hund am völkerschlachtdenkmal in leipzig (april 2008)

ein drama in drei akten.

es spielen:

– kasper
– der unangeleinte American Staffordshire Terrier
– sein 60-jährger Besitzer
– Beamte des Abschnitts 54
– Diensthundführer der Direktion 2
– die alarmierte Feuerwehr

1. Akt.

Ort der Handlung: Kinderspielplatz im Sinsheimer Weg, Neukölln

friedlich wirkender spielplatz im hintergrund, weich gezeichnet, kasper tritt ins bild, singt, fragt die kinder nach ihrer anwesenheit, kasper ab,

bedrohliche musik, hundeknurren wird lauter, bellen aus dem off, schaukelqietschen, ein mann schreit auf, flucht

2. Akt.

kamera zoomt näher, totale auf die szene auf dem spielplatz, hund hat sich in schaukel verbissen, besitzer steht blutend daneben, musik wird hektischer, polizeisirenen im hintergrund, schreie, heran nahende polizisten, ihre hüte haltend, schreie, durcheinander, die szene wirkt leicht unübersichtlich, immer wieder wackelt die kamera, hektische schnitte, immer wieder auf den sich an der schaukel windenden hund, das schmerzverzerrte gesicht des besitzers, seine blutende hand.

3. Akt.

Totale auf den lauf einer pistole, ein schuss fällt. dann stille. totenstille. totale auf die gesichter der anwesenden. eine träne im auge einer polizisten, in zeitlupe knicken die beine des besitzers ein, er stürzt. ein klavierstück von yann tiersen klimpert im hintergrund, herannahende feuerwehrleute, kamera fährt langsam aus der szene, aus der ferne wirkt der spielplatz wie am anfang, nur der blutende hund in der mitte stört die idylle.

abspann.

die besten drehbücher schreibt nur die realität, ich sags ja immer wieder…

One thought on “Adventstürchen #17: auf den hund gekommen

  1. irgendwie fehlt hier die bauszene. zum ende hin etwas beklemmend. kein klassisches happy end, aber trotzdem nicht schlecht. als kurzfilm für cannes jederzeit ausreichend.

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