in einem neubauviertel (neue vahr süd?) in bremen wird ein mann und seine frau erstochen, das kind bleibt verängstigt zurück. frau lürsen kümmert sich, passt sich den klischees an und ermittelt im umfeld. die männer und nachbarn arbeiten nicht nur zusammen, sondern schmuggeln auch drogen. stedefreund kümmert sich um lürsen und karlsen spielt dem kind mit brötchen und gabeln was vor. spannend ja, etwas zu vorhersehbar und auch ein bisschen anstrengend.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 13.02.2011

[NACHTRAG:] Die SZ fragt nach:

Dass sie erst unter Zeugen als Kommissarin und kurz darauf schlecht verkleidet als angebliche Angehörige am selben Tatort recherchiert – diese Logik im Drehbuch ist natürlich mindestens surreal. Das traumatisierte Kind, das die Ermordung der Eltern miterlebte, tanzt am Ende des Films schon wieder therapeutischen Hip-Hop und freut sich. Alles ist also kurz vor Anne Will auf einem guten Weg.

Thomas Gottschalk verlässt „Wetten, dass.. ?“, Peter Alexander ist gestern gestorben, vor kurzem hat Leslie Nielsen das Zeitliche gesegnet. Die großen Männer der Medienwelt sterben langsam aber sicher aus und es gibt keinen der nachrücken kann.
Ägypten ist Mubarak nach tagelangem Protest endlich los, und jetzt wollen die Ägypter auch die neue Regierung nicht. Wissen die überhaupt was sie wollen? Weiß überhaupt jemand was er will? Alle meckern nur noch. Dazu kommen die alltäglichen Probleme. Die Menschen werden immer fetter, das Essen immer ungesünder, die Jugend immer dümmer, es wird zu viel gesoffen, die Gewalt nimmt zu. Klima. Umwelt. Krieg. Naturkatastrophen.
Alles wird schlechter, sogar die Nachrichten. Es passiert einfach nix positives mehr. Zumindest wird einem das in jeder möglichen Situation weisgemacht.
Zum Glück geht die Welt 2012 sowieso unter. Zeit wird’s. So macht das keinen Spaß mehr. Echt mal, eyh!

roter teppich bei der berlinale 2008 mit einer EXA 1b (35mm)

die berlinale interessiert mich ja so gar nicht und es erstaunt mich immer wieder, wie das die leute anzieht. jedes jahr aufs neue. wie sie anstehen für tickets und durch die stadt fahren, völlig abgenervt und übermüdet (man erkennt sie ganz gut an ihren taschen). wie radio eins nur noch ein thema kennt und es so manche pressekonferenz bis in die tagesschau schafft. wie sie alle auf einmal filmtheoretisch daher schwafeln und alles an werner herzog und wim wenders vergleichen. gruselig. ich glaube, der deutsche film hat einen minderwertigkeitskomplex, oder zumindest die kritiker. was ich auch noch nie verstanden hab‘: da laufen filme, die manchmal erst monate später regulär in die kinos kommen.

vielleicht braucht berlin die berlinale – ich brauch‘ sie nicht.

Walk of Fame (?) am Potsdamer Platz (Oktober 2010)

woweezowee. endlich mal gesehen und gar nicht mal so doof gemacht. mit dem fiktiven dokufilmer, der selbst zum streetartisten wird. mit den großen der szene, mit banksy selbst natürlich und kunstmarktkritik. nun könnte man dem großmeister geltungszwang und hybris vorwerfen ob soviel selbstbezogenheit. aber lassen wir das. hören wir lieber auf die taz:

„So weitet sich sein um drei Ecken gedachtes Straßenspektakel zur multiperspektivischen Bestandsaufnahme eines Kunstschlussverkaufs.“

+++ imdb +++ official +++ wikipedia +++

[xrr rating=6/7]

bonustrack: was ganz ähnliches hatte ich hier auch schon mal…

Bukow steht unter Verdacht, mit dem Bösewicht aus Serbien zusammen zu arbeiten, früher, in seiner Berlin-Zeit sind angeblich Beweise verschwunden wurden und ein Kronzeuge musste sterben. Alles sehr merkwürdig. Doch ermitteln darf er weiter und das ist auch nötig, es gibt nämlich noch einen amokenden Vater, eine Pharmafirma ist (mal wieder) schuld am Tod seiner Tochter. Und der Staatsanwalt steckt da mit drin. Ganz schön spannend, zumal für einen Polizeiruf.

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 06.02.2011 +++

[xrr rating=6/7]

tragisch, komisch, frustrierend: das leben des Larry Gopnik ist kein einfaches – der uni-dozent und reihenhäusler verliert frau und geld und dann noch den geliebten seiner frau. die kinder nerven, nehmen drogen und der nachbar schießt auf juden. das ist großartig, trocken, bitter, witzig, da kommt man aus dem staunen nicht mehr raus und ist enttäuscht, dass der film so schnell vorbei ist.

den coen-brüdern ist ein abermaliges meisterwerk gelungen, zwar gescheitert an der kinokasse, aber unbedingt empfehlenswert.

+++ wikipeadia +++ imdb

[xrr rating=7/7]