MonatJuni 2009

Tod einer Topfikone. Ein Nachruf.

Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Musiker der Welt verstarb wie erwartet vergangenen Donnerstag im Alter von 50 Jahren und wird wohl auch nicht mehr auferstehen. Schon zu Lebzeiten ging er seinen Zeitgenossen mit seinem Gedudel gehörig auf die Nerven. Zwar verlegte er zahlreiche Alben, aber leider wurden sie danach nie wieder gefunden. Neben seiner Musik machte er vor allem mit Kindern rum und erhielt dafür viele Musikpreise. Schön ist das nicht und es wird vermutet, dass ein Spezialeinsatzkommando der Bundesfamilienministerin dahinter steckt. Bewiesen ist das nicht und man solle doch bitte die Obduktion abwarten, sagte seine Putzfrau. Aber das war ja irgendwie klar, schließlich hat er sogenannte Drogen genommen. Und Drogen sind auch irgendwie schädlich, das sagt sogar sein Arzt, der ihm die Drogen verschrieben hatte. Bekannt wurde Karl Ranseier vor allem durch seine zahlreichen Operationen, die allesamt misslangen. Darüber ärgerte er sich regelmäßig schwarz. Er wird uns allen im Gedächtnis bleiben als lebender (und nun toter) Wackeldackel mit Strähnchen im Gesicht und professioneller Kinder-aus-dem-Fenster-Halter.

Polizeiruf 110: Die armen Kinder von Schwerin (2009) – Hinrichs & Tellheim

Das nimmt ja langsam Überhand mit der Fritzi Haberlandt, nachdem sie letzte Woche schon die nicht so ganz unschuldige Ehefrau spielte, war sie heute die ahnungslose Ehefrau. Das wirft Fragen auf: Werden wir sie nun jede Woche sehen (müssen)? Kann sie auch andere Rollen spielen? Und warum war sie eigentlich nicht mehr schwanger heute? Ansonsten ist der Polizeiruf mit Uwe Steimle ja schon ein Fall für sich. Ständig fragt man sich, ob er nun genial spielt oder mit seiner naiven und super-ossigen Art einfach nur nervt. Da macht er plötzlich einmal Thai Chi, dann zieht er seinen Kollegn auf wegen dessen vielen Überstunden und fehlendem Privatleben. Und ständig die moralischen Keulen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Die Story? Ach naja, die russische Buntmetallmafia kennt kein Recht und Gesetz und verheizt die armen, arbeitslosen Familienväter. Nicht sehr innovativ und in Zeiten stark gefallener Rohstoffpreise auch etwas antiquiert. Schlimmer war nur noch die Frisur des Handlangers. So eine Art Mittelalter-Vokuhila. Gruselig und absolut No Go. Am Ende dann das übliche SEK-Gedöns, kennt man ja.

Das war übrigens der letzte Polizeiruf mit Steimle. Gab wohl Krach, steht hier. Und die Faz hat auch einen längeren Artikel. Nunja.

[xrr rating=4/7]

LINK +++ Erstausstrahlung: 28.06.2009

papa, was ist eigentlich ein social network?

ach, das ist lange her. das muss so kurz nach dem krieg gewesen sein. da hatte man große graue kisten, die musste man mit dem telefon verbinden und sich einwählen und da hatte man dann das sogenannte internet. was es heute auch noch gibt. kennst du doch, da wo du dich mit deinen freunden unterhälst, information herbekommst und nachrichten liest. das war aber alles getrennt zu der zeit. man musste adressen eingeben und sich überall anmelden. auf sogennanten websites musste man umständlich seine freunde suchen und sie zu seinem persönlichen netzwerk hinzufügen. das war eine arbeit, sag ich dir. klick, klick, klick. zwar gabs schon kommentare aber irgendwann hat man die übersicht verloren und vergessen, wo man überall angemeldet war. eines der ersten netzwerke war myspace, doch das war dann irgendwann weg. es kamen und gingen ständig neue. grauenvoll und echte zeitfresser, allesamt. sag mal, hörst du mir überhaupt noch zu? was kommentierst du denn schon wieder?

was gibts neues in der roiberhöhle?

  1. die klowand: da kann man dinge reinschreiben, die man so nie gesagt haben werden will…
  2. das archiv: alle jemals und überhaupt veröffentlichten artikel übersichtlich auf einer seite.
  3. das impressum: mit noch mehr datenschutz als jemals zuvor!
  4. die beliebtesten suchbegriffe (ganz unten rechts): mit welchen phrasen und wörten kommen besucher auf diese seite?

schaut euch um, ich hoffe, es gefällt.

merkwürdige phänomene des alltags #2

in diesem netten büchlein las ich letztens erst über die anstrengungen des menschlichen gehirns, eine ec-karte richtigrum in den automaten zu stecken: das gehirn berechnet umständlich die position des magnetstreifens und muss dann noch die hand koordinieren. ganz ähnlich ergeht es mir an der berliner ringbahn. da bin ich auch immer schwer am überlegen, welcher zug wie rum fährt und wo ich eigentlich hin muss. gehts euch da genauso oder ist mein gehirn falsch geschaltet?