MonatMai 2011

BITCOIN: eine dezentrale währung für die zukunft?

Kapitalismus kaputt (Mai 2008)

während ich mich seit ein paar tagen noch mit der theorie vom schwundgeld auseinandersetze (und bislang nicht so richtig verstanden habe), gibt es in diesem sogenannten internet eine weitere ernstzunehmende alternative währung: den bitcoin. SPON hat einen längeren artikel (und nennt es dabei völlig bescheuert Hackergeld). erdacht 2009 von Satoshi Nakamot kann inzwischen auf einigen seiten damit bezahlt werden. basiert auf p2p, dezentralen datenbanken und verschlüsselung („entwickelt sich nach einer deterministischen, geometrischen Reihe“ – wiki) – ist also endlich und an keine andere währung gekoppelt. mit einem leistungsfähigen rechner/grafikkarte kann man sich auch selbst geld machen. angeblich krisensicher und durch verknappung geschützt vor inflation.

alles sehr spannend und auf jeden fall ein bisschen mehr recherche wert.

rückschaufehler

Een rotte appel in de mand, maakt al het gave fruit te schand (kreuzberg, mai 2008)

zugegeben, der plan, uns komplett und palettenweise von gurken und tomaten aus spanien zu ernähren, hätte tatsächlich funktioniert, wenn nicht der zoll unsere gurkentruppe angehalten und sämtliches genuß-gemüse beschlagnahmt hätte. karl-theodor hatte schaum vorm mund, geholfen hat alles nichts: wir kamen also mit leerem kofferaum aus belgien. vorher wollten wir eigentlich nach holland und uns mit zeuch eindecken, aber da gibts jetzt auch nichts mehr. dominique hat sich wieder erholt und lenkt unseren benz nach mannheim. ein paar stunden noch. unser plan: jörg zu befreien, noch vor der urteilsverkündung. eigentlich wollten wir ihn freipressen mit der entführten air france-maschine, doch keiner von uns kann fliegen. zum glück! wenn da jetzt auch noch unser geseire auf dem flugschreiber wär’… unser antrag auf kriegsdienstverweigerung bei der fremdenlegion wurde abgelehnt, morgen mittag geht unsere maschine nach marokko, so richtig glücklich sind wir nicht. aber wir müssen mit jörg wohl für ein paar tage untertauchen…

Schwanz ab, Schwanz ab (runter mit dem Menschlichkeitswahn)

dem mietschwein annabelle wurde der kringelschwanz abgerissen. tage später tauchte der schwanz wieder auf im biergarten: der schwanzroiber zeigte reue.

disclaimer: wir berichten regelmäßig aus der schönen stauferstadt bad wimpfen. bis letztes jahr war dort auch ein schweinemuseum, das ist dann aber nach stuttgart umgezogen. das ist nämlich ganz große dialektik: während ganz berlin stuttgartisiert wird, verschweint stuttgart selbst.

Hier schreibt der Kulturpessimist noch selbst (#16) – Die Diktatur der App

_erweiterter_ Internet Explorer

wir installieren uns zu tode – neil postman muss man nicht lesen, aber weiterdenken. vor fünfundzwanzig jahren kritisierte er das fernsehen und die auswirkungen auf die gesellschaft. heute wird weniger fernsehen gekuckt, aber sind die leute dadurch kritischer geworden, weil sie mehr internet konsumieren? das internet mache ja gerade wieder revolution in spanien, sagt man. kann man so sehen. man kann aber viel zeitplömpelei auf facebook und konsorten beobachten. nix da mit gesellschaftskritik also? ein weites feld, um das es hier aber gar nicht gehen soll. sondern um ein weiteres zeitfresserchen, dass es so erst seit ein paar jahren gibt. aber fangen wir ganz vorn an.

früher, als die handys noch groß wie häuser waren und der einzige mobilfunkprovider die deutsche post war (sic!), da hatten die leute noch zeit für ihre autos. da wurde getunt und gepimpt, dass es nur so krachte. eine ganze subkultur ist da entstanden. mit aberwitzig großen subwoofern im kofferaum und so zeugs. im auge des besitzers wurde das handelsübliche auto erweitert und so einzigartig. im auge des außenstehenden wurde es nur unnütz teuerer und hässlicher. es sei angemerkt, dass der autor dieser zeilen nie ein eigenes auto besaß.

jahre später gab es das internet. und irgendwann google. google war einfach da und hat funktioniert. dann kam der firefox. der war erstens schneller und ließ sich erweitern durch addons. geil. mit jeder noch so undenkbaren eigenschaft konnte man ihn ausrüsten. mit den jahren kamen immer mehr addons dazu und es gab seiten, die sich nur damit beschäftigten. andere programme machten es nach, aber so einfach und komfortabel wie in firefox und thunderbird addons zu installieren und zu deinstallieren ist es in den wenigsten.

nur – das suchen nach den immer besseren addons nahm auch eine menge zeit in anspruch, zeit, die man besser in die eigentliche aufgabe, dem browsen, investieren hätte können.

und dann kam apple mit seinen ipods und den iphones. mächtige handgeräte mit noch mehr funktionen und einem ganzen app store. fantastrilliarden von apps – kostenlose und -pflichtige – warten nur auf ihre installation. viele sind sinnlos, einige brauchbar, manche beschäftigen sich mit sich selbst, wieder andere verwalten andere apps oder s geht nur um eine bessere oberfläche. egal, welches problem du hast, es gibt für alles eine app. sagt die werbung.

google zog mit seinen androiden nach und erschuf auch dort ein mächtiges universum – den app market. das angebot ähnlich wie bei apple. das schöne dabei: es ist dezentral, jeder programmierer kann sich einbringen und eigene apps erstellen und anbieten und geld damit verdienen. eine armee von entwicklern kümmert sich und verbessert und resgiert auf kundenwünsche und der markt blüht und gedeiht und alle sind zufrieden.

das problem dabei ist nicht monetärer art – viele apps kosten nichts oder nur wenige und es gibt meist kostenlose trials – nein, es ist eher ein zeitproblem. für jedes problem und jede anforderung gibt es zuhauf alternativen und es braucht einige zeit, um das jeweilige geschäftsmodell, die technik und die nachteile zu verstehen. viele apps schaffen auch erst ihre nachfrage. da gibt es dieses dings, was ein gespieltes lied erkennt – brauche ich das? da gibt es hunderte von apps, die den pc bedienen können. undsoweiter. sehr unübrsichtlich und ständig das gefühl, genau die nächste app zu verpassen – furchtbar.

dabei geht der blick aufs ganze verloren und sehr viel zeit. muss das sein?

Tatort: Ausgelöscht (2011) – Eisner & Fellner

Die Frau Fellner und ihr Kontakte in die Unterwelt! Dazu ein Kommissar Eisner mit schlechten Werten und Diät. Da passen die nackten Bulgaren in den Einkaufswagen auch noch. Aber nein, eine bulgarische Kollegin ermittelt mit. Und dann wirds spannend bis zum Ende und die Auflösung ist ganz anders. Unkonventionell und teilweise mit original Wiener Schmäh. Teilweise.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 29.05.2011 +++

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