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längst überfällig, social networks schaffen zwänge und fordern viel zeit. am ende ist man nur noch mit klicken beschäftigt. unschön.
[nachtrag am 30.08.10:] hier gibt es lustige grafiken zum thema. eine davon:
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(via s.)
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längst überfällig, social networks schaffen zwänge und fordern viel zeit. am ende ist man nur noch mit klicken beschäftigt. unschön.
[nachtrag am 30.08.10:] hier gibt es lustige grafiken zum thema. eine davon:
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(via s.)
Herr Gideon Böss hat die Königsdisziplin aller Berliner Journalisten und freien Autoren absolviert: Er ist eine Runde Ringbahn gefahren. Und er hat alles aufgeschrieben. Das klingt total spannend und investigativ, nicht. Zu allem Überfluss vergleicht er das kulturelle Leben im Zug auch noch mit den Privatsphäreneinstellungen von Facebook. Dabei kommt er zu einer bemerkenswerten Feststellung:
Verglichen mit der richtigen Welt ist das Internet ein ganz schön verklemmter Ort.
Würde ich sogar unterschreiben. Nicht jedoch seine Aussage, dass Social Networks anonymer seien als eine Zugfahrt. Mehr dazu in den Kommentaren zum Artikel.
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…wurde auch mal zeit.
mir kann man es auch nie recht machen: erst bin ich genervt von der politikverdrossenheit der bevölkerung und nun von der allgegenwart der parteien. überall machen sie wahlkampf, jetzt sogar im internet. im gleichen internet, das sie noch vor kurzem zu zensieren beschlossen haben. auf jeder zweiten seite blinkt und glitzert es, in jedem social dingsbums haben die kandidaten profile und es können fragen gestellt werden. das ist zwar bürgernah, aber wer verträgt schon so viel nähe? eigentlich sollte ich mich ja freuen, die graue masse wird politisiert und es ist der eindruck entstanden, dass aktiv an politischen entscheidungen mitgewirkt werden kann. aber ist das wirklich so? sind das nicht eher heerscharen von jungen, unschuldigen wahlhelfern, die die profile pflegen und betreuen. wird nun politik nicht mehr in hinterzimmern gemacht, in diskreter abstimmung mit lobbyisten? ich bin verwirrt.
übrigens: epetitionen, der wahl-o-mat und abgeordnetenwatch beschäftigen sich ausschließlich mit politik und gehören an dieser stelle gelobt.
Die Statistik zeigt, dass Nutzer, besonders junge, mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit auf einen Link klicken, wenn sie diese im Blog oder im Twitter-Strom einer Person vorfinden, der sie vertrauen.
[Seval Oz Ozveren, Vizepräsidentin für Finanzen und Geschäftsentwicklung bei Cuil]
wie hier, hier und hier nachzulesen ist, beschäftigen sich einige mit dem thema, was eigentlich passiert mit all den persönlichen daten und profilen im netz im falle des ganz persönlichen ablebens. da könnte man jetzt sagen, mir doch egal, bin ja dann nicht mehr. aber ist das wirklich so? einige seiten löschen nach inaktivität, andere nicht. und zugegeben, bizarr ist das schon, wenn man einen verstorbenen in seiner kontaktliste hat. zum glück gibt es nun dienste, die das für einen regeln und dezent löschen. müsste man sich nur anmelden vorher, noch zu lebzeiten. siehe links oben. da aber das social web von aktualisierungen und updates lebt, werden die daten schnell in vergessenheit geraten und nach unten rutschen in den suchergebnissen, das “problem” löst sich also von selbst. also bitte nicht überbewerten. und schön, dass wir mal darüber gesprochen haben…
heise berichtete heute über eine studie zum thema datenschutz in sozialen netzwerken. ihr wisst schon: freunde klicksen und dabei sein. ein thema, was wir schon öfters hatten. die studie selbst hinkt ein wenig, denn es wurden vorwiegend studenten befragt und nicht der “bevölkerungsdurchschnitt” (sic!). alles in allem sind den benutzern die regeln klar: veröffentliche nur, zu was du auch später stehst, es gehe um die “aufpolierte selbstdarstellung”. das ist ja alles gut und schön, könnte das aber mal bitte jemand der nächsten generation verklickern? denjenigen also, die mit dem internet aufwachsen. wann werden google-suchen in den lehrplan aufgenommen? in welchem fach wird diskutiert, welche auswirkungen der letzte komasaufenvideo-upload wohl haben wird? hier wird potenzial verschenkt, das internet ist ein werkzeug, nur droht es unterzugehen im allgemeinen rauschen der facebook-statusmeldungen. und ob twitter wirklich das richtige ist, um sich zu vernetzen, mag ich mal stark bezweifeln.
UPDATE :
hier gibts nun einen guten überblick über die rechtliche situation in sozialen netzwerken, insbesondere persönlichkeitsrecht und urheberrecht. sollte man gelesen haben. wobei sich die frage stellt, ob nicht die gegenwärtige praxis im netz diese offline-gesetze ad absurdum führt. da müssen auf jeden fall anpassungen vorgenommen werden, denn im grunde macht man sich ja derzeit fast stündlich strafbar. schön ist das nicht.
ach, das ist lange her. das muss so kurz nach dem krieg gewesen sein. da hatte man große graue kisten, die musste man mit dem telefon verbinden und sich einwählen und da hatte man dann das sogenannte internet. was es heute auch noch gibt. kennst du doch, da wo du dich mit deinen freunden unterhälst, information herbekommst und nachrichten liest. das war aber alles getrennt zu der zeit. man musste adressen eingeben und sich überall anmelden. auf sogennanten websites musste man umständlich seine freunde suchen und sie zu seinem persönlichen netzwerk hinzufügen. das war eine arbeit, sag ich dir. klick, klick, klick. zwar gabs schon kommentare aber irgendwann hat man die übersicht verloren und vergessen, wo man überall angemeldet war. eines der ersten netzwerke war myspace, doch das war dann irgendwann weg. es kamen und gingen ständig neue. grauenvoll und echte zeitfresser, allesamt. sag mal, hörst du mir überhaupt noch zu? was kommentierst du denn schon wieder?
der ureigentlichste dritte geburtstag des namens pixelroiber war gerade eben jetzt. denn im kalten februar des jahres 2006 war ich auf der suche nach einer sinnvollen beschäftigung. die habe ich nicht gefunden, dafür aber flickr. und so lud ich dann dieses furchtbare bildchen hoch und wartete was passiert:
es passierte genau nichts. aber ein paar wochen und dutzende bilder später kamen die ersten kommentare und kontakte. und so geht das bis jetzt. auch wenn es zur zeit sehr ruhig ist auf meiner flickr-seite. das wird schon wieder.
Ein neuer(?) Dienst, der ein altes Problem löst: backtype verfolgt für Dich sämtliche Kommentare, die Du irgendwo hinterläßt. So richtig Ergebnisse produziert das Ding nicht, aber vielleicht will sich das mal jemand genauer anschauen?
interessiert es eigentlich irgendwen, wenn flickr die startseite (resp. homepage) umbaut? ich habe mir das mal angesehen und kann keinen mehrwert erkennen. ok, die seite selber ist irgendwie dynamischer geworden. aber neue funktionen gibts keine. eine meldung ist das jedenfalls nicht wert.
was uns zu der frage führt, welche funktionen flickr denn noch bieten könnte. ich meine, die seite ist ein fotohostingdienst mit angeschlossener community und nicht andersherum. wäre in meinen augen eine sackgasse, wenn sie jetzt facebook oder myspace nachbilden würden. deswegen wünsche ich mir mehr funktionen zu fotos. fotos mehrdimensional referenzieren zum beispiel. also nicht nur verschlagworten, geotaggen und verlinken sondern auch noch in andere (evtl. selbst wählbare) beziehungen setzen. an dieser stelle vielleicht ein beispiel:
benutzer 1 postet ein bild von einem tisch mit einer vase drauf
benutzer 2 bekommt die vase geschenkt, stellt sie sich in die wohnung, fotografiert das und postet das bild. dann verlinkt er die beiden bilder mit eigenschaft=vase
klingt banal und unnötig. ist es aber nicht.
dann wäre flickr in meinen augen wirklich innovativ. meinungen dazu?
ufz, das war jetzt echt arbeit. große abmeldungsaktion jetzt. von diensten im netz, bei denen ich eh nicht mehr aktiv bin, die aber immer noch auf google im zusammenhang mit mir hochploppen. ist gar nicht so einfach das abmelden. das registrieren war immer einfacher. manchmal gibts einen knopf, oft muss man eine mail schreiben und dafür tief in den AGBs graben. das ist ärgerlich. aber es geht. hier bin ich nun nicht mehr:
dann waren da noch einige tote/verwaiste blogs bei wordpress. die haben sich nun auch gegessen. schön die bestätigungsmeldung:
Danke, dass du WordPress benutzt hast, dein Blog ist gelöscht worden. Machs gut, bis wir uns wiedersehen.
ich möchte den poligraphie-blog wiederbeleben und suche noch autoren – anyone interested? gibt auch backlinks…
ipernity ist für mich gestorben, aber ich kann mich nicht trennen. außerdem bin ich stark am überlegen, facebook abzuschaffen. studidings brauch ich (leider) noch für uni… darüber hinaus komme ich auch langsam ins xing-alter. qype nervt irgendwie, hab da aber viel inhalt reingesteckt. last.fm trackt meine tracks und liegt mir schwer am herzen, flickr sowieso. twitter dümplet so vor sich hin. dann noch ein paar dienste fürn arsch blog.
insgesamt will ich meine aktivitäten überschaubar halten. ist aber (fast) unmöglich.
…und ihr so?
Wir haben eine neue Jugendbewegung. Und diese Jugend muss sich dafür nicht einmal bewegen. Lassen wir sie einfach mal machen. Denn die Chefs, die sie mal haben werden, wenn die heutigen Entscheider den Weg alles Irdischen, Nicht-Digitalen, gegangen sind, waren auch alle mal jung und zwar mit ihnen zusammen. Die Politiker, die sie wählen, waren bei StudiVZ oder haben so getan, als würden sie auf die deutsche Fahne urinieren.
Und Google wird es beweisen können.
(Malte Welding erklärt peinliche bilder im netz und warum personalchefs auch nur menschen sind. lesebefehl!)
zugegeben, ich hab auch probleme damit, mich im netz darzustellen. vieles wird weggelassen, anderes getunt. nur ja nix peinliches für später veröffentlichen. aber im gegensatz zu manch gleichaltrigen die ich so kenne, bin ich schon eine netzhure. muss halt jeder für sich entscheiden, blabla.
und diese wahrnehmung hat sich eben verschoben. es sind wieder die jugendlichen, die lockerer damit umgehen. und weil es fast alle aus ihrer generation so machen werden sie auch niemals ein problem damit bekommen.
denn das schlimmste was uns passieren kann ist eine prüde und verklemmte gesellschaft. in der sich niemand was aufmüpfiges zu sagen traut.
überhaupt die jugend! wie sie alle lächeln und ihre glückshormone ausschütten! pah!
ach toll. facebook mal wieder. aber interessant auf jeden fall:
Was denken Menschen in Indien über die erhöhten Lebensmittelkosten, was Chinesen über die westliche Presse und was Muslima über Geert Wilders? Das Spektrum der Fragen und Antworten, die iThink dem User bietet ist ellenlang. Aber auch die Gefahr in einen leichtgläubigen Strudel an einseitig geglaubten Wahrheiten zu geraten ist sehr groß. [...] könnte allerdings schon jetzt zu einem neuen Suchtpotential im Internet werden. Zwar ist die Idee, Informationen und Meinungen von Menschen über so genannte Foren und Weblogs für User bereitzustellen schon mehr als 10 Jahre alt, trotzdem scheint diese erweiterte Form des globalen Denkens mit dem Boom sozialer Netzwerke ein neues Potential zu bekommen. (andersdenken 2.0)
gleich mal geklickt und mir angeschaut. klarer fall. und – natürlich – nach tibet gesucht. meinungen (zahlen in klammern die anzahl der abstimmungen und die zustimmung in prozent):
ok, reicht erstmal. sieht man schon: die nutzer der applikation (15.000 weltweit) sind nicht einer meinung. und schon garnicht unserer. das dingens hat in meinen augen sogar mehr potenzial als twitter und konsorten. weil es meinungen, statements runterdampft auf eine zeile und es bewertbar macht. basisdemokratie sozusagen. muss man nur mal weiterdenken. was da alles drinsteckt. zum ersten mal in der menscheitsgeschichte…blabla
…ich geh dann mal meinungen klicken… und weil wir noch nichts über temelhof hier hatten:

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