es gibt wohl nichts entspannteres, als morgens mit kaffee und kippe die
lokalnachrichten dieser republik zu studieren. was bewegt die stadt und
metropolregion nürnberg?

die führerlose fahrerlose u-bahn heißt lieber automatische, weil das
angenehmer klingt. trotzdem fahren noch fahrer mit, weil das vertrauen
schafft…
sauf-parties (die mit der alkohol-flatrate), werden auch hier
diskutiert. man denkt unter anderem über eine härtere sperrstunde nach.
traurig.
und landrätin gabriele pauli hat sich nicht aus- sondern angezogen (mit
lack und leder) und ließ sich ablichten für ein eher zweitrangiges
magazin. das sorgt für gesprächsstoff.
hinter das geheimniss des nazistadions bin ich noch nicht gestiegen,
aber ich bleibe dran!

gestern weg gewesen. nürnberger szene auskundschaften. die erste adresse ist wohl das zentralcafé k4 – links, alternativ und sowieso. da gabs hardcore trash und core und grind und überhaupt. mit genug bier sehr erträglich. graf orlock und comadre hießen die bands. vollbart, holzfällerhemd und basecap sehen eigentlich ganz schick aus… übrigens waren alle toiletten geschlossen und man musste gegen die nürnberger stadtmauer pinkeln. toll, nicht wahr? ansonsten sonnenterror in franken, ganz viele franzacken in der stadt und ab und an rollkoffertiefflüge unterhalb der burg, weil zwischen jugendherberge und bahnhof nur altes kopfsteinpflaster liegt. musseen gibts auch. aber war ja klar. ich habe schwierigkieten, die fränkische sprache ernst zu nehmen. meist hilft eine bretzel oder kleine würste in der hand, um sich als einheimischer zu tarnen. aber auf keinen fall lebkuchen! das kaufen nur touris! [fortsetzung folgt]

kein unverschlüsseltes wlan, kein dsl, nur ein modem. nicht mal ein mausrad. aber ich blogge. jemand aus meinem näheren umfeld meinte zwar, bloggen sei nicht so wichtig. eher irrelevant und sinnlos. aber das hab ich jetzt mal einfach stilvoll überhört. wenn man nicht übers bloggen bloggt, dann über zugreisen und die widrigen umstände. 

26.03.2007

jedenfalls reise nach nürnberg und da gabs da lustg'e schilder. ich rätsele noch. im zug dann die durchsage "wir verabschieden uns von unseren gästen in erlangen." nur kurz flackerte da die angst auf, vom begleitpersonal verlassen zu werden und in einem geisterzug weiter zu reisen. kurz vorm halt auch noch die gehässige anzeige "haben sie auch nichts vergessen", kunstvoll illustriert von einem koffer und einem regenschirm. auf solche sätze kommen auch nur gehässige bahnmitarbeiter mit zu viel zeit.

aber vielleicht wisst ihr ja mehr. jetzt schaue ich mir diese stadt an, kann ja nicht so schwer sein.

1907 stürmten die Pankgrafen aus dem Berliner Wedding nach Rüdesheim. Eine Meute munterer Männer, die weniger dem Rittertum, sondern mehr dem Riesling frönte. […] Doch was haben die Pankgrafen, die noch nicht einmal einen echten Adelsanspruch haben, in Rüdesheim zu suchen? Heinrich Schleif, Sektfabrikant in Rüdesheim, wurde auf die spaßigen Grafen aufmerksam, die nicht nur die mittelalterliche Tradition mit Scheinbelagerungen anderer Städte pflegten, sondern sich besonders wegen ihrer Trinkgelage einen Namen machten. Der geschäftstüchtige Schleif lud prompt die fidelen Berliner nach Rüdesheim ein. Rund 200 Pankgrafen, gekleidet in landknechtsähnlichen Kostümen und hohen Stiefeln, folgten gerne der Einladung im Jahr 1907 nach Rüdesheim, riefen "Hurra" und ließen die Böllerschüsse krachen. Der Ausflug gipfelte in einem Commers mit 1200 Gästen. Ganz Rüdesheim stand Kopf. Als Dank für die Gastfreundschaft am Rhein brachten die Pankgrafen das 1,70 Meter hohe Standbild mit. [quelle ]

zwei stationen u8 und ich wurde geerdet, zum normalen menschen. der ganz normale wahnsinn hatte mich wieder. sagt das assikind (5, es war inzwischen zehn uhr abends) zu seiner mutter nach der durchsage „einsteigen bitte!“ „sind wir doch schon!“, antwortet die mutter unverständliches.

doch alles der reihe nach. alles begann am dienstagmorgen gegen fünf. ich wachte auf und stellte fest, dass mein zug in zehn minuten fährt. immerhin, dachte ich mir. […] eine stunde später saß ich im folgenden zug und qualmte meinen nachbar voll. seine schuld, was setzt er sich auch ins raucherabteil. gerade will er mir was von seinen kindern erzählen. ich antworte mit einem gekonnten „mhm“ und er bleibt still für den rest der reise. mir gegenüber sitzt ein typ und labert die ganze zeit über kreuzberger und neuköllner schulen. im anzug! Frühmorgens bin ich durchaus in der lage, jemanden eine reinzuhauen. ich war kurz davor. […] am fenster zieht brandenburg vorbei und dann niedersachsen. ich erkenne keinen unterschied. […] dann gabs da noch den typen, der verpeilt hat, in spandau auszusteigen und jetzt die ganze tour mitmachen muss. ich lache innerlich. […] zu spät angekommen und den ganzen messewahnsinn mitgemacht, mitgespielt und ein spiel ist es wirklich, aber dazu später mehr. Abends gabs dann partys. das muss man sich so vorstellen: yuppies und informatiker ticken aus, weil die informatiker sonst nie trinken und die yuppies sonst nie zeit haben. graben die hostessen und blutjungen mitarbeiterinnen an und verschwinden dann ungesehen im hotelzimmer (alleine), weil sie zu viel von alledem haben. […] abends dann noch fernsehen und ich erlebe den zweiten kulturschock dieses tages. Da hat sich seit drei jahren überhaupt nichts geändert. irgendwer erzählt von einem traumazentrum und jörg thadeusz schnorrt sich durch norddeutschland. das kann witzig sein, ist es aber nicht. am nächsten tag ist intenationaler tag des waldes und der nutzholzborkenkäfer ist eine ziemliche bedrohung. ich gehe schlafen. […] früh dann die lebenden leichen an den ständen, neunzig prozent der menschheit darf man hier ignorieren. es ist der letzte tag einer einwöchigen messe und alle sehen mitgenommen aus. keiner hat mehr lust, aber es muss weitergehen. […] menschen sind hier unterwegs, die sieht man sonst nie (außer an der uni) und am liebsten möchte ich ihnen zurufen: fahr' nach hause und blogge! nachmittags geht’s los, die asiaten wollen los, das equipment wird versteigert, verschenkt, geklaut, was aufs selbe hinaus läuft. irgendwer hat den pöbel rein gelassen, was die ganze veranstaltung zur eindrucksvollen realität werden lässt. Es werden unsinnige prospekte und die letzten werbebonbons gerafft. mir solls recht sein, hab ich doch dann weniger zu schleppen. […] überhaupt gleicht die ganze show jetzt einem festival, lauter übemüdete leute schleppen raus, was sie noch retten können und wollen eigentlich nur nach hause […] stunden später im hauptbahnhof hannover. in einem fish&chips-restaurant: man unterhält sich gepflegt und lautstark über den den semantischen unterschied zwischen rush-hour und happy-hour. so groß ist der nämlich garnicht! ich trinke mein erstes jever (stimmt jetzt so nicht, hilft aber der dramaturgie) […] ich sitze im zug, hannover verschwindet langsam im schwarzen nichts und ich versuche zu lesen. irgendwann taucht die hitlerstadt autostadt wolfsburg auf und dann stendal. da schneits und es wartet ein regionalzug nach rathenow. Will ich jetzt aber garnicht hin. das bier ist alle und irgendwann auch die musik. […] dabei fällt mir ein, dass ich bei jeder zugfahrt die zugbegleiter bewundere, wie sie sich all die gesichter merken können, denen sie schon die fahrkarte geknipst haben […] und dann u8 und ich muss mich zurückhalten, dass ich nicht schon wieder anfange mit rauchen.

.. nehme mit: das telefonladekabel, einen anzug, mehrere weiße hemden und die goldene taschenuhr vom großvater wo es hin geht? zur schmalsten Stelle des leinetals am Übergang zwischen niedersächsischem Berg- und Hügelland und norddeutschem Flachland. und wenn ich irgendwo wlan finde, wird ja sowas von gebloggt und geflickrt. das könnt ihr mir glauben.

für bewußtseinserweiterungen sind drogen die erste wahl. viel interessanter ist allerdings lesen. habe gerade vonneguts schlachthof 5 zum dritten mal am wickel. ("dies ist ein roman, ein wenig in der telegraphisch-schizophrenen art von geschichten von dem planeten tralfamadore, von wo die fliegenden untertassen herkommen. friede."). großartig. und der rausch hält ein paar tage. eigentlich will ich ja lernen. so geht das.

"Grenzen werden überschritten, die Scheinexistenz nimmt an Bedeutung zu, während der Bezug zu Realität verloren geht." – ein satz wie in marmor gehauen, grammatikalisch eher holprig und doch irgendwie wichtig, stammt er doch aus einer anderen paralellwelt, dem deutschen bundestag. wer jetzt böses vermutet oder mir gar antidemokratische tendenzen unterstellen will, dem zitiere ich aus dem stegreif:

"Nehm wa noch ne kleene Molle, wa? Na Mensch, sie müssen ja ooch zu Hause! Auf alle Fälle wünsch ick sie eine verjnüchte Wahl. Halten se de Fahne hoch! Denn sehn se mal: Alle vier Jahre tun wa so als ob wa täten – aber regiert wern wa doch!

"Jute Nacht!"

es ist ganz einfach. würde daimler-chrysler seine schnittstellen offenlegen… könnte man eigene tools schreiben. sein auto programmieren quasi… also ihm sagen, dass es an die tanke fahren soll… alleine. dann fährt der mercedes zur tanke, ohne dass ich drin sitze.. oder jemand anderes… natürlich an die tanke mit dem günstigsten benzinpreis… was natürlich quatsch wäre, wenn die tanke zu weit weg ist, …. es sich also nicht lohnt… wegen dem benzinpreis meine ich jetzt… das klingt jetzt absurd, aber im endeffekt macht es doch flickr nicht anders… da gibt es auch tools, die fahren zur tanke, ähhh, bilder von tankstellen zum beispiel… die könnte man einbinden auf seine eigene seite quasi, ohne groß zu programmieren,… also ich finde das toll, es wird aber daimler-chrysler nicht einfallen,… weil die doch nicht so doof sind wie flickr, ich meine die schnittstellen offenlegen,… im moment denke ich auch, es wäre ein kluger schachzug von flickr, tankstellen bilder zu veröffentlichen… dann wäre die auch einen schritt weiter als wie daimler-chrysler… aber vielleicht hinkt der vergleich auch ein bisschen,… der mit den tankstellen meine ich jetzt. denn was passiert, wenn die schnittstellen benutzt werden, um zum beispiele terrorismus und so?`da denkt auch keiner nach… müsste man aber mal machen. mach ich jetzt auch mal.

pixelroiber stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. pixelroiber übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von pixelroiber im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

das nervt mich schon lange: im internet ist noch viel zu viel manuell. google hat zwar schon einiges vereinfacht, doch jetzt wagen die datenschutzkönige den letzten, vielleicht entscheidenden schritt: die vollautomatisiereung des netzes! 

| ein Verfahren, das anhand eines Wörterbuchs, gesammelter Nutzerinformationen
| sowie dem aktuellen Standort erahnen soll, welche Anfragen der Nutzer stellen wird

mal schauen, wann das soweit ist. ich schmeiß dann schonmal meine maus in den mülleimer…