nachdem das handelsblatt heute vom ausstieg aus dem ausstieg aus dem ausstieg berichtete, war diese tatort-wiederholung tagesaktuell. frau lindholm jagt einen mörder, kifft, fliegt nach spanien und sucht den vater ihres kindes. dabei wird sie verfolgt und fasst erschossen. gut gemachtes stück um atommüllendlager und vertuschung.

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 16.11.2008

[xrr rating=6/7]

wo können klischees besser ausgelebt werden als in der photographie? eine dokumentation der ressentiments…

An einem Sonntag in der Oderberger (Mai 2010)
An einem Sonntag in der Oderberger (Mai 2010)
An einem Sonntag in der Oderberger II (Mai 2010)
An einem Sonntag in der Oderberger II (Mai 2010)
Jazz im Bürgerpark (Mai 2010)
Jazz im Bürgerpark (Mai 2010)
Hinterhof im Wedding (Mai 2010)
Hinterhof im Wedding (Mai 2010)
Hinterhof im Wedding II (Mai 2010)
Hinterhof im Wedding II (Mai 2010)
Ordnung in Charlottenburg (Mai 2010)
Ordnung in Charlottenburg (Mai 2010)
Strandbar in Mitte (Juni 2010)
Strandbar in Mitte (Juni 2010)
Aufwertung in Prenzlauer Berg (Juli 2010)
Aufwertung in Prenzlauer Berg (Juli 2010)

Kappl wird Opfer eines Grubenunglücks und ist zusammen mit den Bergleuten eingesperrt für mehrere Tage. Dann passiert da unten auch noch ein Mord. Alles ein bisschen unübersichtlich. Oben wird hektisch ermittelt, weil eine Bergmannsfrau ermordet wurde. Auch nicht übersichtlicher. Und dann immer wieder Streit zwischen den Verschütteten. Kappl bekommt mehrmals keine Luft und wer hat eigentlich das ganze Mineralwasser bestellt. Bergleute erkennen sich an den farbigen Streifen auf dem Helm. Die Batterien in Lampen auf den Helmen reichen einen ganzen Tatort lang. Darf man den toten Mitarbeiter aus der Staatskanzlei Kanzler nennen? Deininger schnarcht und bekommt eins auf den Kopp. Am Ende sind alle glücklich, die Grube wird trotzdem geschlossen. Scheiß Kapitalismus. Hab ich schon erwähnt, dass es total unübersichtlich war und man einen spannenden Tatort draus machen hätte können? Hat man aber nicht.

[xrr rating=4/7]

+++ Erstausstrahlung: 14.09.2008 +++ LINK

Halt mich fest
Ich glaub ich brauch das jetzt
Kauf mir ein Bier
Ich trink es dann bei mir
Ich steige ein und bin dann
Gern allein
Nach Bahrenfeld im Bus
[tocotronic]

eine verspätete replik auf den hier. besser spät als nie.

bahrenfeld ohne bier ist auch nicht besser. da wird wohl nur gearbeitet. frühmorgens sind da jedenfalls alle aus der s-bahn ausgestiegen und in die büros gehetzt. was ich nicht gesehen habe: das teilchenbeschleunigerdings desy. das liegt nämlich woanders, dazu wikipedia ganz traurig:

Seit der Eröffnung der Bundesautobahn 7 Mitte der 1970er Jahre ist Bahrenfeld allerdings in zwei Teile zerschnitten, ihm wurde damit das Zentrum genommen. (wiki)

ansonsten sieht hamburg aus wie berlin, nur ein tick sauberer, aufgeräumter, gediegener. aber kommt wahrscheinlich auf die gegend an.

dann abends hauptbahnhof und EC verpasst und lieber auf den ICE gewartet, der fährt später, kommt aber fast zeitgleich an. der hambuger hauptbahnhof ist architektonisch schon mal total klasse, der berliner vielleicht auch, doch in dem verläuft man sich ja lieber. drumherum sind lauter dubiose gestalten, so eine art berliner originale. wahrscheinlich von der hamburger bürgschaft aufgestellt, um das image zu wahren. die gegend da ist auch touristen abschrecken. und wer solche schilder aufstellen muss, der hat echt ein problem mit gewalt im öffentlichen raum:

die mülleimer und die s-bahnen sind knallrot statt orange. die menschen sehen exakt identisch aus, und reden auch nicht viel anders. ach, wir sind schon viel zu globalisiert, um noch essentielle unterschiede zwischen städten fest stellen zu können.

Ein ganzes Steampunk-Universum hat Guy Ritchie mit diesem Film geschaffen. Alle Details sind sehr liebevoll gestaltet, dass man sich am liebsten reinsetzen würde in das London des 19. Jahrhunderts. Höhepunkt natürlich die Parlamentsvernichtungsmaschine des bösewichtigen Magiers am Ende mit Fernbedienung.

Die Story erinnert vage an Tom Hanks‘ Vinci, aber so wichtig ist sie gar nicht für den Film. Vielmehr sind es die grandiosen Dialoge zwischen Holmes (Robert Downey jr.) und Dr. Watson (Jude Law) und etliche andere Figuren, die diesen Film zu einem kurzweiligen Erlebnis machen. Mr Holmes wird als eine Mischung aus Monk, Dr. House und Karl-Friedrich Boerne präsentiert – keine so schlechte Mischung.

[xrr rating=6/7]

+++ wikipedia +++ imdb +++ offiziell +++