[historical bad wimpfen by allanimal]

sicherlich ist es nicht schwer, über die deutsche provinz zu lachen, insbesondere die schwäbelnde. schwieriger ist es aber, dialektisch geschickt die provinz zu verteidigen und gleichzeitig vermeintlich angesagtes stadtleben als provinziell zu brandmarken. und über die careweek wurde auch schon viel zu oft geschrieben. deswegen jetzt ein kleiner liebesbeweis an eine stadt, die ich wohl nie besuchen werde, oder vielmehr an ihre bewohner. der bad wimpfener ist nämlich ein außerordentlich engagierter mensch, organisiert er sich doch in vereinen mit lustigen namen (Morschbach-Deifel Guggenmusik, Zunftmarkt, WIMPINA, Großkaliber-Vereinigung Hohenstadt, Tabakbauverein(!), 1. Wimpfener Besen-Hexenzunft) oder gründet museen (schutzengelmuseum, schweinemuseum). trotz alledem bleibt noch genug zeit, ausgiebig zu feiern. da geht schon mal was verloren. egal. habe mir gerade mal die bodenrichtwerte angeschaut und nicht schlecht gestaunt. die erich-sailer-straße scheint ein sehr starkes soziales gefälle zu haben! wer weiß mehr?

unbedingt anhören und mitsingen: die wimpfener spaßfraktion :[audio:https://pixelroiber.de/audio/mit12jahren-bit.mp3]

wir sind die jugend aus bad wimpfen
geil vom kopf bis zu den strümpfen
freitag, samstag sind wir voll
ist das nicht toll
jede wirtschaft schickt uns weg
denn wir machen nichts als dreck
jetzt sagt weswegen sind wir hier
wegen dem bier

würde ich auch sofort unterschreiben. denn ein bischen bad wimpfen sind wir doch alle!

5 thoughts on “bad wimpfen is calling you

  1. Ich weiß nicht was Dich, lieber Pixelroiber so an Wimpfen fesselt, aber eines steht fest: Egal in welchem Artikel Du Wimpfen wieder erwähnst, egal was Du schreibst – es stimmt! Die Wimpfener sind ein nettes Volk, wenn auch etwas eigen, daher nennt man sie auch „Dobel“.
    Ach ja, noch etwas, was Du aber nicht wissen kannst…Wimpfen liegt genau an der schwäbisch-badischen Grenze. Die Wimpfener selbst sehen sich als Badener. Du solltest wirklich mal nach Wimpfen kommen und Dir das Städtchen anschauen. Schließlich kommen täglich mehrere Busse voller Japaner, die den weiten Weg auf sich nehmen – da sollte die Fahrt aus Berlin doch kein Thema sein, oder?

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