MonatAugust 2007

angesehen

ostPUNK! / too much future (2006)
Regie: Michael Boehlke, Carsten Fiebeler
http://www.toomuchfuture.de (imbd)
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Am Ende kommen Touristen (2007)
Regie: Robert Thalheim
(imbd)
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zwei deutsche fime wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. trotzdem ähneln sie sich, indem sie sich mit vergangenheit beschäftigen. vergangenheit wie sie wahrscheinlich nur in diesem land eben nicht vergangenheit sein kann. der eine berichtet unaufgeregt und differenziert über das leben in OÅ›wiecim, besser bekannt als auschwitz. mit jungen und engagierten schauspielern wird versucht, ein stück normalität darzustellen. doch der film scheitert genau wie seine protagonisten und heraus gekommen ist netter spielfilm mit kulturellem anspruch plus zarter lovestory. mehr auch nicht. im übrigen ist das dämliche lächeln der hauptdarstellerin schon nach zehn minuten nur noch nervig. der andere film erzählt von punk in der ddr. das ist das land, dass so spießig war, dass selbst honecker vor lauter langeweile am ende einfach gestorben ist. ein paar punks gab es aber dennoch und in dem film kommen sie noch einmal zu wort, guido knopp-mäßig werden sie interviewt, erzählen mit glasigen augen von früher und von ihrem leben. das klingt spannend, ist aber leider nicht. denn obwohl punk zu sein in der ddr das wahrscheinlich spannendste war, sind die geschichten dann doch eher ernüchternd. aber die bilder! der schnitt! ein traum. echt jetzt mal. viel besser als bei der unvergleichlich aufwendigeren clash-doku letztens. aber dafür ins kino? nein, das kann ich wirklich nicht empfehlen. bei beiden filmen nicht.

empfehlungen des hauses:

  • Bilderbuch Deutschland – entlang der Jagst
  • leider verpasst: „Gerd Ries besucht die Menschen, die hier leben: einen philosophierenden Schafkäser, den Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg auf der Jagd, engagierte Landwirte, historische Handwerksbetriebe und die berühmten Burgfestspiele von Jagsthausen“

  • UNTERWEGS IM SENDEGEBIET – WUCHTIGE SCHÖNHEIT
  • talentierte polizeifotografen in der schweiz

  • The world’s most disturbing children’s book?
  • so ein buch seinem kind vorlesen? keine ahnung. schwierig.

  • WANDWORTE hat Wand-Tattoos, Wall-und Wand-Sticker, Schablonen
  • nett. braucht man keinen edding mehr.

  • Dark Room: they.misled.us
  • nettes kleines tool zum schreiben ohne ablenkung. für mac und win.

dosencontent

trittin ist schuld. früher war alles anders. da drückte man die dose gegen die stirn und sie war platt (zugegeben, ich konnte das nie, aber andere!). in der freistunde vor sport gingen wir in den lokalen supermarkt, kauften ciabatta , rissen es auf und legten eine komplette schokolade rein. dazu gabs cherry coke aus der dose. lecker und tierisch ungesund. abends dann bier aus der 0,5l-dose. leer landeten sie im müll. manche lagen auch rum, die konnte man dann so schön kicken. doch das ist längst vorbei, keine dose liegt mehr rum. und wenn doch, wird sie schnell weggesammelt. letztes jahr zur fusi-WM gabs mal kurz the return of the bierdose. seitdem ist es ruhig geworden. zuviel pfand, zu eklig, sie leer im rucksack nach hause zu transportieren. aber es gibt alternativen:

[youtube 4Mk6qt0ZpLQ]
(via kati)

panic soup

angriff
da war sie wieder, diese panische angst. schweiß tropft mir die stirn hinunter. ich starre in die suppe, dann wieder zu meiner reizenden begleitung. sie lächelt noch. ob sie schon bemerkt hat, was mit mir los ist? aber würde sie dann lächeln? ich spüre wie die panik langsam meinen ganzen körper von innen aufreißt, die kälte zieht sich quälend das rückenmark hoch, mein blut gefriert, ich denke abwechselnd an historische polarexpedition und den absturz einer raumfähre in der atmosphäre. der blick verschwimmt und die begleitung neigt fragend den kopf. ‚gehts dir nicht gut?‘ ich versuche eine antwort zu formen, es gelingt nicht, setze an und… schweigen. ich starre sie hasserfüllt an. sie erschrocken zurück. eine halbe ewigkeit geht das so, ich nehme meinen letzten mut zusammen und presse unter schmerzen in den entlegensten körperregionen hervor: ‚da ist eine fliege in meiner suppe‘. schweigen. dann lacht sie laut auf und geht. ich sinke in mich zusammen. sitze. und beschließe, nie wieder aufzustehen. der kellner kommt, ich starre ihn haßerfüllt an und er zuckt zusammen. ich gehe.