gerade wieder gekommen. in den waschsalon hab ichs dann doch nicht geschafft. aber dafür gibts ein video:

[youtube ErI5bH6dh3A]

sind ein paar leute aus berlin, erinnert stark an lichtfaktors zeugs, hat dann aber doch eine eigene dynamik. anschauen hilft. morgen dann ein reisebericht.

ich packe meinen koffer...
es geht nach thuringia gleich. wandern und so. ist auch eher so entwicklungsland. aber im gegensatz zu brandenburg mit wald. und bergen. manu chao, die sau mit den witzigen liedern hat was neues. gleich anhören und mitsingen:

[youtube XvaOgaqEBMQ]

zugegeben, die bilder passen irgendwie nicht zur musik. aber das muss eventuell so sein. wasweißich. ick bin dann ma‘ weg…

gerade den ganzen nachmittag im prenzlberg rumgelungert. da hat sich ja was verändert! kinners, nee! erstmal waren da überall nagelstudius. und kinder! das sieht ja aus wie vor fünf jahren. so viele kinder, dass man aufpassen muss über keins zu stolpern. ich habe insgesamt garkeinen laptop in den cafés gesichtet. und in den arcarden sehen plötzlich auch alle wieder normal aus. kann es sein, dass die szene inzwischen wirklich woanders ist? was viele schon immer gesagt hatten? dass vieles einfach mal stehengeblieben ist? so auf 2002? und auf ewig so aussehen wird? wohl kaum. oder vielleicht doch. ich denke da an einen freizeitpark im jahr 2020: berlin-prenzlauer berg – wie es einmal war! erleben sie die stimmung der geplatzten new economy am beispiel eines unwirklichen bezirks. sehen sie stillende muttis auf spielplätzen in eigenartigen rock-hosen-kombis und militant-süffig milchkaffee schlürfend drein blickend. sehen sie geschäftsideen, die außerhalb der kiezgrenzen (in der sog. freien wirtschaft) keinen tag überlebt hätten. atmen sie den geist einer ganzen generation, die an die alleinige zukunft des internets geglaubt hat. und bloggen sie einmal. spucken sie sätze aus, die sie nie sagen würden. reihen sie wörter aneinander, die zusammengenommen überhaupt keinen sinn machen und drücken sie auf veröffentlichen

ich jedenfalls geh‘ jetzt schick im wedding aus. da ist wenigstens ein wenig authentizität.

  • Hitler-Blog: Ein KZ leiten? Ein Kinderspiel!
  • Darf Kunst denn auch geschmacklos sein? Ein KZ-Lego sorgte schon vor Jahren für Kontroversen, nun sind es unbeschwerte Bilder von KZ-Aufsehern, die uns stutzig machen. Und uns verstören.

  • kunst gibts auch hier: Labor K1
  • in einer ehemaligen apotheke bei mir um die ecke gibts einiges zu entdecken. unter anderem die stuhlbeinsäge, die kann man auch ausleihen.

  • nachfrage rein informativer natur:
  • jeden morgen fahre ich dran vorbei: die usbekische botschaft, ein riesiger gebäudekomplex in moabit, kurz nach schering. wird tag und nacht von polzei bewacht und ist abgesperrt wie mobiltelefone im elektromarkt. warum? wer sollte dem usbekischen botschaftern was tun wollen?

  • technischer kram: WordPress-Tagwolke einfügen ohne Plugin
  • wordpress 2.3 wurde veröffentlicht. und tags wurden eingeführt. jetzt muss ich nachträglich gefühlte tausend jahre pixelroiber taggen. als belohnng gibts eine wolke, wie das geht ist hier beschrieben.
    [edit:] heute morgen tags und tagwolke zum anzeigen gebracht, ein paar artikel werde ich nachpflegen, aber sicher nicht alle.

in japan gibts brot in dosen im automaten. wuhu! an sich nichts neues und keinen beitrag wert. an dieser stelle wurde vor gefühlten tausend jahren ja schon herzlichst über brot gelacht. und so sehen wir uns in guter alter backtradition und lachen einfach mal weiter über so ein ganz und gar unsinniges lebensmittel. wer braucht schon brot?

[edit:] auch wenn hier viele anfragen nach döner in dosen auflaufen und ich gerne was über das neue wordpress 2.3 geschrieben hätte: allein, es fehlt mir der mut und die geistige größe für solch schwergewichtigen themen…

[update von dem hier]

„Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass Ihr Konto leer ist. Abgewickelte Transaktionen für das gestrige Kaufen haben alle verfügbaren Geldmittel verbraucht. Um die früher bestellten Waren bekommen zu können, bitten wir Sie sich mit unserem Manager in Kontakt zu kommen, eine evtl. Nachzahlung abzustimmen oder den Kauf gar abzulehnen. Die Empfangsbescheinigung sowie die Kontaktdaten des Managers können Sie jederzeit hier abrufen.“
[an dieser stelle war ein link auf eine quittung.exe, die vermutlich
schadcode enthält, …übrigens eines der schönsten wörter der deutschen sprache]

aber um mich zu beroibern, sollte man schon früher aufstehen… was ist eigentlich das gestrige kaufen für eine geschickte grammatikalische verwurstung? germanisten vortreten! die deutscheste aller sprachen geht gerade kaputt…

(so ein spruch auf einem transparent)

am samstag war demo und keiner hats gemerkt. tatsächlich schweigen sich die großen deutschen medien eher aus, nur ein paar futzelmeldungen irren umher. eine grobe übersicht hier. die eine sicht der dinge hier und hunderte bilder beim flickr. was auch wieder wahnsinnig bescheurt ist: da läuft man sich die hacken ab und ist so wahnsinnig gegen die pläne der regierung und dann die massive veröffentlichung im netzigen internet per photos und videos. ob das die freiheit statt angst ist? keine ahnung, mir ist kalt, muss nachdenken.

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die bürgeridylle täuscht: auch aufwendig restauriertes fachwerkgemäuer kann nicht über die tatsache hinwegtäuschen, dass der wimpfener einwohner angst und gewalt ausgesetzt ist, jeder kerwe mit schrecken entgegen blickt und nicht mal mehr sein bier in ruhe genießen kann.

schuld daran ist die latent vorhandene terrorgefahr in der stadt aller städte (wir berichteteten). Doch nicht islamischer Fundamentalismus oder gar politisch motivierte Gewalt ist schuld, nein, die täter kommen aus der mitte der heimeligen bürgergesellschaft: die Wimpfener Terror-Truppe (WTT) treibt schon länger ihr unwesen auf den vergnügten festen der gegend. und vor kurzem schlug sie wohl erneut zu. so lesen wir heute:

„…“

Ein paar Zeilen weiter wird es wirklich grausam:

„…“

liebe politiker! was muss noch passieren, damit das endlich aufhört? überwachungsstaat! jetzt!

[UPDATE:] dieser artikel war usprünglich als satire angelegt und sollte auch so verstanden werden. für eine bessere übersicht mit mehr links, bitte hier klicken. und natürlich hier die kommentare lesen.

Zwischen all‘ den Meldungen über den schmutzigen Wahlkampf, geplante Vertriebenzentren und gegenseitige Schuldzuweisungen hier eine Handvoll außergewöhnliche Links zum Thema:

Der Filmemacher Andrzej Wajdas hat einen Film über das Massaker in Katyn 1939 gedreht. Im Interview mit dem Deutschlandfunk erzählt er mehr.

Die Süddeutsche bringt ein paar Auszüge aus dem Buch „Alphabet der polnischen Wunder. Ein Wörterbuch. Herausgegeben von Stefanie Peter. Illustriert von Maciej Sienczyk. Übersetzt von Esther Kinsky und Olaf Kühl (Beiträge von P. Dunin-Wasowicz)“.

die ausgangssituation:

„wir trinken zuviel!“, so der gängige satz innerhalb des freundeskreises. zugegeben, es ist ein bisschen viel in letzter zeit. ich erfülle zwar nur ungern die harten kriterien, aber irgendwann muss schließlich auch mal schluss sein. zittrige hände und zwänge spüre ich zwar noch nicht, aber der durst ist groß. zu groß offensichtlich, denn das aufstehen gestaltet sich zunehmend schwieriger. den ganzen tag müde und schlapp. mal sehen, ob es am überhöhten konsum liegt.

das experiment:

eine woche alkoholfrei ab heute. gestern abend auch schon nix getrunken, um die ergebnisse nicht zu gefährden / verfälschen. disziplin und eisernes vorgehen ist gefragt. die ergebnisse werden an dieser stelle veröffentlicht.

tag 1:

bier zu mir - kopieüberraschend fit, heute morgen sogar schon gebloggt. kaffeebedarf stark zurück gegangen. kann aber auch an der vielen arbeit liegen. bin zuversichtlich was die nächsten tage angeht. aber: überraschend humorfrei heute alles. kann aber auch am wetter liegen. abends dann durst. tee wird helfen. es wartet ein entspannter videoabend. ein amerikanischer film. in dem hoffentlich nicht soviel getrunken wird…

tag 2:

IMG_6917heute morgen pünktlich und ohne zittrige knie aufgewacht. Keine Kopfschmerzen, keine schrecklichen Erinnerungen oder peinliche Ahnungen von gestern abend. einfach nur fit. vor mir selbst erschreckt. was kommt als nächstes? kann mich länger als fünf minuten auf eine sache konzentrieren. wow.

tag 3:

jens and his sternburgerheute abend wird es spannend. treffen mit freunden. sonst wurde da immer zügig getrunken. schon das telefonat war absurd: kein alkohol? ok. nagut. schweigen. nicht mal bier? oh. naja. wird es lustig so wie immer oder totlangweilig? morgen wissen wir mehr!

tag 4:

mauerpark flaschenwar ja doch ganz spaßig gestern. über politik geredet. ohne alkohol argumentieren ist schon anstrengender. weil logik dabei sein muss. aber jedenfalls effektiver. kann man so stehen lassen. heute abend nur schwarzer tee. gut so, denn es gibt noch einiges zu tun… das wochenende schreit nach gemütlich trinken, das wird hart.

tag 5:

trinkennur noch zwei tage, langsam wirds langweilig. aber dokumentation muss nun mal sein. in den letzten tagen fiel mir noch auf, wie normal die bierflasche auf offener straße ist, besonders auch in öffentlichen verkehrsmitteln. oder man sitzt, steht, liegt rum und trinkt. das gehört zum stadtbild wie die citytoiletten. betäubung im öffentlichen raum nennen wir es mal. schön ist das ehrlich gesagt nicht. zugegeben, oft genug bin ich selber so drauf. gewesen? keine ahnung. beschließe jedenfalls, in zukunft bewußter zu trinken. und auch weniger. versprochen.

tag 6 und 7:

ich habs getan. noch vor der selbst aufgelegten enthaltsamkeit was getrunken. war auch zu schwer: am sonntag in der StäV gewesen. ich mich kaum hingesetzt, stand da schon so eine art idee von bier vor mir (0,25l kölsch – und du dachtest, becks wär‘ kein bier…), da konnte ich dann auch nicht mehr groß erklären, dass ich ja alkoholfrei mache diese woche. und das wollte ich in dem moment auch garnicht. womit wir beim thema wären: trinken in geselliger runde gehört einfach dazu, schlimmschlimm. doch auch da gibt es grenzen. dazu bitte hier lesen:

Trinken ist nur so lange in Ordnung, wie es nicht auffällt. Im Grunde kann jeder, vorausgesetzt er verträgt einiges, sich den ganzen Abend durch Vernissagen, Stehempfänge, Opernpausen und Museumseinweihungen schlucken, Hauptsache, er bricht nicht den allgemein gültigen Code des Angeheitertseins.

für mich jedenfalls bleibts dabei: weniger ist oft mehr und mit cola kann man besser tanzen.

[wird aktualisiert, zuletzt 25. September, 13:34]

die bombe ist in aller munde. nachdem schäuble seine inneren ängste äußerte, bastelte man drüben schon an anti-bomben-skripten. russland erfand die vakuumbombe mit rußpartikelfilter (wir berichteteten) und hier wird gar über The bang-free bomb and the bomb-free bang gegrübelt… das ist eigentlich auch eine klasse idee für überfüllte einkaufszentren, arbeitsagenturen und lange schlangen vor dem eisladen: einfach mal laut BANG! oder BUMM! oder KNALL! schreien und gucken was passiert.

Der Lebensmittelhändler ALDI will nach Polen. LIDL und PLUS sind schon da. Die Financial Times nimmt es zum Anlaß die Einzelhandelssituation zu erklären. Demnach gewinnt ein in Deutschland unbekannter Konzern:

Die unangefochtene Nummer eins ist aber nach wie vor die polnische Tochter des portugiesischen Konzerns Jerónimo Martins, der in Polen mehr als 900 Filialen unter dem Namen Biedronka betreibt und sein Netz in der zweiten Jahreshälfte um weitere 63 erweitern möchte. Für die Jahre 2008 und 2009 sollen dann noch einmal 120 Läden in Betrieb genommen werden. Die polnische Tochter erzielte einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro und damit einen großen Beitrag zum Gesamterlös der Gruppe. Das Polengeschäft machte darüber hinaus 28 Prozent am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung des Konzerns aus.

Die Experten […] rechnen damit, dass der Markt von 2004 bis 2010 um 19 Prozent wächst. Dabei wächst auch der Marktanteil des polnischen Discountsegments, wie das Forschungsinstitut GfK Polonia festgestellt hat. Die Billigläden vergrößerten ihren Anteil am Gesamtumsatz aller Händler 2006 auf 17,6 Prozent. […] Allerdings spielen kleine Tante-Emma-Läden nach wie vor eine große Rolle: Sie erwirtschafteten im Jahr 2006 mit 26,6 Prozent nahezu ein Viertel aller Erlöse.

Stöbert man ein bisschen im Netz, so wird man schnell fündig. Klar. Die wirklichen Perlen aber, die muss man schon suchen. Einige davon präsentieren wir hier in loser Reihenfolge. Viel Spaß beim Klicken.

Die Berliner Zeitung weiß von Elchen in Brandenburg, die aus Polen eingewandert sind:

„Doch ihr Aufenthalt bei uns endete meist tragisch, weil sie von Autos angefahren wurden. Die Tiere aus dem dünner besiedelten Polen kämen hier mit dem Verkehr nicht klar… Ob sich der Elch bei uns dauerhaft ansiedelt, hängt auch davon ab, ob wir ihn hier akzeptieren.“

Malte bei Spreeblick hat mal geschrieben:

„Micaela konnte fluchen wie ein polnischer Sicherheitsbeamter am Karfreitag.“

Ein Satz den er nicht so stehen lassen konnte, und so folgt die Erklärung dann sofort:

„(Der schon Schluss machen will, dann aber vier herrenlose Koffer entdeckt, in denen sich, wie sich letztlich herausstellt, neben Nippes aus Lodz und einigen nicht sehr wert- aber geschmackvollen Miniaturkuckucksuhren hunderte Lebkuchenherzen und unüberschaubare Mengen von Überraschungseiern befinden. Woraufhin sein Chef ihn anweist, zu überprüfen, ob die Überraschungseier Sprengstoff enthalten oder gar Fälschungen sind. Der Kampf gegen Markenpiraterie wird in Polen sehr ernst genommen.) Es war eine Mischung aus Tourette und Sportpalast im Februar ’43.“

Das offizielle Berlin gibt es jetzt auch auf polnisch. Zumindest im Internet. Ob damit der Papierkram verringert werden kann, können wir noch nicht sagen.

Die Riesenmaschine berichtete vor einiger Zeit von ominösen Bauten an der Autobahn zwischen Krakau und Wroclaw. Ganz klar: das Weltraumzeitalter hat auch beim östlichen Nachbarn begonnen.

der könig unter die biere war gestern, jetzt gibts den vater aller bomben. und während man drüben noch über den namen rätselt, wird hier schon eifrig gefeiert: die ganze redaktion ist außer rand und band, wird doch mit dieser bombe vom typ thermobarisch der krieg endlich sauber. da strahlt das opfer und der erfinder kann mit reinem gewissen schlafen. es ist schön zu sehen, wie die welt jeden tag ein klein wenig besser wird.

UND AUCH DU KANNST WAS TUN!

raus auf die Straße und demonstrieren. bis auch die letzten konventionellen waffeln in der bundesrepublik durch thermobarbarische ausgetauscht wurden!
massenvernichtungswaffel

Unsere Idee eines deutsch-polnischen Blogs ist so neu nicht. Schaut man sich ein wenig um, entdeckt man eine Handvoll Perlen, von denen wir hier einige vorstellen wollen. Konkurrenz oder gar Abschreiben wird es nicht geben. Ich denke, wir werden uns irgendwo dazwischen positionieren können. Wenn jemand noch ein paar andere kennt, dann bitte rein in die Kommentare!


Ein vorwiegend polnisches Blog über das deutsch-polnische Verhältniss. Hin und wieder stößt man auf englische Beiträge, die höchst lesenswert sind. Wie der über Polen in Berlin. So schreibt der Autor: „Nowadays, Berlin™s almost 3.5 milion population comprises 30 to 40 thousands of Poles and an indefinite number of temporary workers, students or unregistered inhabitants. However, you can hardly hear Polish or see Polish signboards in the streets.“


Anusinska schreibt zweisprahig über das Leben in zwei Welten.

http://www.polenplus.eu/
Kein Blog, aber ein ganz frisches polnisches Kunstmagazin auf deutsch.


Online-Ausgabe, schreiben über sich selbst: „…Informieren Sie sich ausführlich über Polen und entdecken Sie die spannenden deutsch-polnischen Beziehungen. Haben Sie Freude am Lesen und beteiligen Sie sich am Dialog durch Ihre Beiträge und Kommentare!“

Die Mutter aller sogenannten Google-Bomben ist der Miserable failure (da erschien Bushs Biografie als erster Sucheintrag). Ab dieser Woche steht ein junger Pole vor Gericht, weil er schmutzige Suchbegriffe mit der offiziellen Internet-Seite von Staatoberhaupt Lech Kaczynski verlinkte (die Ganze Geschichte bei SPON). Angeklagt ist er wegen „Beleidigung des Staatsoberhaupts“.

Da auch in Deutschland über die Un-Medienkompetenz Kopf geschüttelt wird, hier die berechtigte Fragen: Müssen Politiker sich nicht wenigstens ein bisschen mit dem Zeugs auskennen, was Ihre Einwohner machen und sind Klagen in solchen Fällen nicht kontraproduktiv?