impressiv

die ausstellung läuft ja schon eine weile. und da es ja quasi um die ecke ist, sollte man mal hingehen. hab schon die moma verpasst. aber lauschen wir doch mal in die pressemitteilung des MET:
The Masterpieces of French Painting from The Metropolitan Museum of Art: 1800-1920
A selection of 135 masterpieces from the Metropolitan Museum’s treasured collection of French painting—including works by Bonnard, Cézanne, Corot, Courbet, Degas, Van Gogh, Ingres, Manet, Matisse, Monet, Picasso, and Renoir—will be lent exclusively to the Museum of Fine Arts in Houston and the Neue Nationalgalerie in Berlin while the Met’s galleries undergo renovation. The Berlin venue will also feature 15 French sculptures, including 9 works by Rodin. The Museum of Fine Arts, Houston February 4-May 6, 2007 The Neue Nationalgalerie, Berlin June 1-October 7, 2007
(nebenbei bemerkt, die url metmuseum.org klingt für regelmäßig-mittelalter-besuchende ohren irritierend. an dieser stelle also die bitte an die verantwortlichen: ändert das.) ich habe ja mal in kunst studiert eine abiturprüfung gehabt. so schwer war das nicht. der praktische teil bestand aus meiner speckstein-käthe-kollwitz (verschollen) und der theoretische aus meinem monolog über impressionismus. und jetzt sieht der geneigte leser auch, warum gerade ich prädestiniert bin, diese ausstellung zu rezensieren. and here we go: die impressionisten malten nicht, sondern tupften. sie setzten farben viel geschickter ein als ihre vorgänger. sie waren viel draußen dabei und hatten auch die hübscheren frauen (wahrscheinlich). wen das jetzt wirklich interessiert, der liest bitte woanders weiter. der studentische eintritt von 5€ (normal: 10€) ist angemessen, allerdings bekommt man im originalmuseum für $10 (studenten-rabatt, normal: $20) erheblich mehr zu sehen. voll war es jedenfalls nicht gestern abend. so normalvoll eben. das ticket-system ist ziemlich einfallsreich. oder einfältig. wird auch von der telekom gepowert. war ja klar. zwanzig minuten entspannte wartezeit sind okay. und dann die bilder. los gehts wohl mit den vorimpressionisten. die knaller kommen erst am ende. die rahmen passen irgendwie nicht zu den bildern. da hat wohl jemand nicht aufgepasst. man kann richtig nah ran und die pinselbewegung nachempfinden. wuhu! aber mal im ernst: so richtig rocken die bilder nicht mehr nach über 100 jahren. unsere wahrnehmung hat sich massiv verändert, die darstellung von situationen und gefühlen haben wir längst schon überzeugender gesehen und die meisten bilder dort hätte ich nochmal mit photoshop überarbeitet… aber mich fragt ja wieder keiner. vileleicht muss man die bilder auch im damaligen zeitlichen kontext rezipieren…blabla. viel interessanter sind dagegen die besucher. was gibt es da alles zu sehen und zu beobachten. großartig. alte alternativos, die vor ihren gealterten freundinnen mit fachwissen glänzen, junge kunststudentinnen, die ganz verzaubert vor den meisterweken stehen. männer, die mit dem audioguide im sessel eingeschlafen sind. alte frauen, die kaum noch laufen können, und allerlei mehr figuren. es! lohnt! sich! wirklich! und am besten donnerstags kurz vor 21uhr hingehen! da ist es so gut wie leer. und eine stunde reicht für den normalinteressierten. // noch ein bericht // nett gemachte site der ausstellung //

2 comments

  • das wars, jetzt kommt nicht mehr viel. zeit also, zurück zu blicken. und weil wir hier sehr dienstleistungsorientiert sind, gibts die zwölf wichtigsten einträge mundgerecht serviert. nach meinem gutdünken selektiert. here we go:

    JANUAR: d[r]üseneffekt -> heute nachmittag – der lieblingseintrag der spamhorden. und am meisten geklickt. damals war sturm, besonders in den medien. und es war langweilig auf arbeit. am ende kam ich dann völlig durchnäßt zuhause an.

    FEBRUAR: ubahnfahren im fieberwahn IIIIIIIV – fast eine woche quälte ich mich krank auf arbeit und schrob darüber. kann man lesen.

    MÄRZ: chaostage hannover [fragmente] – cebit in hannover. ich war dabei und schreibe alles auf. sehr wirr.

    APRIL: ging dann los mit dem tagebuch eines innenministers und wurde politisch. das ist es bis heute. wobei ich ein ausgewogens themnsprektrum will aus politik und schwachsinn. kein gegensatzpärchen? na denn…

    MAI: inneres zerwürfniss – demonstrieren in zeiten des terrors. eine entscheidungshilfe.

    JUNI: bedenkliche nachrichten aus dem netz – flickr wurde böse und das internet verlor ein weiteres mal seine unschuld. trieb mich zeitwesie woanders hin, bin aber wieder zurück. ein bitterer nachgeschmack bleibt. und die erkenntnis, wieviel dynamik eine kritische masse an nutzern schaffen kann. auch negative für den jeweiligen dienst.

    JULI: impressiv – ich war im museum und muss darüber schreiben. reflektion 2.0 – so geht das.

    AUGUST: aus. vorbei. – der eintrag, als wo das internet starb. aber nur bei mir. manchmal erschrecke ich vor meinen eigenen gedanken.

    SEPTEMBER: fear and loathing in bad wimpfen – eine meldung über die Wimpfener Terror-Truppe (WTT), schließt mit der forderung überwachungsstaat! jetzt! so absurd kann das leben sein.

    OKTOBER:: strajk! – die bahn streikt irgendwie. aber die züge kommen an. nur später.

    NOVEMBER: hier schreibt der kulturpessimist noch selbst – sehr verkopfte abrechnung mit dem begriff flatrate.

    DEZEMBER: Hey little world! You know… – einmal mehr gedanken über netzkultur und die nutzer. ansonsten gabs nur weihnachtskalender.

Erwähnungen

  • pixelroiber
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