Hinweis der Redaktion: An dieser stelle war ein Bild mit Merkel und Ministern aus dem Kabinett III, darüber eine Aufschrift: "Der Mensch ist das einzige Tier, das schwachen und schlechten Anführern folgt." - Das Bild wurde am 06.07.16 wegen Urheberrechtsbedenken gelöscht /Carsten

ich hoffe das bild ist von der art her nicht zu facebookish. habe es in einem video gesehen und ausgeschnitten, weil google es nicht finden wollte, ich den inhalt aber relativ gut fand…

ich stehe handytippend auf dem bürgersteig, plötzlich fuchtelnd ein kleiner mann vor mir, hinter ihm weitere. das auto sei schon reserviert, ich bräuchte mir keine mühen machen und geht eilig an mir vorbei. sie steigen in ein carsharingdings und brausen davon, lassen mich perplex stehen. ein auto wollte ich jedenfalls nicht.

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im wedding / gesundbrunnen auf der pankstraße braust ein typ auf einem Segway Personal Transporter mit korrektem Versicherungskennzeichen vorbei und guckt in einen orangenen mülleimer nach pfandflaschen.

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2016-06-29_11h17_08

Das stärkste Argument, mit dem Kohl und Genscher Ängste abbauen können, ist ihre Bereitschaft zu einer weitgehenden Integration Europas; nach ihrer Vorstellung geht die deutsche Einigung der europäischen voraus. Je mehr Souveränitätsrechte alle Mitgliedstaaten, also auch die Deutschen, an EG-Europa abträten, je schneller es zu europäischer Währungsunion und politischer Union komme, je rascher das Europaparlament wirkliche Befugnisse erhalte, desto weniger sei Deutschlands Übermacht zu fürchten.
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Zumindest in diesem Ziel sind sich der Bonner Kanzler und sein SPD-Herausforderer einig: Die Rückkehr zum „Nationalstaat von gestern“ (Kohl) soll es nicht geben; das neue Deutschland soll „ein Provisorium“ (Oskar Lafontaine), „eine Etappe“ (Kohl) auf dem Weg zur Einheit Europas sein. Würden sich die Deutschen nur noch mit sich selbst beschäftigen, so Kohl, wäre „das Verrat an unserer Politik“.

aus: Alle Fäden in der Hand, in: DER SPIEGEL 40/1990 – (text|pdf)