Ein wenig bekannter Fakt in der Berliner Geschichte sind die sogenannten Fluchtunnel. Mitten im Kalten Krieg und auch noch Jahre nach dem Fall der Mauer konnten sich die Berliner so richtig auskotzen in den Fluchtunneln. Hier ging man hin, wenn man Wut im Bauch hatte auf die nahen Verwandten oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Man schrie sich die Wut aus dem Bauch und ging dann erleichtert und entspannt nach Hause oder in die nächste Eckkneipe. Hier war der Berliner unter sich, keine Touristen auf Bierbikes zu nervten.

Fluchtunnel im Natur-Park Schöneberger Südgelände (Aug 2009)
Fluchtunnel im Natur-Park Schöneberger Südgelände (Aug 2009)

Doch so mysteriös wie sie entstanden, verschwanden sie auch Ende des letzten Jahrtausends. Man munkelt, dass sich der moderne Bürger lieber in den Kommentarspalten von Nachrichtenportalen auskotzt statt in den Fluchtunneln. Somit ist auch dieses Stück Berliner Erlebnisgeschichte zu Ende gegangen.

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