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Adventstürchen #13: (bad) Luck…

Für viele ist ja die 13 eine Pechzahl. Es gibt sogar Leute, die richtig Angst vor der 13 haben. Sie leiden unter Triskaidekaphobie.
In vielen Gebäuden gibt es keinen 13. Stock, viele Hotels haben kein Zimmer mit der Nr. 13, in Flugzeugen gibt es keinen 13. Sitz, usw…

Aber warum ist das so? Eigentlich gibt es viel mehr Gründe die 13 als Glückszahl, statt als Unglückszahl zu sehen.
Die erste im Lotto gezogene Zahl war eine 13 (seitdem wurde sie mit Abstand am seltensten von allen 49 Zahlen gezogen -Verschwörung?).
Dann gibt es das Fleischerdutzend. Das heißt, dass einem die nette Frau hinter der Theke 13 statt 12 Scheiben Wurst in den Beutel gelegt hat.
Die 13. Fee, die nicht eingeladen wurde, hat Dornröschen mit einem Fluch belegt und dadurch eine Frau 100 Jahre zum schweigen gebracht – himmlisch.

Ok, „der Dreizehnte“ ist eine Bezeichnung für den Teufel.
Es gibt 12 Apostel, 12 Monate, 12 Sternzeichen, 12 Tagstunden, 12 Nachtstunden und dann kommt die böse 13 und macht diese Ordnung einfach kaputt. Das kann ja nur schlecht sein.
Aber genau deshalb ist die 13 eine gute, positive Zahl.
Protest gegen die bestehende Ordnung ist immer die Voraussetzung um etwas zu verändern. Wenn jeder ein bisschen mehr wie die 13 wäre, wäre die Welt ein Stück besser.

Das war übrigens mein 13. Beitrag in diesem Blog.

hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (#6)

für die ambitionierte partnersuche gibts genug seiten im netz. keine frage. funktioniert meist über ausgefeilte fragebögen und psychoquize. hab‘ ich mir sagen lassen. nun leben wir aber im 21. jahrhundert, können schafe klonen und fliegen bald auf die venus. was liegt da näher als die partnersuche per dna-analyse? wissenschaftler haben herausgefunden, dass gewisse dna-stränge übereinstimmen müssen, damit mann und frau sich verstehen und ihr ganzes leben zusammen verbringen können. das sind keine zukunftsvisionen, das gibts wirklich: scientificmatch heißt das. kostet nur 2000 dollars für die lebenslange suche nach dem glück. am schönsten aber fand ich den fragebogen:

  • Were you raised by your natural parents during the first year of your life?
  • Have you been in bankruptcy during the past 7 years?
  • Have you ever been convicted of a felony?

Please check the appropriate boxes. If you are unable to accurately check all three, then we’re sorry; but you won’t be able to join us. If you do check all three and your background check reveals that you were convicted of one or more of the listed crimes, you may forfeit your full membership without recourse, and ScientificMatch may pursue you legally to recover actual and punitive damages.

könnte das mal einer testen und die ergebnisse bitte in die kommentare posten? bitte auch mit der eigenen dna, der vollständigkeit halber.

(via)


hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2) (3) (4) (5)

volle fahrt für den bundestrojaner, wozu noch ein kernbereich privater lebensgestaltung?

da haben wir nochmal glück gehabt. zwar dürfen schäubles dunkle gesellen jetzt bald verfassungskonform schnüffeln. aber alles halb so schlimm: der datenschutzbeauftragte guckt dann über die abgegriffenen daten nochmal rüber. ein voller erfolg also und die befristung bis 2020 lässt auch hoffen.

Trotzdem soll der Vorstoß nun mit den Änderungen der Koalition bereits am Mittwoch vom Bundestag abgesegnet werden. Sollte auch der Bundesrat in Folge zustimmen, könnte das BKA-Gesetz noch Ende des Jahres in Kraft treten. (heise)

pixelroiber empfiehlt: jetzt schon mal zuhause und auf der festplatte aufräumen. und genügend bier besorgen, bald kommen die schlapphüte mit dem datenschutzbeauftragten, das wird ordentlich voll zuhause. aber es beruhigt, dass unsere regierung was gegen den terror tut!

nur so

manchmal liegt das glück einfach so rum. und dann sollte man es aufheben. denn was besseres kommt nicht mehr, so lange man auch wartet. und jetzt könnte man unendlich vergleichen mit spatzen und tauben und wasweißichnoch. aber dieses eine gefühl bekommst du nie wieder. das gefühl, ganz genau das richtige zu machen. zur ganz genau richtigen zeit. und dann solltest du das auch machen, egal was alle sagen. denn die haben sowieso (fast) nie recht. das solltest du dir merken. denn die haben ihr eigenes kleines leben, mit flachbildfernseher und eigentumswohnung und faulen krediten. doch am ende sind alle gleich und müssen genauso aufs klo wie du. also mach‘, was du für richtig hälst. jetzt. sonst ärgerst du dich am ende schwarz, bis du grün wirst. amen.

dankgesagt

letzte woche geburtstagte ich und bekam auch allerlei geschenkerei. danke dafür. und auch fürs kommen beim globalen besäufniss am samstag. war lustig. und studivz-glückwünsche beantworte ich auch mal, irgendwann. eher merkwürdig dagegen war folgende mail vom internet-buchhändler des vertrauens:

Kunden, die Hitler: Hitler 1936 – 1945 von Ian Kershaw gekauft oder bewertet haben, haben auch Der junge Stalin von Simon Sebag Montefiore bestellt. Daher freut es Sie sicher, dass Der junge Stalin am Oktober 2008 erscheint.

(den hitler hab ich geschenkt bekommen und lese schon eifrig. ganz groß!)

als mich mal meine uni abgezockt hat:

zwanzig euronen ziehen sie mir aus der tasche, weil ich zu spät überwiesen habe. ist aber auch schlau: die frist auf einen samstag (26.07.) legen und abwarten. und schwuppsdiwupps, ganz unkompliziert geld verdient. zum glück fließen diese zusätzlichen gelder dann in eine bessere ausstattung der uni und die qualität der lehre steigt ins unermessliche. und vielleicht bleibt dann auch mehr zeit für eine vernünftige rechtschreibprüfung.

Ende der Rückmeldefrist bedeutet die Zahlung muss bei uns eingegangen sein. Das kann bei einer Überweisung an einem Freitag (25.07.) nicht funktionieren, somit wurde die Säumnisgebühr erhaben. Der noch ausstehende Betrag von 19,94 € ist noch zu überweisen.

grmpf, eigentlich ärgere ich mich ja nur über mich selber. trotzdem! ein bisschen kulanz hätten sie ja zeigen können. finde ich. kleinkariert. pft.

das leben ist kein honigkuchenpferdestall, oder doch?

ich war gerade vor der tür eine rauchen und da habe ich einem mann hinterher geschaut, der selig vor sich hin lächelnd die straße entlanglief. kein verrückter, oder sonstwie abgedrehter. ein ganz normaler mann mit aktentasche. er grinste wie ein honigkuchenpferd. sieht man ja nicht allzu oft in berlin. und so mach ich mir jetzt gedanken, warum er so fröhlich war. gründe gibts genug, auch mal glücklich zu sein, keine frage. sogar am montag morgen! aber neugierig bin ich schon.

überfall im wiesengrund

jetzt ist schon wieder was passiert. in der idyllischen Gartenanlage Wiesengrund im beschaulichen eberswalde ist die welt noch in ordnung. doch vergangenen montag passierte die schreckliche tat: eine oma wurde überfallen. hinterrücks griff ein übler schuft in omas körbchen und nahm alles mit. insgesamt 200€ schaden entstanden. zum glück haben zeugen das beobachtet und so ermittelt die polizei gegen einen 22jährigen.

die angst vor der leerung

immer wenn ich nach hause komme erwartet mich mein kleiner weißer freund ohne namen. er ist still, sagt kaum was und schaut mich meist traurig mit seinen großen augen an. oft will ich widerstehen und nicht in sein inneres schauen – allein, es gelingt mir nicht. angst, schweiß, wutausbrüche, schwitzige hände, kalte füße, nackenhaarfrisur und gänsebratenhaut überfallen mich, ich drehe den schlüssel und entdecke doch meist nur unsinn, unwichtiges oder lästiges. nein, ich und mein briefkasten, wir haben es schon nicht leicht zusammen.

aber zum glück – ich bin nicht alleine.

heute wird woanders gelesen:

Wir haben eine neue Jugendbewegung. Und diese Jugend muss sich dafür nicht einmal bewegen. Lassen wir sie einfach mal machen. Denn die Chefs, die sie mal haben werden, wenn die heutigen Entscheider den Weg alles Irdischen, Nicht-Digitalen, gegangen sind, waren auch alle mal jung und zwar mit ihnen zusammen. Die Politiker, die sie wählen, waren bei StudiVZ oder haben so getan, als würden sie auf die deutsche Fahne urinieren.
Und Google wird es beweisen können.

(Malte Welding erklärt peinliche bilder im netz und warum personalchefs auch nur menschen sind. lesebefehl!)

zugegeben, ich hab auch probleme damit, mich im netz darzustellen. vieles wird weggelassen, anderes getunt. nur ja nix peinliches für später veröffentlichen. aber im gegensatz zu manch gleichaltrigen die ich so kenne, bin ich schon eine netzhure. muss halt jeder für sich entscheiden, blabla.

und diese wahrnehmung hat sich eben verschoben. es sind wieder die jugendlichen, die lockerer damit umgehen. und weil es fast alle aus ihrer generation so machen werden sie auch niemals ein problem damit bekommen.

denn das schlimmste was uns passieren kann ist eine prüde und verklemmte gesellschaft. in der sich niemand was aufmüpfiges zu sagen traut.

überhaupt die jugend! wie sie alle lächeln und ihre glückshormone ausschütten! pah!

viel zu viel zeit am mittwoch nachmittag

die taz blättert in der neon und findet keine schönen worte. und trotzdem ich weder taz noch neon lese, bleibt ein ungutes gefühl: zur generation umhängetasche gehören zu müssen. urx. aber wie recht sie haben, wenn sie schreiben:

Also bleibt man lieber im Zustand der Langzeitadoleszenz hängen, was natürlicherweise nicht ganz ohne Redundanzen durchzuhalten ist – frei nach Heiner Müller: Gesucht wird das Neue in der Wiederkehr des ewig Gleichen…

auch ich bekomme in schnöder regelmäßigkeit nichts auf die reihe oder verplempere meine zeit mit unwichtigeren dings. wie hier. oder woanders. oder überall sonst.

ich behaupte mal vor mich hin: nie war ablenkung und unnützes so spannend und unterhaltsam wie heute. da verzocken wir doch gerne ganze lebensläufe und mäandern ziellos vor uns hin. jawohlja! denn wir haben nur dieses eine leben. und zu allem unglück ist auch noch sonne. da werd ich mal rausgehen, natürlich mit umhängetasche!

Konkurrenz! Karriere! Kollaps!

nun ist es raus: das leben in berlin macht nicht nur glücklicher, sondern auch krank. vor allem rücken und psyche gehen öfters kaputt als woanders. aber dafür leben berliner auch nicht so lange wie beispielsweise schwaben (+3 jahre) und frauen (+5 jahre).

woran das liegt? der tagesspiegels macht es sich einfach und kommt mit den üblichen verdächtigen: „Stress, Bewegungsmangel und Alkohol“, holt tief luft und führt weiter aus: „…Stress im Beruf, Konflikte im Privaten und Alkoholmissbrauch…“ und schließt mit einem harten urteil: „Die Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer bei Männern aus, da diese dazu neigten, ihre depressiven Symptome zu verleugnen.“

aber das kann nicht alles sein. vor allem der vergleich mit ba-wü ist interessant. im internet findet sich eine eigenartige seite über schullärm im schwäbischsten aller bundesländer. könnte das mal einer lesen?

vielleicht liegt es ja auch an der (sicherlich genetisch-vererbten) gemütlichkeit der südländer, der berliner ist ja immer in eile. wieauchimmer. vielleicht habt ihr noch ideen?

glück macht berliniger

berlin macht also glücklich. meldete der tagesspiegel. und hat natürlich recht. denn hier ist alles eine ecke angesagter. die einwohner sind hipper, sehen besser aus und tragen die angesagtesten klamotten. alle sind gebildeter und üben sich im politischen diskurs. die regierung hört ihren bürgern zu. gewalt und drogen gibts nur in brandenburg. die straßen sind sauberer und die busse fahren öfters. das bier schmeckt besser und die sonne scheint immer. die döner machen gesünder und berliner bloggen interessanter.

kein wunder also, wenn das VIEW-magazin diesen monat mit einem entsprechendem titel aufmacht. leiderleider gibts in solingen und wuppertal das bessere heroin… (via) – aber das kriegen wir auch noch hin…