IMG_20141030_121917

ein paar meter hinterm trubeligen und sterilen portdamer platz befindet sich eine kleine unscheinbare und urige kneipe. da gibts sie noch, die gute alte hausmannskost fürs kleine geld. es wird reichlich aufgetan und niemand zwingt einen zum getränk, damit der mischkalkulierte business plan stimmt.

nach den salafisten nun die nazis

screenshot.34

wo sind verfassungsschutz und bnd eigentlich? ach, die sind da beteiligt. na dann. und dann schreien sie wieder, wir bräuchten mehr polizei und waffen und gerät. und dann rüsten wir die bewaffneten einheiten auf und nebenher schaffen wir unsere grundrechte ab.

die hooliganszene jedenfalls hat an diesem wochenenede jegliche sympathie verspielt, auch wenn sie sich jetzt als medienopfer stilisieren. wer mit trunkenen nazis marschiert, der verdient es nicht anders.

berlin hat ein neues einkaufszentrum. genau da, wo früher schon das Wertheim Leipziger Platz stand, da wor man sich in den neunzigern abzappelte (tresor). das ist so trist und traurig, so dekadent, architektonisch langweilig und uninspieriert wie alle einkaufszentren dieser welt. der sogenannte food-court ist so deprimierend, dass einem schnell das essen vergeht. wie masttiere bewegt man sich im rondell vorbei an den büdchen mit fettigem und den minijobbern, alles so beliebig und austauschbar.

hinweis für die touristen unter den lesern: bitte nicht die mall of berlin mit der wall of berlin (checkpoint charlie) verwechseln:

IMG_20140929_123015

höre mich gerade auf youtube durch die punkszene der frühen neunzinger und habe feeling b und skeptiker wiederentdeckt. die kassetten hatte ich bis zum ausleiern gehört, richtiger punker war ich jedoch nie. anders als wohl holger j., der unter dem upload von Schlachtrufe BRD Vol 2 wehmütig schreibt:

screenshot.7

jetzt überlege ich, ob das nicht vielleicht auch ein gutes zeichen ist. also die entradikalisierung der gesellschaft. die antifa berlin hat sich vor kurzem aufgelöst. punk gibt es immer noch, aber eher als untergrund-phänomen, von der breiten masse weitesgehend ignoriert. wichtigstes thema der radikalen linken ist die kaputte asyl- und flüchtlingspolitik in der bunderepublik. besetzungen, camps und auch radikale formen wie anschläge auf s-bahn usw usf sollen auf den missstand hinweisen. das ist höchst dringend, die politik hat bis jetzt keine antworten. ob so mancher radikaler ansatz richtig ist, darf und muss bezweifelt werden, hilft aber unter umständen.