witzige verfilmung von jan weilers buch (das ich nicht gelesen habe). über ein italienisch-deutsches pärchen, die im ausland (hier: italien) heiraten wollen. mit allelei (sprach-)verwirrung und klischees zu kämpfen haben (kennt man ja) und die ganze geschichte mit den gastarbeitern in deutschland nochmal aufrollen (bitter!). streckenweise platt, viel komik, aber auch nachdenkliches. solider deutscher film, christian ulmen spielt großartig und die anderen auch.

| wikipedia | imdb |

[xrr rating=5/7]

Zum Jubiläum ein ganz besonders Geschenk an die werte Leserschaft: Bisher unveröffentlichte Bilder einer Kiezwanderung an einem sonnigen Tag im Dezember 2006. Mit ganz vielen (Eck-)Kneipen und Läden, die es gar nicht mehr gibt. So manches sieht fünf Jahre später ganz anders aus und in fünf Jahren wird es da auch wieder anders aussehen. Dann sprechen wir uns wieder. Übrigens jetzt mit dollem Überlagerungs-Bilderanzeigdings, war Steffens Idee…

The Strokes – Angles (2011)

das lang erwartete album ist nicht mehr als ein permutatives prozessklassen-hilfskonstrukt. dabei errinerten sich die garagenrocker ihrer abendländischen erinnerungsverpflichtungen und erschufen eine psychohygienische persönlichkeitsverdichtungsmaßnahme, die ihresgleichen sucht. die aufgabe war von anfang an definiert, die erwartungen entsprechend hoch: die schlichte notwendigkeit mit allem nachdruck alle ressourcen auszuschöpfen. doch die letzten alben wugten schwer, die konstruktive vergangenheitsakzeleration war allgegenwärtig. die zwanghafte intelligenzisometrie der verhaltenstherapeutischen bulimieidealisierung schwub wie ein damoklesschwert über der gruppierung. jedoch! herausgekommen ist eine art komplexe dunkelfeldpipeline, ein dosiertes tangentialsediment – wie so oft im leben führt die themenzentrierte regionaldeeskalation zu erfolg – schwerlich zwar, doch immerhin.

und zwar schön trotzig-gelangweilt, so dass einem die welt nervöse blasiertheit als informierte lebensmüdigkeit durchgehen lässt.

danke, danke, danke.

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Von Ende März 2006 datiert der erste Beitrag. Seitdem hat sich einiges getan. Insgesamt 1.403 veröffentlichte Artikel mit 2.190 Kommentaren und knapp 6.500 Tags. Gefühlte Tausend Plugins und Themes hab‘ ich ausprobiert, der Blog ist ständig im Wandel und lebt, wie ein Organismus. Zwar ist nicht mehr so viel los wie in 2008, aber doch noch regelmäßig. Dazu diese kleine Grafik:

Anzahl der Postings pro Monat und Jahr (seit März 2006)

Und seit November letzten Jahres schreibt Steffen mit:

Verteilung der Postings nach Autoren seit dem 17.11.2010

Ich danke Euch, für Eure Klicks, für Eure Kommentare und sowieso. Ihr seid großartig. Ende der Durchsage.

die sonne lacht, die fenster wollen geputzt werden und der blog braucht ein neues aussehen. ein paar ungereimtheiten in der darstellung gibt es noch aber alles in allem bin ich recht zufrieden damit. meinungen? deinungen?

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berlin ist woanders: dresden-neustadt im mai 2008

[EDIT 30.03.2011:] altes Layout wieder hergestellt weil es so manchem nicht gefuhl… meh

[EDIT 30.03.2011:] doch einen kompromiss gefunden… ich hoffe, das stösst auf mehr gegenliebe. dafür mit uraltem original-logo!

Mäßiges Stück um Homosexualität im Profifußball. Einer wird ermordet und keiner wills gewesen sein. Frau Lindholm hat einen neuen Kollegen. Mehr gibts eigentlich nicht zu erzählen.
Der Stern dagegen ganz euphorisch:

„Es prickelt zwischen der toughen, aber irgendwie doch einsamen Kommissarin und dem toughen, aber irgendwie auch einsamen Journalisten – und beide trauen sich nicht, es sich einzugestehen. Genauso wie offen bleibt, was zwischen den beiden nun ist, bleibt offen, ob der Zuschauer Jan Liebermann im nächsten Lindholm-Fall wiedersehen wird. Danke auch dafür, werte „Tatort“-Macher.“

+++ Erstausstrahlung: 20.03.2011 +++ LINK +++

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im internet, da gibts alles. da darf jeder reinschreiben und reintun, was er will. egal, ob es interessant ist oder jemals gelesen oder angeschaut wird, da kümmert sich keiner drum. und so muss man zwischen all‘ dem scheiß die perlen suchen. die es zweifelsohne gibt. zum beispiel das Museum of Anti-Alcohol Posters von Yuri Matrosovich.

nach dem museumsbesuch hat man einen ganz anderen blick auf das thema, ist sensibilisiert und hört sofort auf mit trinken. um nichts anderes geht es doch in der kunst!

(via)

Heilige im Schaufenster in Wrocław, Polen (Juli 2008)

„In Bad Wimpfen kann die Christusfigur abgenommen werden, zum Beispiel, um das Ostergeschehen nachzustellen. Jesu Arme sind dank alter Holzscharniere beweglich.“ (Stuttgarter Nachrichten)

Wahnsinn, da kann der Jesus winken und die Gemeinde ist entzückt. Mal ehrlich: Diese Insignien und Reliquien sind doch sowas von Mittelalter, da kann mir keiner mit Tradition kommen, das ist doch Hokuspokus. Entweder glaube ich oder ich glaube nicht, da brauche ich doch keine Figürchen zu.

Dr. Kawashima Ranga Yogeshwar sagte gestern, dass es eine der ersten großen Naturkatastrophen sei, die wir nahezu komplett dokumentiert bekommen. Auf allen Kanälen stehen wir daneben, sehen unglaubliche Wassermassen auf uns zukommen und Städte verwüsten. Sehen wir kriegsähnliche Verwüstungen, Retter, Trümmer, explodierende Kraftwerke. Live, unzensiert, gewaltig und hollywoodesk. Auf Twitter erfahren wir vom Überleben von Yuko Yamaguchi (Erfinderin von Hello Kitty), Satellitenbilder zeigen uns das ganze Ausmaß der Schäden, wenn den Nachrichtensendern das Material ausgeht zeigen sie Animationen der Plattentektonik. Wahnsinn. Nur: dass da tatsächlich Menschen sterben, hungern, leiden, trauern, obdachlos sind, das verschwindet hinter den viel beeindruckenderen Bildern von Kaputtem. Und man sieht sich schnell satt, giert nach immer neuen Schreckensmeldungen.

Speicher voll (November 2008)

Die Welt hat sich wieder mal ein Stück geändert, nichts wird so wie früher sein. Das war sicher so ein Schwarzer Schwan-Ereignis. Oder war es vorher klar? Hat das irgendjemand vorher gesehen? War es besonders bescheuert, eine Weltmacht auf einer Kontinentalfalte zu errichten? Wie das alles historisch eingeordnet wird, werden die nächsten Wochen entscheiden. Sicher ist nur: Sicher ist nichts.

Da fragt selbst bild.de:

„Die beiden betagten Herren Schmücke und Schneider vom Hallenser „Polizeiruf 110″ machen Tai-Chi, schlafen lange, sind von Rheuma geplagt und ermitteln behäbig – angenehme Entschleunigung oder schmerzhaft öde?“

langweilig war es schon, ging wohl um jugendliche und soziale trennung und probleme und unterschicht und rentner im plattenbau und am ende kommt das SEK. will man das?

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: Sonntag, 13.03.2011

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