habe nun die app stadtradeln auf dem telefon und tracke meine gefahrenen kilometer. im september nehme ich für berlin / team pankow am wettbewerb teil. jeder kann mitmachen, jeder gefahrene kilometer zählt für das team bzw. die kommune. man sieht aber jetzt schon die gefahrenen kilometer, letzte woche waren es 29 km in 9 fahrten.

„Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.“

KARL POPPER: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde (via)

gestern von einem rumänischen kumpel erfahren, dass es in rumänien eine revolution gab/gibt und die korrupte regierung gestürzt wurde.
daraufhin mal feedly geöffnet, aber in den deutschen massenmedien nix darüber gefunden.
heute genauso.

war wohl nicht wichtig genug.
oder es war ein versehen.
absichtlich wird man das aber sicherlich nicht verschwiegen haben. ditte kann ick ma nich vorstelln…

Oder aber man will man den mündigen deutschen Bürger vor solchen Informationen schützen:

Allein in der rumänischen Hauptstadt Bukarest demonstrierten nach einer Schätzung der Nachrichtenagentur Mediafax etwa 20.000 Menschen gegen die Korruption im Lande und gegen die Politik insgesamt. „Alle Parteien stehlen“, „Alle Parteien derselbe Dreck“, stand auf Plakaten.
Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nieder mit dem Mafia-System“ oder „Rumänien, wach auf“ und schwenkten die rumänische Nationalflagge.

https://www.dw.com/de/wieder-massenproteste-in-rum%C3%A4nien/a-18829315

U.S. citizens should exercise caution when congregating in areas known as expatriate hangouts such as restaurants, bars, and discos frequented by high numbers of resident U.S. citizens and/or U.S. citizen tourists. In addition, hooligans, most often drunken “skinheads,” have been known to harass or even attack people whom they believe to be foreigners or members of rival groups. On occasion, German police reported assaults which appeared to have been motivated by racial reasons, and U.S. citizens have reported that they were assaulted for racial reasons or because they appeared “foreign.”

(reisewarnung auf travel.state.gov)

screenshot.542

(screenshot rbb aktuell vom 15.10.15)

(hier die vorgeschichte, hier eine analyse)

morgen um 10 Uhr dann der vortrag von lobo in frankfurt.

meine meinung: besonders viral ist das nicht gegangen, der hype blieb aus, wozu das alles? die mechanismen eines kaputten literaturbetriebs wurden nicht offen gelegt. alles nur, um einen klugen text zu publizieren?

sascha lobo schreibt im gedruckten spiegel eine rezension (blendle-link) über ein ominöses buch der amerikanischen autorin Carol Felt, von der nur ein wirrer twitter-account existiert. und außer einer dünnen verlagsseite findet sich gar nichts über das buch im netz. das kann man natürlich als kluge PR-strategie sehen, veröffentlichung ist am 16. oktober, pünktlich zum start der frankfurter buchmesse. doch es passt so gar nichts zusammen, das buch gibt es nicht auf englisch (OT verlag: „amerikanische Underground-Literatur, die außerhalb der völlig zerkauften Mainstream-Literatur stattfindet. Sie wird meistens ausschließlich digital publiziert und von den neoliberalen Buchmärkten bestenfalls ignoriert, meistens aber verspottet.“). und sascha lobos sobooks vertreibt nur ebooks. wir sind also gespannt, was da auf uns zu kommt und hoffen, dass es wirklich ein buch ist, ein gutes muss es aber dann schon sein, für all‘ die aufregung.

[NACHTRAG 01.10.15] woanders wurde es ausführlicher besprochen:

„Er [Lobo] überschreitet die Grenzen, indem er einen Netz-Text im Print-Spiegel platziert, der erst im Netz seine Wirkung entfalten könnte (und damit sofort verlieren würde.)“

„Bei einem Dreh für die Band „Ton Steine Scherben“ hat der Regisseur zu mir gesagt: „Jetzt komm mal vor die Kamera, du kannst so gute Sprüche machen. Sag was Komisches.“ Da stand ich plötzlich und habe, glaube ich, ein Ei auf meinem Kopf zerschlagen und gesagt: „Fernsehen ist scheiße.“ Wurde natürlich nie gesendet, aber seitdem galt ich beim Sender als fernsehtauglich.“

Peter Lusting in einem SpOn-Interview