MonatApril 2014

bienen retten!

Chemtrails, bienensterben, CO2, sexismus, meteoriten auf großstädte, nazis im verfassungsschutz, snowden in moskau, nato im schwarzen meer, bienensterben, bayerische separatisten, krim-tataren in der türkei, nahost-konflikt, syrien, aufstände in rio, bienensterben, tempelhof, EU, demokratie …

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wir haben viele probleme aber keine prioritäten, diese zu lösen. wir stehen uns selbst im weg und jeder gute ansatz wird zerredet und kaputt diskutiert1.

und statt nach lösungen zu suchen, wird eine menge energie aufgewendet, schuldige zu suchen. die bilderberger sind an allem schuld. die think tanks in washington, die lobbyisten in berlin und brüssel, die bolschewistische presse, die islamisten, die chinesen.

aber schaut man sich die geschichte an, werden die protagonisten alter ornungen von den revolutionen hinweg gespült und keiner kümmert sich mehr. das war 1789 und 1989 so, um nur mal ein paar zahlen zu droppen.

lasst uns also mal sortieren, was von der ganzen scheiße am beschissensten ist. und dann suchen wir lösungen statt ursachen. und dann retten wir die bienen. versprochen.

ich fang mal an mit den prioritäten:

  1. Krieg – immernoch sind viele Menschen der Welt durch militärische Auseinandersetzungen in großer Gefahr, auf der Flucht oder ohne feste Bleibe.
  2. Hunger/Krankheiten – trotz großer Fortschritte in Landwirtschaft und Medizin hungert ein Teil der Menschheit oder ist durch Krankheiten bedroht, für die es längst Medizin gibt
  3. Umwelt/Klima – die erde geht kaputt durch unseren lebensstil

und bei euch so?


  1. dazu bitte Alternativlos, Folge 31 anhören []

alles gute, buch!

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heute ist welttag des buches.

Ich lese ja gerne, aber leider viel zu wenig, wegen die zeit, ihr kennt das. seit einiger zeit habe ich auch einen eBook Reader und lese darauf, hat aber nicht zu weniger physischen büchern geführt. im gegenteil – ich kaufe die immer noch gerne auf flohmärkten, gebraucht beim großen internet-händler oder ab und zu im lokalen handel.

gelesenes wird verschenkt oder in der bücherboxx versenkt.

übrigens gelangt der geneigte leser hier entlang zu meiner kleinen bücherei.

und als bonustrack sozusagen:

„The writer Umberto Eco belongs to that small class of scholars who are encyclopedic, insightful, and nondull. He is the owner of a large personal library (containing thirty thousand books), and separates visitors into two categories: those who react with “Wow! Signore, professore dottore Eco, what a library you have ! How many of these books have you read?” and the others – a very small minority – who get the point that a private library is not an ego-boosting appendage but a research tool. Read books are far less valuable than unread ones. The library should contain as much of what you don’t know as your financial means, mortgage rates and the currently tight real-estate market allows you to put there. You will accumulate more knowledge and more books as you grow older, and the growing number of unread books on the shelves will look at you menancingly. Indeed, the more you know, the larger the rows of unread books. Let us call this collection of unread books an antilibrary.“
Nassim Nicholas Taleb, The Black Swan: The Impact of the Highly Improbable

kneipen im wedding. eine auswahl.

der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu
der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu

Castle Pub
vor einiger zeit waren wir im castle pub, haben dort anständig getrunken und somit war dann auch die rechnung anständig. bei so einem putzigen rubbelspielspaß haben wir sogar gläser gewonnen, nur um sie beim gehen einfach zu vergessen. der pub ist toll, gleich am gesundbrunnen und gemütlich eingerichtet, nur die live-band war zu laut, obwohl wir uns extra weit weg gesetzt haben. gegessen haben wir nichts. siehe auch

Mastul
weil das cralle letztens voll war, erinnerten wir uns an das mastul umme ecke. war dann doch ein etwas längerer marsch, hat sich aber gelohnt. vier bierchen für ’nen zehner, das kann man machen. man sitzt in gemütlicher atmosphäre und plaudert. ab und zu gibt es da auch lesungen, sagt man.

Humboldthain Club
da wollte ich schon lange mal hin, direkt an der s-bahn. das war auch mal ein rockerdings, glaube ich. jetzt ist da bumm-bumm-musik, über deren qualität ich leider nichts sagen kann. es war dunkel und der strobo hat geblitzt, wir saßen im kabuff und quatschten. manchmal kostet das auch eintritt, aber nicht, wenn man wie wir früh kommt. später waren nur hopsende kids, wir gingen schnell.

Kugelbahn
das wollte ich schon lange mal erwähnen. coole kneipe, oft auch mit live musik. man sitzt gut und gerne dort. und das beste: gleich um die ecke.

natürlich gibt es noch mehr, das F in der grüntaler, weine & geflügel, eschenbräu, und noch hundert andere. aber man kann ja nicht immer nur ausgehen…

Tatort: Der Hammer (2014) – Thiel & Boerne

Hihi. Großartigster Klamauk und gute Unterhaltung. Viele Ungereimtheiten und logische Schwächen, aber der Zuschauer wird durch brachialen Humor allemal entschädigt. Dabei ist die Geschichte ziemlich absurd: Ein Irrer in Superhelden-Outfit kämpft gegen Korruption und die Drahtzieher eines Bordellprojekts im schönen Münsterland. Thiel wacht mit Handschellen an sein Bett gefesselt auf und Boerne misshandelt Schweineköpfe. Anschauen.

Filmkritik: Blue Jasmine (2013)

huch, schon wieder ein Woody Allen. eine frau stürzt ab, nachdem ihr mann wegen illegaler geschäfte im gefägnis landete und selbstmord beging. schön ist dieser absturz nicht, aber man kann auch nicht wegschauen. sie zieht zu ihrer schwester, veruscht sich neu zu verlieben, arbeitet, will studieren. aber sie scheitert an allem, was sie auch nur anfängt. am ende sitzt sie selbstgesprechend auf einer bank, es gibt keine lösung, keine perpektive. das klingt jetzt vielleicht zu hart, tatsächlich hat der film auch seine absurden momente. im grunde ist er auch gesellschaftkritisch, aber welcher film ist das nicht?