MonatDezember 2010

Der Roibergehilfe meldet sich zurück

So, endlich wieder in Berlin. Was habe ich diesen Krach, diesen Dreck und den Gestank vermisst. Am Donnerstag nach der Arbeit habe ich bei Sixt einen Golf abgeholt und mich auf den Weg gemacht. Auf nach Bayern, zu meinen Eltern.
2 Uhr nachts war ich da. In einem kleinen Dorf, wo alles ruhig und spießbürgerlich ist. Bei dieser Ruhe kann man nichtmal richtig schlafen, weil einfach der Krach im Hintergrund fehlt1. Am Freitag dann essen gehen. Da merkt man erstmal wieder wie toll Berlin doch ist, wenn man kilometerweit laufen muss um zur nächsten Kneipe zu kommen und auf dem Weg sieht man Mittags um eins nur 2 andere Leute. Aber dafür schmeckt das Essen. Es gab ganz klassisch Gans. Eine Riesenportion, die sogar mich satt gemacht hat. Der Weg zurück, bergauf und mit vollgefressenem Magen hat echt keinen Spaß gemacht. Um die Zeit bis zum großen Geschenkeverteilen zu überbrücken wurden ein paar Gesellschaftsspiele gespielt. Alle waren mit Ihren Geschenken zufrieden, alle haben sich gefreut. So soll es sein.

An den nächsten beiden Tagen haben wir dann noch die Großeltern besucht, noch mehr Spiele gespielt, uns die Bäuche mit leckerem Essen vollgeschlagen, rumgegammelt – was man halt so macht.
Gestern dann wieder zurück, über die zugeschneite Autobahn. Irgendwie stressig, aber trotzdem mal wieder schön.

Ich hoffe ihr hattet auch alle angenehme Weihnachten.


  1. meine schnarchende Schwester zählt nicht []

Adventstürchen #24: Zeitmaschine

subtext: folgender text ist zehn jahre alt und ich hab‘ ihn gerade auf der festplatte gefunden. etwas verquastet geschrieben und ein bisschen kafkaesk, der deutsch-leistungskurs war zu dieser zeit doch sehr präsent. aber lest selbst:

Easy Going.
oder:
Der Weg des geringsten Übels.
Eine demagogische Fallstudie.

Wir sind. Dieser Feststellung bedarf es nicht dem einemillionjährigen Jubiläum des Menschen. Wir sind der Macht der Moral gnadenlos ausgeliefert, scheuen uns im Gegensatz aber nicht, dagegen zu agitieren. Genaugenommen lieben wir es und uns. Diese kontraproduktive Feststellung beschäftigt mich nicht erst seit meiner Geburt. Es scheint, als ob ich schon immer lebe. Will ich das? Es geht. Es geht an. Wahrscheinlich uns alle. Die Demagogie der Moral ist geboren aus unserer Unfähigkeit, selbständig zu handeln. Oder nicht zu handeln.
Eine grauer Wintertag ist nicht zu verneinen. Wo kämen wir dann schließlich hin. Kalt ist es. Warm angezogen dagegen ich. ich stehe rum, meine Gedanken auch. Kälte macht unproduktiv. Ja, ich rauche. Wie ein heimliches Lippenbekenntnis eines verurteilten Politikers wirkt dieser Satz auf mich, heimlich, weil gesellschaftlich verächtet, Lippenbekenntnis, weil die Kippe zwischen meinen Mundwinkeln geklemmt ist, genaugenommen habe ich sie selber dort positioniert. Jedenfalls stehe ich rum. Wartend. Vergeblich wartend und rauchend. Letzteres allerdings nicht. Ich schweife ab.
Doch auf wen warte ich? Jetzt könnte meine lasche Geschichte eine entscheidente Wende nehmen. Entweder den Leser fesseln oder ihn abschrecken. Nur die Rezensenten großer Zeitungen wären gezwungen bei letzterem weiter zu lesen. Spannungsbögen sind auch eine Form von Demagogie. Jedenfalls warte ich, ohne mich vorher verabredet zu haben. Philosophisch betrachtet warte ich auf die entscheidente Wende in meinem Leben. Oder zumindest auf Andeutungen anderer, mir Unbekannter. Der Mantel sitzt schief, will ich bemerken, doch es ist niemand ist da, der ihn mir zurechtrücken könnte, vielleicht liegt es daran. Zur Kälte kommt ein eisiger Wind hinzu. Oder war der vorher schon da? Ich überlege nicht lange, da kommt auch schon mein erstes Opfer.
Eine Frau. Genaugenommen eine Hündin. Mit Herrschen. Herrscherin. Das klingt aber lächerlich und passt nicht zur Situation, viel eher der Hund. Der ist an der Leine. Der kommt auf mich zu und grüßt bürgerlich. Die Hunde-Besitzerin schleckt mich ab und heschelt mir treu und ergeben von unten zu. Ich ignoriere sie, hasse Hunde-Besitzer. Das scheint sie zu spüren und fängt an zu kläffen. „Die tut nix“, höre ich von der Hündin, verlegen lächelnd. Ich oder sie? Gehn‘ ma ein trinken? höre ich mich wiederum antworten. Lächeln, diesmal auf beiden Seiten. Warum eigentlich nicht.

kauf dich glücklich, oderberger, september 2007

Das Café ist fast leer, niemand steht rum. Auch sitzend nicht. Die Hündin bekommt sofort eine Schale mit frischem Wasser. Ich einen Schnaps. Es ist zwar noch früh am Tag und ganz entgegen meinen Gewohnheiten. Doch irgendeiner muss das Klischee vom heimlichen Trinker manifestieren, heimlich hier im Sinne von gesellschaftliche Verächtetung fürchtend und manifestieren hier im Sinne von abgeschwächter Demagogie. Hunde-Herrscherin sitzt mir gegenüber und knurrt mich an. Verlegenes Lächeln der Hündin, fast entschuldigend. Bedienung kommt, scheint neben sich zu stehen, sieht jedenfalls so aus. Sie lächelt auch, was bitte ist heute los? Wir reden, Hündinnen haben aber meist verquere Ansichten, kann nicht gerade behaupten, ihren Ausführungen bezüglich der maschinellen Herstellung von Hundefutter zu folgen. Gar folgen zu können. Will ich, ehrlich gesagt, so hart, wie das klingt, auch garnicht. Gar nicht. Die Zeiten ändern sich und früher war alles schon mal gewesen und natürlich viel. Mehr nicht, keine Liebesbeweise, sie hat nicht mal bezahlt. Sie lief einfach raus. Auf einmal, urplötzlich, ohne sich verabschiedet zu haben. Angeleint wie sie war. Und genauso urplötzlich wie sie in mein zuckersüßes Leben trat, war sie wieder weg. Die Herrscherin auch, das war mir allerdings ganz lieb. Wieauchimmer, ich bezahlte, trank meinen Schnaps und einen kräftigen Schluck aus dem Napf. Ihr Lippenstif klebt daran wie Hundescheiße am Schuh.
Ich stehe wieder. Und zwar rum. Die Demagogie der geistigen und vergesellschaftlichen Moral hat mich wieder. Ich bin ein Aussenseiter. Sehe nicht nur so aus. In meinem Inneren bin ich es auch nicht. Die Wiedersprüchlichkeit im menschlichen Leben sollte mit aller gesetzlichen Härte bestraft werden. Hundescheiße in Kosmetikläden auch.

Adventstürchen #23: Huuuuuuuhhhh…23…

Worüber werde ich als alter Freund von Verschwörungstheorien heute wohl schreiben?
Natürlich über den Mythos 23.

Kaum eine Verschwörung ist bekannter, weitreichender und tragischer als die Theorie zur 23.
Ihre Bedeutung hat die 23 durch Robert Anton Wilson gewonnen. Er hat die Pflichtlektüre eines jeden Verschwörungsfreundes, die Trilogie „Illuminatus!“ geschrieben und darin die 23 mit den Mächten, von denen die Welt in Wirklichkeit regiert wird, fest verknüpft.
Die Verschwörung um die 23 ist so umfangreich und hängt mit so vielen anderen Verschwörungstheorien zusammen, dass man eigentlich ein Buch darüber schreiben müsste. Skull & Bones, die Familie Rothschild, der 1-Dollar-Schein1, die Bilderberger (die u.a. Angela Merkel zu ihrer politischen Macht verholfen haben).
Alles lässt sich mit der 23 und den Illuminaten in Verbindung bringen. Jede Verschwörung für sich ist einen Artikel wert, und ich glaube auch nicht dass das alles nur irgendwelche Fantasien sind.
Sicherlich werden die Illuminaten, die Rothschilds und die Bilderberger nicht die Weltregierung sein. Von den Rothschilds und den Bilderbergern kann ich aber nur sagen, dass Sie durchaus einen großen Einfluss und viel Macht haben. Vielleicht mehr als wir alle denken. Allerdings finde ich das gut, denn ich überlassen die wirklich wichtigen Entscheidungen lieber einer im verborgenen handelnden Macht, in der die klügsten und fähigsten Köpfe aus den wichtigsten Bereichen sitzen und die es bis heute schafft sich von den Medien abzuschirmen (vielleicht haben die Medien auch nur Angst darüber zu berichten), als unseren unglaublich unfähigen Politikern.

Interessierten empfehle ich den Film „23 – Nichts ist so wie es scheint“. Er basiert auf einer wahren Geschichte.

Und jetzt noch einige „Zufälle“ im Zusammenhang mit der 23:

Gründung der Bundesrepublik Deutschland: 23.5.1949 (1+9+4+9=23)
William Shakespeare wurde an einem 23 .April geboren und starb an einem 23.April
Die Bombe auf Hiroschima wurde um 8:15 Uhr abgeworfen – 8+15= 23
2/3=0.666
Charles Darwins „Ursprung der Arten“ wurde 1859 – 1+8+5+9 = 23 – veröffentlicht
Caesar wurde mit genau 23 Stichen ermordet
Die Tempelritter hatten bis zu Ihem Verbot 23 Ordensmeister
Auf dem Microsoft Campus in Redmond, Washington stehengenau 23 Gebäude
In Japan bedeutet ‚Ni‘ 2 und ‚San‘ 3. Man beachte die japanische Automobilfirma.
Das W ist der 23. Buchstabe..World Wide Web…
Das W hat 2 untere Punkte und 3 obere Punkte

Kann das alles Zufall sein? Vielleicht sind das auch alles die Außerirdischen, die auf der Erde ein Jahrtausende langes Experiment durchführen.
Vielleicht bin ich einer von ihnen…..


  1. unter anderem das alles sehende Auge auf der Pyramide – eine Pyramide hat 5 Ecken, 5 ist die Quersumme aus 23 []

Adventstürchen #22: Spaß bei Seite, jetzt kommt Ernst

22…22……keine Ahnung wie ich jetzt die Kurve zur 22 kriegen soll, aber ich will euch heute mal Wolfgang Trepper präsentieren.
WolfgangTrepperYoutube – 22 Buchstaben. Yeah!

Wolfgang Trepper: Ein Comedian Komödiant Spaßmacher der anderen Sorte. Er führt den Leuten ihre Dämlichkeit, ihren Hang zum Mainstream und ihren schlechten Musikgeschmack vor Augen und die Zuschauer begreifen es nicht. Im Gegenteil – die finden es ganz toll, dass sie zu irgendwelchen ollen Schlagerkamellen stupide mitklatschen können. Vielleicht wurde das Publikum vor der Show besoffen gemacht, dann könnte ich das verstehen. Die sehen auch irgendwie alle wie der typische Bild-Leser aus. Die gucken bestimmt den ganzen Tag RTL und RTL2.
Naja, ich schweife ab.
Eigentlich ist das was Trepper macht in seiner Lustigkeit ziemlich traurig. Gut, ich musste auch lachen…einfach weil Trepper so herrlich agressiv ist. Zumindest tut er so.
Ich weiß nicht genau ob er wirklich nur lustig sein will, oder ob er vielleicht seinem Hass auf verschiedene populärkulturelle Medien und deren Wirkung aufs Volk Luft macht. Ob nun gewollt oder unfreiwillig – witzig sind seine Auftritte schon. Nur nachdem das Video zuende ist und man hoffentlich ein wenig gelacht hat, sollte könnte man sich mal über einen eventuell vorhandenen, tieferen Sinn gedanken machen.

"Wolfgang Trepper über das F..." Das mit diesem Video verbundene YouTube-Konto wurde aufgrund mehrerer Meldungen Dritter über Urheberrechtsverletzungen gekündigt.

Ein persönlicher Weihnachtsgruß vom pixelroiber

Aufruf

Ich bin doof.

Weder ich noch tausende andere freiwillige Autoren werden für die Arbeit auf pixelroiber.de bezahlt. Als ich pixelroiber.de 2006 gründete, hätte ich es zu einem gewinnorientierten Unternehmen mit Werbung machen können, aber ich habe mich anders entschieden.

Kommerz ist in Ordnung, Werbung ist nicht böse – aber sie gehört nicht hierher, nicht auf pixelroiber.de.

pixelroiber.de ist etwas Besonderes. Es ist wie eine Kneipe oder ein öffentlicher Park. Es ist wie ein Kater nach dem Saufen. Es ist ein Ort, den wir alle aufsuchen können, um mal nicht zu denken, nichts zu lernen, und unser Wissen für uns zu behalten. pixelroiber.de ist ein einzigartiges Projekt, das erste seiner Art in der Geschichte der Menschheit. Es ist ein gemeinnütziges Projekt, um einer Handvoll Menschen auf diesem Planeten eine Kommentarfunktion zur Verfügung zu stellen.

Einer Handvoll Menschen.

Wenn jeder der 4 pixelroiber.de-Nutzer keinen Euro spenden würde, hätten wir mehr als zwanzigmal so wenig Geld, wie wir benötigen. Wir sind eine kleine Organisation, und ich hatte die letzten Jahre besseres zu tun, um mich schlank und effizient zu halten. Wir erfüllen unsere Aufgabe, Verschwendung überlassen wir anderen.

Um dies ohne Werbung zu schaffen, brauchen wir Sie.

Helfen Sie, dieses Projekt weiterzuführen! Sie haben pixelroiber.de erschaffen! Was ist Ihnen dieser Ort des Nachdenkens und des Lernens wert?

Spenden Sie dieses Jahr 15 €, 25 € oder auch 100 € an wen Sie wollen.

Herzlichen Dank.

Euer
Carsten
Gründer von pixelroiber.de

PS: Jimmy Wales hats dringender nötig…

Adventstürchen #21: Strandbarsterben

Strandbar an der Spree mitten in Mitte (März 2009)

was viele nicht wissen: der lange und anhaltende und gräuliche und völlig unerwartete winter sorgt für massives strandbarsterben in berlins hauptiger stadt. es ist zum heulen, dabei lagen wir noch bis vor ein paar wochen sämig an der spree und ließen es uns gut gehen, mit einem überteuerten bierchen in der hand und leichtem smalltalk auf den lippen.

mal ehrlich: überflüssig! warum nicht einfach so an der spree oder im park sitzen und da quatschen und trinken? warum muss es unbedingt gepresst auf strand werden? mit aufgeschüttetem sand und klappstühlen? das ist doch unsinn. meine meinung.

keine Strandbar, trotzdem gemütlich (April 2009)