Veganes Mett ist kein Paradoxon mehr! http://www.veganguerilla.de/mett-mett-mett/
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Dönercopter: “Fliegende Roboter liefern Dir Deinen Wunschdöner. Egal wo Du Dich gerade befindest.” http://www.doenercopter.de/
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“You are a human being, you are alive, now act like it! Showcase your humanity to the world instead of your newest Apple gadget.”
Noam Chomski
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ich liebe den geruch von plastifizierter nitrocellulose am nachmittag #nicht
Gerade eigenes Fahrrad geklaut resp. Zahlenschloss aufgebrochen, weil Kombination vergessen. Hat 10 Minuten gedauert. Muss mehr üben.
“Im zeitigen Frühjahr singen unverpaarte Nachtigallenmännchen ab elf Uhr nachts bis in den Morgen; der Nachtgesang dient wohl vor allem zur Anlockung einer Brutpartnerin und wird nach erfolgter Paarbildung
eingestellt.”
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“1941 trennte er sich von seiner Familie und zog zu Mira Mendelson, die er 1948 heiratete. 1945 stürzte er schwer, was zu einer nachhaltigen Schädigung seiner Gesundheit führte.”
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“Eine Internetrecherche mit den vorliegenden Informationen zu dieser „illustren“ Gesellschaft ergab, dass es sich bei den „Reichsdeutschen“ um eine Vereinigung handelt, welche der Idee anhängt, dass die Reichsverfassung der Weimarer Republik durch die Wiedervereinigung der DDR mit der BRD, wieder in Kraft getreten sei.”
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Diese Ausländer nehmen uns die Straftaten weg. http://t.co/7ISjCWwn
James Joyce’ Ulysses vorlesen lassen, hier als Stream, aber nur für ein paar Tage…
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Bildarchiv
führerflucht + UPDATE
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führerflucht – ein anmiertes gif, hergestellt mit dem großartigen dings easel.ly, unter der regie des spirituosen virtuosen steffen. best boy grip: ich
update: auf der startseite zensiert, wegen die kinder.
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Christian Maintz, Harry Rowohlt:
Lieber Gott, Du bist der Boss, Amen. Dein Rhinozeros (Live in Barmbek)
“Ich lese komische Gedichte – und Christian Maintz erklärt den Leuten, warum sie gelacht haben.” (Harry Rowohlt)
Das ist wirklich gut. Komiktheorie und ein unnachahmlicher Rezitator, die Lyrik stammt von Robert Gernhardt, Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Wiglaf Droste, Ror Wolf, Simone Borowiak, Fritz Eckenga, Max Goldt und den Vortragenden selbst.
Manchmal lacht das Publikum an den falschen Stellen, aber so ist das halt manchmal.
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Marco Göllner:
Öffne die Tür – Open the Door (Hörspiel)
knapp 80 minuten grusel. ich habe es am hellichten tag in der s-bahn gehört und mir lief es kalt den rücken herunter. ein junger mann zieht in eine neue wohnung in einem ansonsten unbewohnten mehrfamilienhaus, zieht abends mit einem kollegen durch die kneipen und nähert sich der kellnerin. doch als die tür zum hausflur plötzlich offen steht und die kellnerin die anwesenheit seines kollegen bestreitet, kippt die stimmung. das ende ist überraschend, die story logisch und schlüssig, die stimmung dicht. sehr gut gemachtes hörspiel.
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Astrid Randerath, Christian Esser:
Schwarzbuch Deutsche Bahn
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schon etwas angejährt, aber immer noch frustrierend zu lesen, wie missmanagement, sparzwang und interessenkonflikte den konzern Deutsche Bahn AG in den vergangenen jahren in verruf brachten. die börsen-pläne zwangen zu falschen zielsetzungen, das netz wurde zurück gebaut, unrentable verbindungen eingestellt, ICEs bevorzugt, regionale verbindungen vernachlässigt, es gab investitionen im ausland, statt in infrastruktur. das ist doppelt bitter, da der steuerzahler für die verfehlungen aufkommen muss. politiker haben nicht so genau hingeschaut, beziehungsweise mitgeholfen. das personal muss bluten und die fahrgäste leiden. liest sich wie ein krimi, ist aber bittere realität.
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Jochen Schmidt:
Meine wichtigsten Körperfunktionen (Hörbuch)
von der unendlichen komplexen kompliziertheit des alltags. schmidt beschreibt seinen tagesablauf, seine annäherung an das andere geschlecht, sein umgang mit alltäglichem auf absurd verzwickte art und weise wie kein anderer. ein urgestein der berliner vorleseszene, und das merkt man seinen texten auch an. meist kurze ausflüge, kleine biotope der gedanken und unerwartete wendungen am ende, ganz im stil von horst evers oder wladimir kaminer, und doch anders.
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Tom Liehr:
Geisterfahrer
Der Wedding und Neukölln nehmen sich nicht viel. Wobei – Wedding. Inzwischen heißt die Gegend »Berlin-Mitte«, und genau genommen war das hier auch früher nicht der Wedding, sondern der Norden des Bezirks Tiergarten. Aber Wedding ist eher ein Gefühl, nicht so sehr ein Ort.
die geschichte eines mannes, der mit sechs seine eltern verlor, bei einer anteilslosen pflegefamilie aufwuchs, nach berlin umzog, von seiner großen liebe enttäuscht wurde, seitdem nur noch in puffs verkehrte, DJ wurde, durch deutschland tingelte, auf dem dorf die tochter des örtlichen patriarchen heiratete, 16 jahre unglücklich war, sich trennte, nach berlin zurück ging und seine alten freunde suchte.
sehr lebending und lebhaft erzählt, schnorpst sich einfach so weg. dem plot könnte man vorwerfen, unrealistisch zu sein. zu sehr häufen sich die zufälle. aber egal. viel achtziger, viel berlin, so mag ich das.
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2 x 3 macht 4 widdewiddewitt und drei macht neune
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Kinderbuch von 1964
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Kinderbuch von 1952
Anatol Stefanowitsch über Pipi Langstrumpf. Die sagt Neger. Doch nicht (nur) an der Wortwahl stößt er sich, am ganzen Plot, der diskriminierend und menschenverachtend sei. Und kommt zum Fazit:
Verlage könnten aufhören, sie nachzudrucken und sie könnten stattdessen neuen Autor/innen und neuen Geschichten eine Chance geben, bessere Geschichten zu schreiben. Und Konsument/innen könnten aufhören, sie ihren Kindern vorzulesen. Es ist ja nicht so, als ob eine Welt ohne Pippi Langstrumpf unvorstellbar oder eine literarische Dystopie wäre. Pippis fünfzehn Minuten Ruhm dauern jetzt schon sechzig Jahre. Schicken wir sie doch einfach in den wohlverdienten Ruhestand.
Ein leicht vermintes Feld, ich halte die Lindgren-Bücher immer noch bestens geeignet für Kindererziehung, Neu-Übersetzungen gibt es ja schon und über die kritischen Stellen kann und sollte man mit dem Kind sprechen. Das ist überhaupt der Denkfehler in dem verlinkten Text: Dass Kinderbücher, anders als übrigens Fernsehen, nicht nur passiv konsumiert werden, sondern immer gemeinsam mit Kind.
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Atle Næss:
Die Riemannsche Vermutung
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ein mathe-roman. über einen midlife-crisler, der eine riemann-biografe verfassen will und einer anderen frau verfällt. erzählt in tagebuchform mit zweifelhaftem ende. dazwischen das leben und wirken des Bernhard Riemann. bisschen viel rahmenhandlung, die wenig überzeugend und langatmig geraten ist. hatte ich mir mehr erwartet.
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Andreas Gläser:
Der BFC war schuld am Mauerbau: Ein stolzer Sohn des Proletariats erzählt
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Schönes Berlinbuch, von einem, der im Ostteil der Stadt aufgewachsen ist, davon erzählt und im wiedervereinten Berlin seinen Platz sucht. Dazwischen, parallel zu seiner Biographie, immer wieder die Geschichte des BFC Dynamo.
Der Autor erzählt auch von seiner Wohnung am Gleimtunnel, kurz vor dem Wedding:
“Zum Glück ist es im Prenzlauer Berg noch nicht so schlimm wie im Wedding. Alle Ausländerkinder sind immer frech. Das liegt am Wedding. Dieser Stadtteil steht in einem ihm gebührenden Licht, wenn die Sonne über ihm untergegangen ist und die BEWAG mit der Stromversorgung nicht hinterherkommt. Und schon verschwindet die Sonne hinter dem Weddinger Horizont. Es wird stockdunkel. Wie schnell doch so ein Tag vergeht. Und so ein Leben. Mein Leben. Ich kann kaum noch aus den Augen gucken, liege flach und rieche nach altem Mann.” [S. 168]
Und später, 1999, auf dem Weg zu einem Spiel zwischen BFC und Union im Mauerpark:
“Irgendwann spazierten wir zwischen dem langweiligen Gesundbrunnen-Center und der zerbröselnden Hertha-Villa singend entlang. “Roter Wedding, grüßt euch, Genossen … Drohend stehen die Faschisten drüben am Horizont! … Rot Front, Rot Front!” Das war prähistorische Westalgie, das waren des müden Weddingers alte Lieder. Titus und ich sangen verschiedene Fassungen. Wir fanden es aber unnötig zu klären, ob es an gegensätzlichen Weltanschauungen oder am unterschiedlichen Alkoholkonsum lag.” [S. 210]
Viele Geschichten sind stark und ehrlich und authentisch, manche sind ein bisschen verwirrend oder flach. Aber auf jeden Fall ist viel Berlin drin, viel Fußball und viel Alkohol.
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Hildegunst von Mythenmetz, Walter Moers:
Das Labyrinth der Träumenden Bücher (Hörbuch)
“lesen, lesen, immer nur lesen. und darüber die eigene erbärmliche existenz vergessen. ich hatte völlig vergessen, was für ein seliger zustand das sein konnte.” (Hildegunst von Mythenmetz)
huch, 15 stunden gehört. nicht am stück, klar. nach den 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär ein ähnlicher roman aus zamonien, jenem eigenen kleinen multidimensionalen universum voller fabelwesen und anderem. mit seitenhieben auf unsere gesellschaft und technikgläubigkeit. viel reicher und wahnsinniger als harry potter. nur leider passiert hier nicht viel, Hildegunst von Mythenmetz zieht wieder nach buchhaim, entdeckt dort vieles, vor allem den puppetismus und unsichtbare theater. mehr ist nicht. das buch lebt vor allem von seinen zahlreichen und ausschweifenden beschreibungen des lebens in buchhaim.
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darf mich eine suchmaschine bevormunden?
schöne idee und inzwischen ein patent vom einstigen giganten microsoft: die suchergebnisse werden beeinflusst von den inhalten, die man so auf facebook und im internet allgemein veröffentlicht hat.
“… e.g., the user is a marine biologist or an avid cyclist. In such embodiments, a query from a user related to his or her particular area of specialty may return a more sophisticated set of results than the same query from a user not in that area of specialty”
(via, dort auch kritischer bewertet, klar)
schon jetzt zeigt google unterschiedlichen usern andere ergebnisse und bei facebook ist es wohl auch so, zumindest hat dieser artikel das ganze mal weiter gedacht:
“Mithilfe von Techniken, die ursprünglich dazu dienten, Internetnutzer mit möglichst passender Werbung einzudecken, wird auch eine wachsende Zahl anderer Inhalte vorsortiert.”
schön bequem für die benutzer, aber auch gefährlich. auf jeden fall sollte die vorsortierung transparenter sein, einstell- und abschaltbar.
tipp für heute: mal wieder cookies löschen.
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Simon Urban:
Plan D (Hörbuch)
deutschland 2011, den mauerfall hat es nie gegeben, stattdessen eine wiederbelebung, die teilung und die mauer sind immer noch. kurz vor den entscheidenden verhandlung über energielieferverträge zwischen beiden deutschen staaten wird ein mann aufgeknüpft gefunden. kommissar wegener ermittelt, verstrickt sich, wird beobachtet. denn obwohl sich die ddr so offen gibt und ihm sogar westliche ermittler zur seite stellt, existiert die stasi noch und weiß über jeden seiner schritte bescheid. nebenbei trauert er seiner verflossenen hinterher, trifft sie manchmal, liebt sie immer noch. und seinem verschwundenen freund und kollegen, dessen stimme immer wieder in seinem kopf auftaucht. und immer wieder vertrickungen des bnd und der stasi, wunderbare agenten-story.
neben der story immer wieder wortschöpfungen, die handys heißen alle minsk, die sms tnt, usw. gändert hat sich nicht viel in diesem staat, exemplarisch folgendes zitat:
…freute sich [...] am anblick der deutschen demokratischen republik. konnte ihre exotische hauptstadt plötzlich bewundern, wußte die schäbige größe, den geschmacklosen gigantismus zu schätzen, war ergriffen von ihrer anonymität und entstelltheit, von ihren krustigen narben, von der alles bedeckenden patina aus rost, moos, schmutz und fett, atmete ihren abgewrackten reiz durch die doppelgasscheiben der eastside-fassade, hörte das morbide herzklopfen aus s-bahn-quietschen, motorengeknatter und der dumpfen stille fernsehturmtiefer tauchgänge in die dunklen abgründe einer zerfallenden metropole, schmeckte zwischen den ednussbröseln die öligen vobus-abgase heraus, roch sogar den zitrus-staub-bohnerwachs-charme des stasi-entres, das frischegmähte gras von marzahn, karolinas kunstblumiges action-deo. wegener roch sein ganzes land, den schimmeligen muff der schwitzenden altbauten, das unbeholfende und zurückgeworfene der jugend, die selbstzerfleischung der oppositionellen, das poröse und halbgare der produktionen und vebs, das selbstherliche der staatlichen inszenierungen, die mandelbittere frustration einziger kämpfer, die überteuerte sauergewordene westsahne in den intershops, das eiserne mistrauen der überwachten, die speckigen plastikjacken und pelzkrägen der alten, den blassen duft von nautikseife, das harzige, baumwollverstärkte phenoplast der vobusse, die nussige intimwaschlotion ivette, er roch kassler, broiler, soljankas, bino-soßenwürfel, würzfleisch, thüringer klöße, leipziger allerlei, letscho, die feuchten füße junger frauen in braunen esala-kunststoffstrumpfhosen, den pilz zwischen ihren zehen, die nässe ihrer haarigen achseln und mösen, er roch die blassen arschritzen des politbüros, die fade und ausgelutschte allmacht der schnüffler, die trügerische sicherheit der arbeiter und bauern, den grünspan aller zerfressenen leninbrozenzen, den schwarzweißen taubenkot auf dem palast der republik, er roch das unweigerliche ende, das langsam näher kam und noch so weit entfernt war… [zeichensetzung von mir, habe nur das hörbuch zur hand]
erinnert ein wenig an robert harris’ vaterland, nur ohne amerikaner, dafür mit mehr berlin. absolut lesens- oder hörenswert. punktabzug, weil manchmal ein bisschen zu ostalgisch.
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undifferenzkurve
demokratie und rechtsstaat sind anstrengend: die berichterstattung über den prozeß mit dem dessen-name-nicht-genannt-werden-darf aus oslo nervt, weil er noch mehr aufmerksamkeit nicht verdient hat. aber es ist wichtig, die verhandlung so transparent wie möglich zu gestalten, weil wir uns immer wieder unserer zivilisatorischen und rechtsstaatlichen fortschritte bewußt sein müssen. jeden tag aufs neue. transparenz wird immer wichtiger, gerade in einer sich immer mehr und selbst verkomplizierenden welt. wir haben gar keine andere wahl, sonst stehen wir irgendwann unter der knute weniger technokraten, großer wirtschaftsunternehmen oder geistloser, korrupter und anspruchsloser politiker. keine schöne vorstellung. ein gedanke beschäftigt mich seit tagen: nicht die industrie ist schuld, dass wir lebensmüttelmüll im discounter kaufen, der sozialstaat bröckelt und die gesellschaft verroht, sondern wir sind es. wir, die wir nur an uns denken und für unsere fehler immer wieder neue schuldige suchen. weil wir aufgehört haben, laut aufzuschreien, wenn wir ungerechtigkeit sehen. weil wir die lügen glauben. weil wir uns ablenken lassen, von dem glitzer. weil der kaiser doch eigentlich nackt ist. weil uns die mitmenschen egal sind, solange ihr fernseher weniger zölle hat als unserer. wir fordern grünen strom und salami im angebot beim lidl und fahren mit dem großen SUV vor. wir weinen, wenn dieter bohlen jemanden rausschmeißt, aber gehen mit eisigem blick am penner vorbei. wir sind so verlogen, dass wir es selbst nicht mehr merken. und der verlogene christian wulff war unser präsident. weil wir selbst keinen dreck bessser sind. wann werden wir merken, dass nicht ein hartz4er unser problem ist, sondern einer, der sich aus steuerspargründen in sonstwo sonnt. warum immer auf jene, die sich nicht wehren können? weil das nur menschlich allzu menschlich ist? glaube ich nicht. ich glaube, dass wir fett, faul und träge geworden sind. zeit, etwas zu ändern. gelich morgen.
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Du guckst sie an und weinst / es ist traurig denn du weißt / sie bleibt immer nur dein Thema Nummer 1
die überschrift ist von TOKIO HOTEL (KREISCH!!!!)
alt:
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meta: distinction von den WP Ninjas
neu:
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meta: das theme heißt tanzaku, die icons stammen von ~brsev
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Richard Grant:
Bandit Roads: In das gesetzlose Herz Mexikos
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spannender reisebericht durch die Sierra Madre Occidental auf den spuren von Carl Sophus Lumholtz und anderen. mit vielen drogen, eingeborenen und banditen. freundlichen und gefährlichen zeitgenossen und vielem mehr. flüssig geschrieben teilweise erschreckend, wie archaisch diese region noch ist.
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was viele auch nicht wissen #4
André Tchaikowsky ist nicht Pjotr Iljitsch Tschaikowski.
beides waren komponisten und zu Tchaikowsky gibt es eine herrlich morbide story: als er 1982 viel zu früh an krebs starb hat er seinen schädel der Royal Shakespeare Company vermacht, um als Yorick in Hamlet sozusagen weiter zu leben. Hat dann auch 2008 geklappt.
(via)
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wie macht die giraffe?
zwangsläufig taucht diese frage irgendwann in der erziehung des nachwuchses auf. kuh, hund und schwein und sogar diverse vogelgeräusche sind ja klar und können nach kurzer zeit vom besser-ich repetiert werden. sogar multilingual, da sind wir gar nicht so…
doch welche geräusche macht eigentlich eine giraffe? millionen von eltern bringt diese frage um den (sowieso schon sehr kurzen) schlaf.
ein erster anlauf bei youtube bringt nur frustration:
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ein zweiter versuch birgt die antwort (bei 1:50 min):
wieder was gelernt. danke, internet.
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Ava – Parentslauerberg
ziemlich kränk und verstörend. also gut.
(via)
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was eigentlich hätte gesagt werden müssen
so hässlich der grass-schnauzer auch ist: dass deutschland atom-u-boote baut und in krisengebiete liefert, dass ist schon scheiße und durch nichts zu rechtfertigen. auch nicht durch die verquere logik der bundesregierung, die der spiegel hier abgepaust hat:
5. These: Deutschland liefert Israel U-Boote, die Sprengköpfe für einen Angriff auf Iran tragen können.
Richtig ist, dass die Bundesregierung bislang drei U-Boote der “Dolphin”-Klasse nach Israel geliefert hat. Drei weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Mit den an Bord befindlichen Torpedorohren könnte die Besatzung vier atomar bestückte Marschflugkörper abfeuern. Nach Einschätzung von Militärexperten dienen die U-Boote jedoch in erster Linie der nuklearen Zweitschlag-Kapazität. Damit wäre die israelische Armee auch nach einem Atombombenangriff Irans zu einem Gegenschlag fähig. Die Bundesregierung rechtfertigt den Verkauf daher damit, dass die U-Boote der Abschreckung dienten.
daraus eine naziheit israels herzuleiten ist falsch, aber mehr waffen in dieser region, egal an wen geliefert, bringen auch keinen dauerhaften frieden.
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“Ich verkaufe diese tollen Lederjacken”
kennt ihr Adventure Game Studio (AGS), so eine art framework, mit dem man eigene point-and-click-spiele erstellen kann. und natürlich die ergebnisse frei herunter laden kann.
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hab mir gerade mal Eternally Us von Ben Chandler angesehen: netter kurzweil. und gut gezeichnet.
hier noch eine vorauswahl von guten spielen.
(via)
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David Foster Wallace:
Kleines Mädchen mit komischen Haaren
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im folgenden die einzelnen kurzgeschichten des buchs, wie gewohnt.
tiere sehen dich an
geschichte von einer langjährigen jeopardy!-teilnehmerin, die mit einer assistentin der show zusammen ist, immer wieder zeitsprünge in die vergangenheit der beiden, in die seelenwelten aller beteiligten und die raren zweisamkeiten in ihrem leben. verstörend.
kleines mädchen mit komischen haaren
verwöhnter und erfolgreicher jura-student aus gutem haus zieht mit abgeranzten punkern zu einem konzert. voll mit drogen und unanständigkeiten torpedieren sie die gesellschaft. dabei stellt sich zunehmend die frage, wer eigentlich asozial ist, denn der erfolgreiche student hat auch so seine macken… schöne parabel, witzig geschrieben und übersetzt, ein beispiel:
“Gropes Äußerungen gingen Gimlet zum Teil erheblich auf die Eier, sodass sie Mr. Wonderful bat, Grope ein Weh zu tun. Und so geschah es dann auch. Mr. Wonderful trat Grope voll in den Ranzen, er trug geeignetes Schuhwerk dazu [...]“
john billy
ein kneipengespräch, erzählt wird die geschichte eines kleinstadttyps, der unerwartet auf öl stößt, die dorfschönheit bekommt und schließlich von einem neider richtig fertig gemacht wird. zum kneipengespräch stößt irgendwann die dorfschönheit hinzu, was ganz vorzüglich konstruiert ist, man kann es nicht anders sagen.
mein auftritt
eine schauspielerin muss zu david letterman, ihr mann bereitet sie dafür tagelang vor, meint es gut, macht sie aber nur fertig. dazwischen immer wieder xanax-konsum. am ende, in der show, ist alles ganz anders. düsterer blick in die maschinerie der medien, die – einem scheinriesen gleich – nur in den köpfen der protagonisten und zuschauer existiert. von ganz nah ist david letterman auch nur am schwitzen.
lyndon
die geschichte des lyndon baines johnson (LBJ) aus sicht eines (fiktiven) mitarbeiters, der sich hingebungsvoll und arbeitswütig bis zum bitteren ende um seinen chef kümmert, der seine homosexualität verstecken muss. eindrucksvoll, immer wieder mit offiziellen aussagen von LBJ, mit kennedy-attentat vietnam und 68er, eine zeitreise durch die geschichte der usa.
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Jens Sparschuh:
Der Zimmerspringbrunnen
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an einem abend komplett durchgelesen, wann ist das zum letzten mal passiert? aber großartig, wie hier wiedervereinigung, vertretertum und ehekrise auf kurzweilige art miteinander verwoben sind. es geht um einen, der seit der wende noch nicht angekommen ist im wiederveinigten deutschland, zuhause rumlungert und in einer tiefen ehekrise steckt. dann wird er zum vertreter für zimmerspringbrunnen, hat erfolg, aber seine ehe wird davon auch nicht wieder heil. zwischendurch immer wieder sinnfragen, seine vergangenheit kann er nicht vergessen, sie holt ihn ein, wenn auch nur in gedanken. das ende: unerwartet und traurig.
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