für die ambitionierte partnersuche gibts genug seiten im netz. keine frage. funktioniert meist über ausgefeilte fragebögen und psychoquize. hab‘ ich mir sagen lassen. nun leben wir aber im 21. jahrhundert, können schafe klonen und fliegen bald auf die venus. was liegt da näher als die partnersuche per dna-analyse? wissenschaftler haben herausgefunden, dass gewisse dna-stränge übereinstimmen müssen, damit mann und frau sich verstehen und ihr ganzes leben zusammen verbringen können. das sind keine zukunftsvisionen, das gibts wirklich: scientificmatch heißt das. kostet nur 2000 dollars für die lebenslange suche nach dem glück. am schönsten aber fand ich den fragebogen:

  • Were you raised by your natural parents during the first year of your life?
  • Have you been in bankruptcy during the past 7 years?
  • Have you ever been convicted of a felony?

Please check the appropriate boxes. If you are unable to accurately check all three, then we’re sorry; but you won’t be able to join us. If you do check all three and your background check reveals that you were convicted of one or more of the listed crimes, you may forfeit your full membership without recourse, and ScientificMatch may pursue you legally to recover actual and punitive damages.

könnte das mal einer testen und die ergebnisse bitte in die kommentare posten? bitte auch mit der eigenen dna, der vollständigkeit halber.

(via)


hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2) (3) (4) (5)

Jules Verne hab ich nie gemocht. Zu großspurig und langatmig geschrieben – braucht kein Mensch. Aber immerhin hatte er ein paar gute Ideen. Unter anderem die von der Erdumrundung in 80 Tagen. Wie man hier erfährt, hat sich vor ein paar Jahren jemand die Mühe gemacht, wie lange man in unserer heutigen schnellebigen Zeit dafür brauchen würde (ohne Flugzeug!): 42 Tage. Das Ganze würde auch noch über 5.000 Dollars kosten. na denn.

(via)

u-tube

für einen vierteldollar konnte man in den dreißiger jahren schon selber selbstpotraits machen. in nur sechs minuten war das bild fertig und man konnte es begutachten. wobei ich ja glaube, dass dahinter ein fotograf hockte. wie bei diesem schachspielautomaten aus dem 18. Jahrhundert…

„Movie-of-U” Makes Film for Screen Test in Six Minutes (Sep, 1930)

miaeigentlich wollte ich heute was schreiben. über mieze, frontfrau von mia. mia fand ich mal toll. so wie 2raumwohnung und wir sind helden und all‘ die anderen dollen bands, die unheimlich deutsch singen und frisch klangen damals™, vor gefühlten zwanzig jahren. aber ehrlich gesagt konnte ich die bands nie auseinanderhalten. ist aber auch wurscht. coldplay und radiohead klingen für mich auch identisch.

jedenfalls gestern hat mia-mieze ihr neues album vorgestellt. nur für freunde. und fans und pressefutzis. und getrandete subjekte wie mich. und so war der admiralspalast ordentlich voll. und das bier ordentlich teuer. so teuer, dass man sich nicht mal besaufen konnte, um die dreiviertelstunde warten zu überbrücken.

und dann kam die band. wobei: eigentlich gehts um die frau. die band ist nur da. irgendwie. musik gibts auch. irgendwas. aber eigentlich gehts um die stimme. und die texte. sie sang tatsächlich so was wie: „die katze lässt das mausen nicht…“ oder so. und zog sich vor jedem lied komische kleider an.

deutschpop klingt immer wie eine mischung aus rammstein, rosenstolz und …naja… udo jürgens.

ach, wisst ihr was? es langweilt mich.

warum haben erfolgreiche bands nicht den arsch in der hose, sich ständig neu zu erfinden oder mal was politisches zu machen? gibt ja genügend themen.

der Portable Bill Counter zählt nicht etwa die zahl der illegal installieren microsoft-produkte auf der festplatte, sondern harte dollars. und das auch noch für unterwegs. passt in jede größere hosentasche und prüft sogar auf echtheit. liebe leserschaft, das nennen wir ein innovatives produkt.

ich bin dann mal weg. gleich spielt deutschland und währenddessen überfalle ich die sparkasse nebenan. damit das dings hier auch was zu zählen hat. hehe

(via)

von streetart habe ich ja keine ahnung. ich finds nur toll. nicht nur täglich auf der straße, sondern auch im web. und richtig dolle wirds dann, wenn die szene dich offiziell trifft und sich die eier schaukelt. wie vor ein paar wochen beim cans-festival und letztens in der tate modern (links klicken für mehr bilder).

JR
[„JR“ by unusualimage, license]

berlin13

liebe re:publicaners,

es ist ja ganz nett, dass ihr euch trefft und euch austauscht. euch mitteilen wollt, dabei sein wollt, es der ganzen welt sagen wollt. aber müsst ihr dazu ausgerechnet das internet benutzen? die ganzen einträge erinnern mehr an einen schulausflug pubertierender, alle springen und hüpfen umher und erzählen sich dolle sachen. und sitzen im angesagtesten internet-café und hauen sich die taschen voll. gruselig.

versteht mich nicht falsch, ich finde bloggen ja auch wichtig. aber nicht die ganze zeit übers bloggen reden, da wird man ja ganz verrückt im kopp. und vielleicht liegts auch daran, dass keiner mehr liest? weil sich alles nur im kreis dreht? mehr interessante inhalte, dann klapts auch mit der werbung.

und ja, jetzt hab ich was drüber geschrieben, bin in die selbstreferenzialität getappt. mist. jetzt muss ich überlegen, wie ich da wieder rauskomme…

gestern kurz vor arbeit hatte ich es endlich geschafft, meine ganz persönliche besichtigstour des neuen superbahnhofs. vor ein paar wochen war ich schon mal dort, da gabs aber noch ganz viel zu tun: schon von weitem kann man ihn sehen, dieses risengroße monster aus metall und glas. kaum war ich drinnen, hab ich auch schon wieder rausgeschaut, hier der blick nach norden.

 

drinnen gabs noch mehr zu glotzen und so stand ich zwischen hunderten reisenden, die ein wenig verzweifelt ihre züge gesucht haben. stimmt schon, verwirrend ist er, unser klotz im märkischen sand. aber das müssen bahnhöfe sein. reisen bedeutet abenteuer. und wenn die züge immer zuverlässiger werden, müssen die bahnhöfe eben mehr bieten. ein geflecht aus unzähligen aufzügen und rolltreppen bringt die reisenden genau auf jene bahnsteige, auf die sie garantiert nicht wollten.

der blick nach oben entschädigt aber für vieles. blöd nur, wenn man ihn dann auch noch sieht, den zug, mit dem man eigentlich reisen wollte.

aber ich war ja auch nur zu besuch und ließ mich treiben. auf einmal war ich ganz unten und das licht war ein wenig schummrig. gemütlich fast. so stell ich mir die roiberhöhle vor… wie gut, dass man den telekom(m)unikationsdienstleister seines vertrauens und die futtermöglichkeit nummer eins immer in seiner nähe weiß.

 

am haupteingang gabs noch mehr zu stauen. da hatte sich pacman als fußball verkleidet. aber ich hab ihn trotzdem erkannt. als er es gemerkt hat, fraß er schnell die tussi in seinem innern und ward nie wieder gesehen…

 

 

auf einer anderen ebene gings wieder raus und – siehe da – es wird noch gebaut. doch noch nicht fertig mit dem superbahnhof. zum glück war ich mit der kamera dabei und habe es für die welt herausgefunden… [note: zeitgleich zu dieser entdeckung gähnt in china ein reisbauer und hält den sack voll reis fest]

 

mit gigantischem aufwand, unter hochdruck und mit dem einsatz der neuesten technischen gerätschaften arbeitet die deutsche bahn tag und nacht an dem perfekten bahnhof. jeder handgriff sitzt und alles sieht so dermaßen professionell aus, dass einem fast schlecht wird.

 

was kann da eigentlich noch schief gehen? achso, die liebe technik zickt ein wenig. aber wen wunderts? schuld ist sicher wieder ein doofer benutzer…

 

fast hätte ich die lämpchen vergessen. die können ganz dolle sachen: fahren aus der decke und leuchten, wenn die sonne nicht mehr reicht und simulieren so das tageslicht. erinnert ein wenig an ein gebäude in der nähe, das gerade abgerissen wird…

 

und was bleibt? ein bahnhof, an den wir uns ganz allmählich gewöhnen müssen. alternativen gibt es keine. grinsebacke helmut mehdorn hat es geschaff, das ding vor der WM fertig zu stellen und wir sollten eigentlich ein wenig stolz und dankbar sein. aber keine angst, kommt noch.

 

 

mehr bilder gibts hier