevölkern die Stadt zwischen mittelalterlicher Bausubstanz, Brutalismus und Moderne. Die Autobahn zum Brenner schraubt sich viaduktisch durchs Stadtgebiet in die Berge, die Sonne knallt unerbittlich im Sommer, oder es hängen tiefe dicke Regenwolken über dem Inntal.

Österreich ist ein schwieriges Urlaubsland, da man nahezu die Sprache versteht, in Euro zahlt, die Läden und Produkte sich ähneln bis nahezu identisch sind. Anderseits gibt es beeindruckende Natur und vieles ist auch merkwürdig fremd. Vielleicht sollten wir wirklich mal länger dahin.

street art d’italia

gar nicht so einfach, zwischen den historischen gebäuden auch noch streetart zu finden, meist sind es paste-ups; graffitis gibt es keine, zumindest nicht in den altstädten. in arezzo und firenze fielen die sachen von blub auf (mehr hier):





auffällig waren auch die verschönerungen der verkehrsschilder:





und es gab einiges gemaltes, also noch richtiges handwerk:

#urad

wir waren in urad, der polnischen seite des dörfchens aurith. beide dörfer sind durch die oder getrennt, früher gab es eine fähre, seit 1945 nicht mehr. wir lasen darüber vor jahren in einem schönen büchlein von Tina Veihelmann.

wir sitzen auf der kaimauer und der wind bläst ordentlich, die oder fließt schnell und ist auch ganz schön voll.

drüben ist deutschland, ab und zu kommen dort menschen, stehen ebenfalls auf der kaimauer und blicken zu uns herüber, gehen wieder. auf unserer seite kommt niemand, wir bleiben alleine. eine schwanenfamilie passiert den grenzfluss, ohne sich über die komplexe deutsch-polnische geschichte gedanken zu machen. ein wassermotorrad lärmt vorbei und durchbricht das idyll. sonst fahren keine schiffe.

vor jahren haben wie mal eine brücke bauen wollen und sind gescheitert. eine fähre gibt zur zeit nur einmal im jahr zum sommerfest. offenbar wird sonst keine gebraucht.

animierte fichten

vor dem hotelfenster erstreckte sich ein für das riesengebirge typischer fichtenwald. zu verschieden tageszeiten und witterungsbedingungen photographiert, ergibt sich ein stimmungsvolles bild aus 21 einzelbildern.

#Szrenica

Wir fahren von Szklarska Poreba (Schreiberhau) mit dem Lift auf den (die?) Szrenica (Reifträger) – immerhin 1362m hoch. Oben überblickt man Riesengebirge, die polnisch-tschechische Grenze und die Täler. Es ist sonnig, aber langsam ziehen Regenwolken auf. Nur wenige Wanderer sind unterwegs an diesem Pfingstmontag. Am Gipfel steht eine Baude und eine Wetterstation. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg nach unten. Einem gepflasterten Weg, es ist anstrengend, ungefähr zehn Kilometer bergab, sodass wir am nächsten Tag noch Muskelkater haben werden. Wir kommen am Wodospad Kamienczyka (Zackelfall) vorbei, den hatten wir uns vor Jahren bereits angesehen.

stahlwerker

am düsseldorfer hauptbahnhof hängen zwei reliefs:

sie erinnern an das ehemaliges Poensgen’sche stahlwerk, das in den achtzigern abgerissen bzw. umgesiedelt wurde. der angrenzende Bertha-von-Suttner-Platz wurde ebenfalls in dieser zeit gestaltet, die scheiben sind etwas ungeputzt:

kroatienlogs #4: rabac

im sommerurlaub ’14 benutze ich irgendwelche komischen filter auf dem telefon. inzwischen wirken sie seltsam authentisch und original. wir sind in rabac auf istrien. vor uns waren hier: venezier, franzosen, österreicher, italiener, nazis, allierte, jugoslawen (tito) und jetzt kroaten. von der reichen geschichte sieht man wenig, es ist eher touristisch.

#templogs

waren Sie schon mal in templin? in der uckermark, auf halbem weg zur ostsee. mühsam zu erreichen, aber nett anzuschauen. sogar die stadtmauer steht noch. ist natürlich totale provinz, da muss man vorbereitet sein, dass man nicht depressiv wird, zumal im spätherbst. überm see liegt der nebel, der weihnachtsmarkt ist wie überall. kleine einzelhändler überleben, weil die bevölkerung aus den umliegenden dörfern zum einkaufen her kommt. touristen sieht man wenige, im dezember offenbar keine saison. schauen Sie sich das an, aber erwarten sie nicht zuviel.