Da staunte Mitte Juni im Haller Globe-Theater der aus Bulgarien stammende Allerweltskünstler Christo nicht schlecht, als ihm vom ersten Rang herunter das Berliner Reichstagsgebäude entgegengehalten wurde – zünftig verhüllt und als Miniaturausgabe. Gefertigt wurde das Imitat in Gelb vor sieben Jahren von Anna Baur in Bad Wimpfen als bestens benotete Abitursarbeit. Der 75-jährige Witwer wollte das Modell nicht signieren, schließlich war dies ja nicht sein Original-Opus „Wrapped Reichstag 1995“. Mehr Glück hatte da RUNDSCHAU-Mitarbeiter Hans Kumpf. Christo veredelte und adelte ein im Mai 2001 bei der Einweihung der Kunsthalle Würth aufgenommenes Foto höchstselbst am oberen Rand mit seiner Unterschrift.

Dieser Artikel aus der Südwest Presse wirft Fragen auf: Warum nur wird Christo als Allerweltskünstler bezeichnet? Warum ist das Imitat in Gelb und wurde auch noch als bestens benotet? Hat Anna Baur aus Bad Wimpfen nichts besseres zu tun? Und wie dreist ist die Erwähnung der Unterschrift auf einem mittelmäßigem und derb bearbeiteten Foto?

Die ZEIT hat einen Artikel über ein Bohrloch in der Nordsee, aus dem seit 20 Jahren Methan entweicht. Verantwortlich war damals Mobile Oil (heute: Exxon Mobile). Passiert ist seitdem nichts, die britische Regierung meinte 1998, dass das nicht gefährlich sei. Die Auswirkungen auf die Atmosphäre sind jedoch unbekannt. Nun forscht Dr. Peter Linke am Loch.

In der turkmenischen Wüste strömt bereits seit 39 Jahren Methan aus einem verunglücktem Bohrloch. Die Russen haben das irgendwann angezündet und es brennt bis heute. Das „Tor zur Hölle“ in einem kleinen Video (via):

Wahrscheinlich gibt es noch mehr Löcher in der Erde, aus denen alles mögliche austritt. Für die Erde ist das unerheblich. Aber es hilft, den Lebensraum für den Menschen nachhaltig zu zerstören. Damit er nicht noch mehr Löcher bohren kann.

Das geht mir schon länger durch den Kopf und beschäftigt mich. Doch bisher konnte ich es noch nicht so richtig fassen, geschweige denn formulieren. Es folgt also ein wirres Gedanken-Konglomerat. Ein inneres Vabanquespiel. Ein Wust an Ideen, eine ganze Ideenwüste. Ein Wirrwarr an nachdenklichen Fetzen. Anmerkungen bitte in die Kommentare.

Wir denken in Extremen. Die wenigsten leben Extreme. Aber wir alle (zumindest ich, und ihr so?) spielen in Gedanken Extremsituationen durch. Vielleicht auch nur ich, dann bin ich Psycho und sollte vielmehr zum Arzt und weniger bloggen. Jedenfalls male ich mir immer aus, wie es wäre wenn. Wie ich reagieren würde, wenn das SEK plötzlich meine Wohnung stürmen würde. Und überhaupt – hätten sie dazu einen Grund? Wie wäre das, wenn ich ein so richtig Krimineller wäre – mit gesuchten Freunden und einer Kanone im Gürtel? Wie würde ich dann sprechen, reagieren, handeln? Würde ich tatsächlich ein Anderer sein? Oder Geld zu haben, ich meine richtiges, so viel Asche, dass mir alles egal sein kann – würde es mein Leben beeinflussen, mein Denken? Klar, den ganzen materiellen Mist könnte ich dann anhäufen. Aber ist das nicht alles nur schnöder Mammon? Manchmal stelle ich mir auch vor, wie es wäre, ein richtiges Arschloch zu sein. Jedem eins in die Fresse zu geben, der mir nicht passt. Alle anzupissen, weil ich sie nicht leiden kann. Toll wäre das. Wäre es? Ich weiß es nicht.

Wahrscheinlich müsste ich erstmal alles ausprobieren. Zwar kann man mit Literatur, Filmen, Spielen und Internet in jede nur erdenkliche Rolle schlüpfen. Aber ist es das Gleiche? Das fühlt sich doch alles nur virtuell an. Und wird niemals wirklich die Realität ersetzen.

Das Kloster Bad Wimpfen sucht einen neuen Leiter. Das Anforderungsprofil passt eigentlich auch auf mich …nicht:

Geisteswissenschaftliches ausgerichtetes Studium mit mind. 3-5 Jahren Berufserfahrung // idealerweise in kirchlicher bzw. verbandlicher Organisation // Organisationsstalent und Kreativität // pädagogische Begabung // Kontaktfreudigkeit // spürbare Glaubensfreude, die in der katholischen Kirche verwurzelt ist

In Köln stirbt ein Demonstrant bei einer Aktion im Juweliergeschäft. Erschossen von einer Polizeipistole? Die Gemüter sind erhitzt. Im Laufe der Ermittlungen reisen unsere Kölner nach Antwerpen und sind illegalen Diamantenhändlern auf der Spur. In der Folge bangt Freddy um sein Leben.

Ein solider Tatort mit genügend Spannung und durchdachter Story. Mehr will man doch gar nicht an einem Sonntagabend.

[xrr rating=6/7]

Erstausstrahlung: 15.01.2006 +++ Link

Schon lange nicht mehr so viel gelacht. Es geht um einen Zeitreisenden, der in der Zukunft aufwacht und auf eine Welt voller Bekloppter und Verblödeter trifft. Mehr gibt es nicht zu berichten von der Story. Und auch wenn der Film teilweise derbe unter Niveau versinkt: Die Bilder und Ideen sind so detailreich und witzig, dass man seinen ARTE-geschulten Anspruch vergisst und einfach nur noch lacht. Sicherlich wird die Gesellschaft super-überzeichnet dargestellt, die Menschen in der Zukunft sind einfach nur Stulle. Und es ist ein sehr amerikanischer Film. Aber! Er ist auch eine Warnung an uns alle. Dass wir mehr denken und lesen sollten und nicht alle glauben sollten.

Selber gucken!

[xrr rating=6/7]

wikipedia | imdb

https://www.youtube.com/supported_browsers?next_url=%2F!v=etJ9wwnYGlY

Funny van Dannen mal wieder, klar. Und ein scheiß Thema. Weil Kapitalismus erstmal nichts dafür kann, dass er so einen schlechten Ruf hat. Geld stinkt nicht. Im Gegenteil, wir verehren es. Wir tanzen drumherum wie ums goldene Kalb. Wir gehen täglich akkumulieren. Vielleicht nicht unbedingt unser eigenes Kapital. Aber immerhin jemand anderes‘. Und trotzdem scheint irgendwas im großen Konzept Kapitalismus nicht zu funktionieren. Ich bin weiß Gott kein Volkswirt. Aber dass irgendwas nicht stimmt – um das zu erkennen braucht man keinen Schulabschluss. Und man muss auch nicht gleich zum Antikapitalisten werden. Aber ein bisschen Hinterfragen, Nachdenken und Reflektieren reicht schon. Dass nämlich irgend einer verliert, wenn wir im Discounter sparen. Dass der Großteil der Apple-Gewinne nicht den Fabrikarbeitern zu Gute kommt. Dass BP bisher noch keinen größeren wirtschaftlichen Schaden durchs Ölleck genommen hat. Darüber sollten wir wütend sein. Wir sollten fragen, warum die Regierung der Autoindustrie in den Arsch kriecht, aber jedem Hartzie wie einen Schwerverbrecher behandelt. Wir sollten anfangen, bewusst zu konsumieren. Wir sind die Verbraucher und Konsumenten, ohne uns gibt es keine Dividenden. Ohne uns gibt es keine Manager-Gehälter. Wir sollten aufhören, uns wie blökende Schafe („SCHLAND!“) zu benehmen. Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld ist Alles nichts. Oder so. Money for Nothing. Kapitalismus ist nicht böse.

God’s away, God’s away
God’s away on business, business
God’s away, God’s away on business, business

{Tom Waits}

warschauer, Okt. 2006

Heute Morgen in der U9 Richtung Zoo: Ein nachlässig gekleideter Mann mit dreckigem kleinem Köter steigt ein, zeigt den Hitlergruß und beginnt zu palavern. Sehr laut und aggressiv stellt er sich als Leutnant Soundso mit Hund Robert von der Bürgerwehr vor und schreitet dabei mit großen Schritten von einem Ende der U-Bahn zum anderen. Alle Fahrgäste hören schweigend zu, zeigen immerhin angewiderte Gesichter, sagen aber nichts. Die Beweggründe seiner Bürgerwehr sind schnell erzählt: Man müsse aufräumen mit dem ganzen Pack in Berlin und sauber machen. Und alle die gegen ihn sind, bekommen ein Messer in den Rücken.

Dem offenbar verwirrten Mann schien es Ernst zu sein mit seinen Drohungen. Das ganze war ganz und gar nicht zum Lachen und machte mir ganz schön Angst. Wie verhält man sich in so einer Situation: Brüllt man ihn an, ignoriert man ihn, ruft man die BVG oder die Polizei? Schwierig. Was hättet Ihr getan?

wird gemeinhin mit Auslandsrückholung übersetzt, das trifft es aber nicht ganz. wikipedia schlägt weiter vor: „die Vertreibung der polnischen Bevölkerung aus den von der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg annektierten polnischen Ostgebieten, siehe Repatriant“ das bekommt ein ganz eigenes geschmäckle nach der lektüre dieses spiegel-artikels („Zwei israelische Minister forderten am Sonntag die direkte Repatriierung des mutmaßlichen Mossad-Agenten.“). und überhaupt diese ganze geschichte vom verhafteten mossad-agenten in polen auf wunsch der bundesrepublik! das stinkt doch zum himmel. seit wann verhaftet die polizei spione?

Kannst du vor deinen Augen
Die Explosionen sehen?
Ein Feuerwerk in der Nacht
Kannst du in den Pfützen
Die Wolkenfetzen sehen?
Spiegel in der Innenstadt
Kannst du in den Bäumen
Die Tonbandfetzen sehen?
Wer hat sie dorthin gebracht?
Alles gehört dir
Eine Welt aus Papier
Alles explodiert
Kein Wille
Triumphiert

{TOCOTRONIC}

die taz hat eine chronologie der reaktionen der bombe des knalls vom vergangenen samstag. ich war nicht dabei, ich habe keine ahnung, was da los war. unser innenminister spruch heute nachmittag im bundestag von einem „Angriff auf unsere Demokratie in ihrem Kern“ – das klingt ja schon wie 1929 oder 1974 und mittlerweile habe ich keine ahnung mehr, was ich denken soll.

widersprüchliche meinungen gibt es da, offenbar weiß keiner so recht, was da eigentlich abging. und in der folge nutzt es jeder für seine anliegen: die polizei rechtfertigt mit dem knall ihre präsenz, die bürgerliche rechte ruft nach mehr polizei, die linke macht die polizei verantwortlich für den knall und die politik ergibt sich in dunstigen wortwolken. das ganze heizt sich auf und wird zur farce.

die kritische Masse (Mai 2007)

übrigens ging es bei der demo gegen die geplanten kürzungen vor allem im sozialen bereich, falls das noch jemanden interessiert. vielleicht sollten wir uns die regierung sparen.

Interessante Aktion von compact:

Die Auseinandersetzung um die Atomkraft tritt in die heiße Phase. Am 26. Juni wollen wir mindestens 15.000 Ballons als „radioaktive Wolke“ am Atomreaktor Krümmel aufsteigen lassen – und vor den „tödlichen Nachbarn“ warnen. Hinter jedem Ballon steht ein Mensch, der für den Atomausstieg eintritt. Am 12. Juni starteten wir bereits 12.000 Ballons am AKW Biblis. (compact.de)

Spannend auch die dokumentierten Funde der Aktion auf einer Karte.

Vor ein paar Jahren hatte ich noch viel Zeit und kaufte analoge Fototechnik in Berlins Trödelmärkten und An- und Verkäufen. Meist fotografierte ich dann ein paar Wochen damit, um sie dann im Internet mit kleinem Gewinn wieder zu verkaufen. Davon konnte ich zwar nicht leben, aber gelernt habe ich da viel: Übers richtige Belichten und über die Entwicklung der Fototechnik. Ich hatte ziemlich viel Kurioses in der Hand, aber auch Hochwertiges aus vergangener Zeit.

Die Agfa Clack war eine billige Rollfilmkamera aus Wirtschaftswunderzeiten. Im Grunde nicht mehr als ein Kasten mit Billiglinse. Als ich die dann nach Italien verkaufte, gab es aber ein Problem mit dem Geldtransfer:

Mail von 2003

Die Mail hatte ich ausgedruckt, weil die Geschichte so absurd ist und in ein Buch gesteckt und vergessen. Überhaupt war das vor ein paar Jahren noch unglaublich kompliziert, Geld von einem Land in ein anderes zu transferieren. Paypal war noch nicht verbreitet und Banküberweisungen waren ziemlich teuer. Also hat man das Geld per Post geschickt. Nicht sehr sicher, aber hat meistens funktioniert. Einmal hat mir eine texanische Professorin einen Scheck geschickt. Den in Deutschland einzulösen hätte mich mehr gekostet als der eigentliche Wert. Und erst die Paketgebühren und Zollerklärungen. Aber daran hat sich ja bis heute nichts geändert.

gehts nur mir so, oder hab‘ ich den eindruck, dass politik in deutschland ziemlich am arsch ist? der präsident tritt zurück und es werden immer neue komische gestalten ins gespräch gebracht. da demonstriert die netzgemeinde für herrn gauck, nur damit frau dingsleyen es nicht wird – obwohl sie nicht mal richtig offiziell im gespräch war. manchmal kommt mir der facebook-mob auch nur wie bildzeitungsleser vor. und überhaupt joachim gauck – wofür steht der eigentlich? hat er ein profil? pfarrer und bürgerrechtler, ddr-abschaffer und unterlagen-verwalter und dann…?

Bürger stehen Schlange vor dem Reichstag (September 2007)

der spiegel will die regierung stürzen, hat aber keine ahnung, was danach kommen soll. die parteien sind vor allem mit sich selbst beschäftigt und vergessen die bürger dabei. gekürzt soll werden, um bankenrettung und abwrackprämie zu finanzieren. kürzungen vor allem auch an hartz4. aber die schafe interessiert es einen scheiß, sie hängen stattdessen ihre fähnchen aus dem fenster und gucken fussi.

mal ehrlich: dieser ganze schwarzrotgoldene lenapatriotismus ist doch unsinn. auf deutschland kann man gar nicht stolz sein, dafür sind wir doch viel zu verklemmt. die krampfadern der geschichte schmerzen permanent. aber erklär‘ das mal einem ausländer. warum das absingen der nationalhymne eben nicht selbstverständlich ist. warum der brandt’sche kniefall das maximalste ist, was sich ein deutscher an stolz erlauben kann (und bei den polen nur stirnrunzeln provoziert).

es ist nicht einfach und zur zeit nervt das alles, weil die großen linien fehlen in der politik. alles ist nur tagesgeschäft und selbst das bekommt die koalition nicht hin. es wird zeit für frischen wind. aber weit und breit ist keiner zu sehen. eher hängt eine große aschewolke über deutschland und lähmt. da kann man von glück reden, dass die extremisten auch nur vor sich hindümpeln.

Ein paar importierte Bilder aus meinem flickr-Stream. Eine ansehnliche Sammlung und eine Liebeserklärung an das zähflüssige schwarze Gold, ohne das dass Arbeiten und Leben zwar linearer wäre, weil stressfreier, aber auch lange nicht so aufregend. Denn was gibt es entspannteres als eine Tasse frischen, dampfenden Kaffees am Morgen und Nachmittag und überhaupt?

Das war ein Rumgefrickel kann ich Euch sagen. Aber nun ists vollbracht: Die einzelnen Artikel hier im Blog zeigen im unteren Bereich verwandte Artikel mit Vorschaubildchen an, um natürlich die Klickrate zu erhöhen dem Leser mehr Komfort zu bieten. Doch wie geht das? Leider hab‘ ich kein vernünftiges Tutorial gefunden, deswegen hier mein eigenes.

Der Hintergrund:

  1. Seit WordPress gibt es die Funktion Post Thumbnails (codex, detaillierte Informationen): Jedem Artikel kann nun ein eindeutiges Miniaturbild („Thumbnail“) zugeordnet werden. Das wiederum präsentiert den Artikel in den Suchergebnissen oder auf der Startseite oder überall anders. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.
  2. Schon länger habe ich hier im Blog die verwandten Artikel („Related Posts“) anzeigen lassen. Die Blogmaschine hat sich ähnliche Artikel heraus gesucht, auf Basis der vergebenen Tags. Sehr angenehm für den Leser und für den Betreiber, da dadurch die durchschnittliche Verweildauer steigt. Bisher hatte ich das Plugin Simple Tags im Einsatz, das konnte jedoch keine Vorschaubilder anzeigen. Was neues musste her.
  3. Plugins für Related Posts gibt es enorm viele. Allerdings sind die meisten vor 2.9 entstanden und zeigten Bilder nur mithilfe von Customfeldern an. Auf die oben beschriebene neue Funktion greift meines Wissens nur Related Posts Thumbnails zurück (Plugin-Seite, WordPress-Plugin-Katalog).

Das Problem:

Da es die Funktion aber erst seit ein paar Monaten gibt, hatten die meisten meiner Postings keine Miniaturbilder. Manuell sie einzufügen wäre stupide Arbeit für dreibeinige Hamster gewesen. Es sollte also automatisiert werden. Dieses Tutorial hat mir leider nicht geholfen, da das Get-The-Image-Plugin einen fatalen Fehler erzeugt hat. Und LinkWithin hatte ich kurz im Einsatz, fand ich aber bedenklich, da es über einen fremden Server lief.

Das Lösung:

  • Ein wunderbares Plugin namens Generate Post Thumbnails gibt es da (Plugin-Seite, WordPress-Plugin-Katalog). Das stösst man einmal an und das wars, schon sind (fast) alle bisherigen Artikel mit einem Miniaturbild versehen. Das Plugin nimmt standardmäßig immer das erste. Dabei funktionieren auch externe Bilder, die nur eingebunden sind.
  • Einstellungen › Mediathek in WordPress
    In den Einstellungen der Mediathek kann man die Thumbnail-Größe festlegen (Standard: 150×150). Änderungen dort wirken sich aber nur auf neue Artikel aus, nicht auf bisherige. Mit dem Plugin Regenerate Thumbnails (Plugin-Seite, WordPress-Plugin-Katalog) ist das aber kein Problem mehr. Mediathek-Einstellungen ändern, Plugin einmal durchlaufen lassen, schon hat sich die neue Größe auf alle Vorschaubildchen ausgewirkt.
  • Bei neuen Artikeln wird das Bild nicht automatisch gesetzt, dafür gibt es auch ein Plugin namens Auto Post Thumbnail (Plugin-Seite, WordPress-Plugin-Katalog).

Das Ergebnis kann nun bestaunt und kommentiert werden. Vielleicht gibt es einen einfacheren Weg, den erwarte ich in den Kommentaren.

Schon öfters beobachtet, aber noch nicht dokumentiert: Was wären Diskussionen und gesellige Abende mit Freunden und Bekannten ohne Internetanschluss? Kennt jeder, diese Situation: Da sitzt man gemütlich zusammen bei einer Apfelsaftschorle, referiert über die Welt im einfachen und komplexen und plötzlich fehlt ein Faktum. Eine Argumentationskette will gestützt werden mit der Realität, der Wahrheit. Also wird google bemüht, Wikipedia angeschmissen oder zur Not auch die imdb. Denn nichts ist schlimmer als gefährliches Halbwissen. Und bei der alltäglichen Nachrichtenflut merkt man sich ja auch nichts mehr. Die illustre Runde wird also desöfteren jäh unterbrochen für eine Kurzrecherche am heimischen PC oder mobilen Endgerät. Denn das Stev’sche Theorem sagt ganz klipp und klar, dass in einer Runde von mindestens fünf Personen mindestens einer ein iPhone hat.

Nun, was sagt uns das über unser Sozialleben? Verkrüppeln wir unter der Informationsflut, degenerieren unsere Hirne und sind wir schon hochgradig abhängig vom Internetanschluss? Oder bereichern wir nur unsere Konversationen mit edler und reiner Wahrheit?

Platon mit den großen Händen
Platon, der Meister des Dialogs - hätte er sein iPhone zwischendurch benutzt? (gesehen in einem Park in Wroclaw/Breslau)

Was hätte Platon getan? Bei Wikipedia finden sich übrigens einige Merkmale des platonischen Dialogs:

  • Es besteht kein Zwang zur systematischen Vollständigkeit.
  • Ungeklärte systematische Einzelfragen können leichter ausgeblendet werden.

Und Karl Jaspers sagte über Platon:

Dieses ließ er sich in seinen dialogischen Darstellungen frei entfalten, immer mit dem Willen zur Wahrheit des Wesens, aber nicht gebunden an belegbare Tatsächlichkeiten.1

Also doch keine Notwenigkeit zur unmittelbaren Wahrheitsfindung mittels mobilem Internet? Das scheint mir aber gefährlich. Denn Halbwissen ist schon schlimm, aber dieses auch noch zu verbreiten? Auf Halbwahrheiten eine Argumentationskette aufzubauen. Sicherlich kann man nicht alles wissen. Wir haben zwar immer mehr Ahnung von Teilbereichen. Aber universelles Wissen kann sich doch keiner mehr merken! Oder man schafft bewusst Wissenslücken. Fußball ist für mich ein ganzer Wissenskrater, den ich auch nicht mehr füllen will in diesem Leben. Oder der technische Aufbau und die Wirkungsweise eines Induktionsherds – will ich gar nicht wissen. Kaffeemaschine hab ich verstanden und ich ahne, wie das mit Mikrowellen ist. Aber Induktion? So mit Spulen und Zeug?

Aber da drehe ich mich argumentativ im Kreis. Ringelringelreihe. Was mich allerdings irritiert: Ist das denn nett, mitten im Gespräch vor den Rechner zu wechseln? Und wenn ja: Wie lange maximal darf man sich von der Runde entfernen?

Vor ein paar Jahren gabs eine ähnliche Diskussion zum Thema Handy. Da haben sich dann auch im Laufe der Zeit nette Höflichkeiten heraus gebildet. Also nur bei wichtigen Anrufen das persönliche Gespräch unterbrechen. Oder vor die Tür wechseln, um nicht zu stören. Umgangsformen nennt man sowas wohl. Es bleibt spannend.


  1. Karl Jaspers, Plato, Augustin, Kant, Piper, München 1957, S. 25 – gefunden in der Wikipedia []