it’s chitime. heute im briefkasten: das langersehnte wichtelgeschenk. auf dem schnöden braunen umschlag warnte noch der hinweis, dass da ganz viel arbeit drinsteckt. und tatsächlich: die ganze konstruktion erinnerte mich an eins meiner lieblingsbücher, die details sind noch bemerkenswerter: eine interessante fotografie von ihr, eine simple zeichnung von 3 rooosen, der schon 2001 im zusammenhang mit weihnachten auffiel, dazu aufklärungshinweise und gedichte. sehr schön das alles. schmückt jetzt mein zimmer und erinnert mich, dass im netz auch noch menschen unterwegs sind. habt einen schönen rest-nikolaus und danke an die unbekannte wichtlerin und danke auch an chikatze, die das ganze organisiert hat!

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mein wichtelgeschenk ging nach finnland und traf auf nickende dankbarkeit.

[btw: die einladung steht natürlich immernoch…]

vorhin war große weihnachtsfeier in der firma. ich also mich vorbereitet und nicht nur hier geschaut, sondern auch hier. wie immer wurde alles ganz anders. niemand war sturzbetrunken und es gab ergiebige gespräche über die pros und cons von chemischen drogen. sehr unterhaltsam das ganze. aber auch ganz schön anstrengend: weggehen und aufpassen, sich nicht daneben zu benehmen.

und hier geht immernoch nichts. (ich vereinsame langsam) jemals wieder on?

alternativen?

vorsorglich schon mal hier angemeldet. (ich kanns nicht lassen) wer ist mit dabei?

[update:] jetzt wurde auch noch das ‚vorausichtlich freitagnacht‘ entförnt…

essen

heute abend gabs tk-essen. willkommene abwechslung zur üblichen döner-, stullen- und bäckerbaguette-ernährung. highlight genug also, um ein wenig darüber zu schreiben. das zeug hieß ‚gyros reispfanne‘ und war wirklich lecker. irgendwann letzte woche beim discounter um die ecke gekauft und fast vergessen im kühlschrank. der untertitel ‚leckere mediterane küche‘ hat auch wirklich nicht zu viel versprochen. fühlte ich mich beim essen ein wenig wie zeus in Ηράκλειο. fehlte nur noch sonne, wärme und guter wein. aber ich schweife ab. hergestellt wird das ganze von elbtal, eine frosta-gesellschaft mit sitz im heimischen sachsen. frosta hat sogar einen corporate blog. wie toll. upps, schon wieder arbeitsplätze erhalten. da schmeckt das essen gleich doppelt. in nur 10minuten in der pfanne gebrutzelt und lecker. sogar das gyros schmeckte wie beim mitte-döner. ein manko gibts allerdings: die masse aus der tüte entspricht nicht der endmenge. das fällt irgendwie in sich zusammen. kann das vielleicht jemand erklären? den preis kann ich hier nicht wiedergeben, ich schaue beim einkaufen nicht auf den preis, das mag jetzt dekadent klingen, ist aber eher faulheit.

anmerkungen an mich: demnächst mehr wert aufs essen legen // nach weiteren tollen tk-produkten ausschau halten // eventuell mich irgendwo zum essen einladen, selber kochen soll ja auch schmecken // endlich mal wieder politischer bloggen

  1. heute kam die mail mit der adresse fürs blogwichteln
  2. morgen gehts in die werkstatt
  3. manche blogs halten stundenlang vom eigentlichen ab
  4. beachte immer den wurstbrotfaktor
  5. sinnfreies bloggen gehört einfach dazu
  6. der blog mit den unerbittlichen und grausamen kommentaren verdirbt die laune
  7. habe schockwellenreiters thesen immer noch nicht zuende gedacht
  8. einmal im monat künstelt der wedding und übertreibt gleich wieder

unerhöhrt schreien die einen, immer noch nicht besser die anderen und alles halb so schlimm die beteiligten. die wahrheit liegt aber nicht dazwischen, sondern mitten drin. jetzt kann man davon halten, was man will. und keine ahnung, wie die das geschafft haben, jedenfalls ist die seite jetzt immer erreichbar und fehlermeldungen integrieren sich nicht mehr in die seite. ich kenne keine jedenfalls keine community, in der so viele leute sind. sicher, mit klarnamen, aber zur zeit indiziert google die inhalte noch nicht. woanders ist das anders.

werde also dort bleiben und weiter freunde klicken. bis jetzt machts auch noch spaß. ein fader beigeschmack bleibt immer.

„künstler sind nicht überflüssig,
weil sie was zu sagen haben…“
{funny van dannen}
berlin in concert #2

es war samstag und ein netter abend bahnte sich an. eine interessante location hatte geburtstag und es versprach lustig zu werden… schon draußen standen sie, theaterwissenschaftler, angesagte menschen aus der künstler-community berlins und lächelten! machten gute miene zum langweiligen spiel. brechend voll war der laden, vor der bühne standen tische und stühle, während verschiedene bands und acts sich einen abklampften. stimmung kam nicht auf, wie auch? der pixelroiber und sein freund schauten sich das triste schauspiel eine zeitlang an und verschwanden dann ungesehen.

was bleibt? theaterwissenschaftlerINNINEN sehen schon echt schnieke aus, nichts dagegegen zu sagen. scheinen aber dann doch etwas dröge… schade eigentlich.

Dieser Ort war ohnehin
Im streng geographischen Sinn
Nicht existent
Ständig schwebte über ihm
Ein dünner Film der mich umfing

{tocotronic}

manchmal muss man dinge machen, die man sich selber garnicht mehr zugetraut hätte. warum also nicht nach spandau? unser westlichster bezirk glänzt vor allem durch eines: so ganz und garnicht berlin zu sein. dabei ist doch alles wie immer: verlässt man die sbahn, landet man in einem dieser shoppingcenter, die wir alle hassen, aber regelmäßig zu weihnachten brauchen. doch welch grauen wartet da mit der altstadt spandau: ein themenpark wurde da errichtet um dem besucher ein mashup aus architektonischen irrlehren, westdeutscher kleinstadt, modischer verwirrung und mittelalter-spirit zu präsentieren. eintritt wird noch nicht verlangt, würde mich aber garnicht wundern.

explore spandau #5

doch viele wissen nicht einmal:
wie kommen sie denn zu dir?
ist garnicht schwer:
stadtring, abfahrt spandauer damm,
ruhlebener straße runter,
gleich hinter ikea liegt spandau
– guck mal, der juliusturm –
spandau, mal durch die altstadt schlurren
spandau, viele waren da ja noch nie

in kladow, gatow, hottengrund
und auch in Hakenfelde,
da ist die umwelt noch gesund
in staken ist dasselbe.
das ist viel wert.
weltstadt und dorf –
kein dramaturg kriegt den übergang
zu brandenburg fließender
hin als du, spandau.

hast du die großstadt einmal satt
und keine lust auf potsdam:
spandau
{horst evers}

das erste mal seit wochen wieder einen freien vormittag. zeit also, ganz witzige und komplett andere dinge zu machen als sonst: aufräumen, abwaschen, körperpflege, bloggen, alte bohrlöcher mit papierkügelchen stopfen, frühstücken, ein backup der wichtigsten daten, die hausverwaltung mit der fehlerhaften nebenkostenabrechnung konfrontieren, weltfrieden schaffen, endlich die unterlassungserklärung gegenüber dem berliner zoo unterschreiben („nein, die ziegen im streichelgehege stinken nicht“), decke streichen, die beteiligungsstruktur der metro-gruppe näher unstersuchen, den newsletter von bol.de abbestellen,…

berlinblueskyline

das naheliegendste ging leider nicht: ausschlafen. dafür gabs einen morgendlichen spaziergang durch den wedding. früh am tag zeigt der problembezirk sein jungfräuliches antlitz: die unterschicht trinkt sich mit plastikbecher-kaffee nüchtern und fit. es sind mehr knallgelbe spongebob-rucksäcke zu sehen als bierflaschen. und der frust der straße hat sich in die autos der mittelschicht zurückgezogen weil schlecker gerade eine lieferung bekommt. die prinzenallee staut sich bis pankow… nur die busfahrer bleiben gelassen und sind wie immer. die herbstsonne zaubert lächeln auf die gesichter der nachbarn und das leben im wedding macht wieder spaß.

absoluter soundtrack des morgens

achtung

es wird gleich anstrengend. und auch ein bischen gemein. und wahrscheinlich will das keiner mehr hören, einfach weil er es schon viel zu oft gehört hat. aber manches kann man garnicht oft genug sagen. ich habe mir da nämlich ein paar gedanken gemacht…

folgendes: nach langen, endlosen und anstrengenden diskussionen ist es endlich soweit: wir veröffentlichen eine neue meinung zum thema RELIGIONEN. wobei ich zugeben muss, dass mich das ganze nervt, je länger ich darüber nachdenke. aus diesem grund nur ein paar wichtige eckpunkte:

religionen…

  1. nehmen sich selbst viel zu wichtig
  2. sind viel zu sehr mit ihrer vergangenheit und den daraus resultierenden konflikten beschäftigt
  3. versuchen ständig, auf nichtreligiösem terrain zu punkten
  4. prägen uns seit unserer frühesten kindheit
  5. sind allgegenwärtig
  6. sind meist ziemlich fundamental
  7. haben ein paar neckische traditionen hervorgebracht, ohne die unser leben ziemlich langweilig wäre
  8. polarisieren noch heute
  9. sind so aktuell wie noch nie
  10. sind so furchtbar anachronistisch
  11. erreichen mehr menschen als konzerne
  12. motivieren
  13. frustrieren
  14. nerven
  15. […]
an dieser stelle bricht die diskussion ab. ich sollte weniger nachdenken.

gape in wonder

wozu all diese communities? fürs ego? warum den hundertsten kontakt klicken, nur damit man ihn hat? netzwerke sind was ganz tolles, doch wozu? wegen dem regelmäßigen anstandskommentar? ich weiß nicht. und wozu eigentlich eine zweite existenz im netz? ist man denn nicht viel realer in der realität? muss ehrlich sagen, ich bin mehr von der technik dahinter begeistert, als von den ergebnissen. die sind, mit verlaub, enttäuschend. und zugegeben: auf die frage ‚und, was machst du so?‘ mit ‚flickrn‘ zu antworten hat schon was sehr eigenartiges. verkommen wir langsam zu sozialen wracks?

Welcome to the strangest party baby
It’s like were staring at the sun
Everybody’s got their invitations
Hoping that your gonna come, yeah

These are the times
These are the crimes
What are we waiting for
What are we hating for

Your part of the solution
Or part of the problem
Your gonna have to dance with one
Your giving up on the future honey
I’ll count you out of having some
Yeah, some
[INXS]
…:: read more ::..