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Hinter der Blechwand

wahnsinnig trostlose story über zwei kerle, die sich in den umbruchjahren zwischen mauerfall und jetzt mit schmuggel und handel übers wasser gehalten haben. die globalisierung frisst sich auch in die letzten dörfer ost- und südosteuropas. chinesen importieren billiger als die beiden helden und sie geraten in die hände eines menschenhändlers. sie sind auf den straßen unterwegs zwischen polen, slowakei, ungarn und rumänien. mit einem alten lieferwagen, der erstaunlicherweise das ganze buch durchhält. erdrückend erzählt der roman ein primitives leben, wirft mit rassistischen ressentiments nur so um sich. in zahlreichen rückblenden wird die zeit kurz nach 1989 glorifiziert, als die grenzen zwar offen waren, aber schmuggel gefährlich und höchst lukrativ. wer einmal auf einem markt in osteuropa in den neunzigern stand, kennt dieses gefühl. windige kerle wittern jede gelegenheit, es gibt alles zu kaufen und nie fragt einer, woher es stammt.

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