MonatAugust 2011

Warum 2012 die Welt nicht untergehen wird

… steht hier. und ist höchst interessant.

Es ist tatsächlich völlig unnötig, vor dem Weltuntergang 2012 Angst zu haben. Er wird nicht stattfinden! Und das braucht mir niemand zu glauben. Das soll mir niemand glauben! Mit „glauben“ kommen wir hier nicht weiter. Sicherheit bringt nur „wissen“! Also lernt, über Astronomie Bescheid zu wissen. Dann verschwindet nicht nur eure Angst vor dem Weltuntergang ganz von selbst – ihr werdet außerdem feststellen, wie faszinierend das Universum ist, in dem wir wohnen!

also dann, ich will dazu nichts mehr hören. beziehungsweise nur noch fundierte fakten, die sich nicht mit astronomie widerlegen lassen.

Stiftung Pixeltest. Heute: zweitbilligster eBook-Reader der Welt

Nachdem der letzte zu klein war, nun für ein paar Euros mehr eine 7 Zoll Variante:

Archos 70 eReader
Archos 70 eReader, Quelle: archos.com

woanders kommt man zum schluss:

Inutile de tourner des heures autour du pot : si ce 70 eReader est loin d’aligner le sans faute, et notamment à cause de son écran un peu avare en terme de contraste, ne lui permettant pas de s’afficher dans le haut du panier aussi bien en terme de lecture d’eBooks que de vidéos, il n’en reste pas moins qu’il offre un rapport qualité/prix des plus intéressants, puisque vous pourrez (en cherchant un minimum) le dénicher pour 80€ sur la toile.

Und dem kann ich mich nur anschließen: Die Verarbeitung ist mittelmäßig, er kann nur Bücher, Musik und Videos, kein Internet, keine Apps, kein Wifi, kein nichts anderes. Aber das ist auch ein Vorteil. Man wird nicht abgelenkt und liest nur. Mit einem anderen Gerät würde man wahrscheinlich spielen, Mails lesen und Internet surfen. Nicht so hier. Gut, das Display ist auch LCD, dafür ausreichend scharf und hell. Er lädt sowohl ePubs als auch PDFs in einer akzeptabler Geschwindigkeit – Kindle & Co. sind da meines Wissens auch nicht schneller.

Er ist leicht, der Akku hält gut durch (angeblich 10 Stunden, ausprobiert habe ich das noch nicht) und liegt gut in der Hand. So groß wie ein größeres Taschenbuch, jedoch dünner. Und 2 GB reichen für so einige Bücher. Und er beherrscht auch Adobes DRM, so dass ich mir nun elektronische Bücher ausleihen kann

Tatort: Herzversagen (2004) – Dellwo & Sänger

Etwas gefühlsbetonter Fall um das frühe Ableben älterer Menschen. Frau Sänger darf nicht mitmachen, weil sie psychisch angekratzt ist, löst dann aber doch die Morde. In ihrem fünften Fall wirken beide ein wenig profillos, fast nervig und öde. Der Fall ist gut konstruiert, die Auflösung dagegen wenig glaubwürdig.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 17.10.2004

[xrr rating=4/7]

Berliner Abwrackerei

Am Samstag fand sich ein beachtenswerter Artikel von Arno Widmann in der Berliner Zeitung (via +Mario Sixtus). Mit vielen klugen Sätzen und Denkschmalz. Der Klick lohnt also. Und weil brennende Autos gerade durchs Boulevard getrieben und verwahlkampft werden, ein Zitat aus dem Artikel:

Aber denken wir daran, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der man zwanzigtausend Euro einfach so auf die Straße stellt und empört ist, wenn ihnen etwas passiert?

Nun könnte man einwerfen, dass es bis vor kurzem noch völlig ungefährlich war, sein Auto zu parken. Nun muss man jeden Morgen mit dem Äußersten rechnen. Dass der Maserati mal wieder abgebrannt ist, mitten in Charlottenburg. Da sind dann ein paar Euro mehr als zwanzigtausend verpufft. Aber vielleicht hat sich die Gesellschaft auch verändert und Früher™ ist Geschichte. Oder, eleganter ausgedrückt:

Wir leben mitten in einem Systemwechsel. Wir werden einhundert Jahre brauchen, um zu begreifen, wie er sich abgespielt hat. Wir werden immer wieder versuchen, ihn mit den Begriffen rechts und links einzufangen. Das wird uns nichts helfen.

Kunst an der Feuerwache Kreuzberg (Juni 2008)

Um mal von den brennenden Autos wegzukommen: Ich halte das für Taten Einzelner (bzw. rhetorischer Einzeller) und weit weniger politisch motiviert, als es dargestellt wird. Weil es kontraproduktiv ist, weil die Versicherungen doch zahlen, das Leben Dritter gefährdet wird und es keiner Sache dient als blinder Zerstörungswut. Viel aussagekräftiger sind die Reaktionen der Presse, die die Taten gleich in die linke, linksautonome Szene drücken und es sich damit sehr, zu einfach machen. Es herrscht eine gereizte Stimmung wie zu besten RAF-Zeiten.

Das verstellt den Blick auf das eigentliche: Dass vieles falsch läuft in unserer Gesellschaft, dass wir uns verrannt haben in einen blinden Glauben an den Markt. Dass wir die Relationen verloren haben, weil wir dem schwer vermittelbaren Hartzler seinen Lottoschein nicht gönnen, dem systemrelevanten Bankler seine Prämienboni aber schon. Zugegeben, etwas populistisch, aber im Kern wahr.

Es geht nicht um Utopie, Planwirtschaft, Sozialismus oder Parteiengeplänkel, es geht um Realitäten. Um Marktaufsicht, statt -kontrolle. Es kann nicht sein, dass Unternehmen ihr Kapital aus dem Kerngeschäft ziehen und in den Finanzmarkt pumpen, wie bis 2008 passiert. Es kann nicht sein, dass blind Schuldverschreibungen und Bürgschaften ohne Auflagen für andere Staaten übernommen werden und der eigene Haushalt damit in Gefahr gerät (das hat gar nichts mit Nationalstaatlichkeit zu tun, eher mit Rationalismus).

Nun ist es einfach auf die Politik zu schmipfen, aber was kann ich als Einzelner tun? Versuchen zu verstehen, was da oben abgeht? Oder machen lassen und mich so durchwursteln? Selber Autos abwracken? So viele offene Fragen.