000127 – 01/22

düstere bilder eines spaziergangs durch pankreich mit der schraubleica, der verschlußvorhang hängt zuverlässig, reproduzierbarkeit ist eh überbewertet.

Film: Kodak TRI-X 400
Kamera: Leica IIc Elmar 5cm 3.5
Zeit: 2022/01
Entwicklung: Kodak D76 1+0 7min
Scan: Epson Perfection V330 Photo

000130 – 12/21

besuch in niederschlesien im dezember, es hat geschneit, alles ist gefroren und glitzert in der gleißenden sonne. die belichtung in der Nikon FA kommt auch ohne belichtungskorrektur klar, der tageslichtfilm liefert.

Film: Kodak Vision3 (Silbersalz35 250D)
Kamera: Nikon FA
Zeit: 2021/12
Entwicklung: ECN-2 (Silbersalz35)
Scan: Silbersalz35

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Eurotrash (Hörbuch)

erschienen: • ISBN: • Farbe:
merkwürdige, wahrscheinlich autobiographische story über einen sohn, der mit seiner mutter eine (letzte?) reise unternimmt. mit sehr vielen bezügen zu faserland, der bundesdeutschen geschichte, der eigenen familiengeschichte: dem stets präsenten vater, der alkoholsucht der mutter. wir wissen nicht, was real oder erfunden ist, das buch ist stellenweise sehr intim, sogar witzig teilweise. das hörbuch liest er selbst, mit einer sehr lakonischen bis nervigen stimme. oft fragen wir uns, was will er denn jetzt, angeben? schaut her, was ich für ein tolles leben hatte, wieviele berühmte namen ich unterbringen kann, was ich so erlebt habe. es gibt kein reflektieren, nur eine hektische aneinanderreihung von gedanken, anekdoten, gesprächen. das ist unterhaltsam und die anspielungen und geschichten sind spannend, doch wir erfahren nicht, was er uns damit sagen will.

000119 – 11/21

rundgang im dunklen pankreich, belichtung geschätzt. ein bischen länger wäre wohl besser gewesen.

Film: Ilford 400 HP5 Plus
Kamera: Leica IIc Elmar 5cm 3.5
Zeit: 2021/11
Entwicklung: Kodak D76 1+0 9:30min
Scan: Epson Perfection V330 Photo

000131 – 01/22

ein abendlicher kinobesuch im acud („lieber thomas“), ein wochenendlicher ausflug in die wilmersdorfer, spaziergang durch prenzlauer berg. an der brunnenstraße oben gibt es einen öffentlichen raum mit automaten für snacks und co – peak backpacking tourismus.

Film: Kodak Vision3 (Silbersalz35 200T)
Kamera: Nikon FA
Zeit: 2022/01
Entwicklung: ECN-2 (Silbersalz35)
Scan: Silbersalz35

000125 – 01/22

nächtliche bilder im januar, der verschlußvorhang der leica hängt noch immer, da muss ich nochmal ran. streifzüge durch pankreich. besuch eines landeseigenen testzentrums (negativ).

Film: Kodak TRI-X 400
Kamera: Leica IIc Elmar 5cm 3.5
Zeit: 2022/01
Entwicklung: Kodak D76 1+0 7min
Scan: Epson Perfection V330 Photo

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Monschau (Hörbuch)

erschienen: • ISBN: • Farbe:
fiktive geschichte um ein tatsächliches ereignis: der letzte große pockenausbruch 1962 in der eifel. ein düsteres bild westdeutscher provinz entsteht, ärzte kämpfen nicht nur gegen das virus, auch gegen dummheit und stursinn. karneval wird trotz verbot gefeiert, die fabrikarbeiter müssen um jeden preis weiter arbeiten. es wird unablässig geraucht, eine intrige um alte nazis entspinnt sich (der krieg ist erst 17 jahre her), man hört miles davis auf schallplatte und kommt sich näher. am ende löst sich eine verschwörung auf, die gar nicht existiert und es gibt ein köfferchen mit allerlei medizinischem. wir erfahren, was die deutschen im krieg auf kreta gemacht haben.

klingt viel, ist aber tatsächlich eine schöne runde geschichte, die pocken spielen zwar die hauptrolle, aber eigentlich gehts um den zeitgeist, die frage, wieviel nazi in nachkriegsdeutschland steckt. und dass liebe selbst in den ärgsten situationen ihren weg findet, hach.

000129 – 12/21

einen hochempfindlichen kunstlichtfilm (tungsten) am tage benutzen? warum nicht, an die regeln sollen sich andere halten. spaziergang durch wedding und prenzlauer berg, vermutlich samstags. ein verlassenes schwimmbad im wald in sachsen. der traurge weihnachtsmarkt am potsdamer platz.

subtext: es ist merkwürdig, bilder vom dezember zu betrachten. es fühlt sich falsch an, angesichts eines nahen krieges und viel leid. anderseits ist es eine flucht vor der eigenen ohnmacht / machtlosigkeit.

Film: Kodak Vision3 (Silbersalz35 500T)
Kamera: Canonet 28
Zeit: 2021/12
Entwicklung: ECN-2 (Silbersalz35)
Scan: Silbersalz35

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die hoffnung, das neue jahr würde besser werden als die vergangen, haben wir ende februar aufgegeben. die russischen bomben und soldaten in der ukraine bringen unendlich leid und zerstörung. wir schweigen, weil wir mit diesen dimensionen nicht umzugehen gelernt haben. vielmehr: wir sind in der priviligierten lage, keinen krieg zu kennen. oder anders: unsere arroganz hat uns bisher glauben lassen, krieg und tod sei weit weg. was irre ist, schließlich gab und gibt es noch kosovo, kurdistan, syrien, irak, … nun also aktualisieren und scrollen wir endlos durch die timelines, suchen nach antworten, finden lügen und fakes und doch keine lösungen. die geschichten der flucht berühren uns, die flucht der anderen vorher ging (und geht!) uns kaum noch an. es ist erschreckend und machtlos stehen wir vor den eigenen lügen der vergangenen jahre, keine hoffnung auf besserung. und weiter sterben menschen und existenzen werden vernichtet. in einem sinnlosen krieg, angezettelt von der russischen politik, es ist nicht nur putin – diese fokussierung auf ihn finde ich auch falsch. und die leidtragenden sind die menschen auf beiden seiten. beide länder in die vergangenheit gebombt und saktioniert.

die hilfsbereitschaft ist groß, spenden werden gesammelt und flaggen werden gezeigt. wenn auch so manches symbol geheuchelt wird, so ist es in der summe doch wichtig. wären wir noch religiös, könnten wir jetzt beten. so bleibt uns nur die demonstration von menschlichkeit und hoffnung.

heute leider kein foto für dich #5

heute morgen auf dem arbeitsweg zur s-bahn roch es stark nach rauch, die wintersonne leuchtete grell und alles lag in einem bizarren licht. mit dem telefon zu schwierig zu fotografieren und ich wollte ja auf arbeit. spannend wäre vermutlich ein motiv mit den fahrgästen und ihren masken1 auf dem bahnsteig, dem gleißenden licht im hintergrund und den schienen, die im weißen nichts enden.


  1. es ist inzw das dritte jahr der covid19-pandemie und es gilt noch eine allgemeine maskenpflicht im öpnv []