berlin-kreuzberg, sonntag. der boden zittert und die luft wirkt wie elektrisiert als der berliner chor vokalkolleg die ersten töne anstimmt. die anspannung des laien-chors ist spürbar. einige töne wirken verzerrt, doch das verzeiht das publikum schnell, erlebt es doch gerade jetzt einen großen moment der sonntag abend unterhaltung. die zuschauer sind zahlreich gekommen, ein bunt gemischtes volk. sie starren gebannt auf die sänger und sängerinnen und wenig später sind sie entzückt von der professionalität und gelassenheit der protagonisten.

über eine stunde liebeslieder, eine interessante mischung aus mehreren jahrhunderten, darunter Brahms, Cole Porter, Lennon/McCartney, um nur ein paar zu nennen. in der pause gibt es selbst gebackenen kuchen und interessante gespräche. die atmosphäre ist jetzt gelockert und es kann sogleich in die zweite runde gehen. nach standig ovations und der ein und anderen zugabe bleiben viele noch da und plaudern nett mitenander.

insgesamt ein gelungener abend, ein großes ereigniss für den chor und die zuschauer.

2 thoughts on “geschichten aus einer viel zu großen stadt pt. 5

  1. :o)

    bei unserem kirchenchor damals in siegburg gab es manchmal zeitungsartikel, aus denen klar hervorging, dass der journalist beim konzert nicht anwesend gewesen war. deine reportage ist dagegen ganz schoen gut gefaelscht. blosz, dass es wirklich leider nur eine einzige zugabe gab, da ist deine begeisterung wohl mit dir durchgegangen. sehr verstaendlich und erst recht verzeihlich.
    eine kleine ergaenzung: nach dem plaudern in der kirche konnte man noch beim italiener sehr fettige sachen zusammen essen.

  2. diese kritik macht es überflüssig, dabei gewesen zu sein…. sie schafft ein vom konzert unabhängiges kunstwerk. applaus applaus ;-)

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