(irony on) och, muss ich mich denn immer auf deine politik-/gesellschafts-/sonstwas-kritik runterziehen lassen? du weißt doch, wie ich solche diskussionen hasse. aber gut, wenn du unbedingt willst (irony off):

was ist denn überhaupt gewalt? ist die betrachtung der erwähnten tagesschau nicht auch schon gewalt?
oder anders gefragt: muss gewalt immer im körperlichen tod enden um als gewalt zu gelten?
was ist mit dem geistigen/spirituellen tod der aus der kontrollierten gleichschaltung der massen (die dabei angewandten methoden haben wir oft genug erwähnt) oder aus so vielen anderen gründen folgt?

und könnte es sein, dass die vielen kriege der finanzheuschrecken, die ganze landstriche (z.b. durch fracking), ganze Länder (wie nestlè in afrika), bald womöglich die ganze welt in schutt und asche legen, gar nicht erst als kriege bezeichnet werden, weil sie nicht mit panzern geführt werden? und sind die hungernden und verelenden menschen in den betroffenen ländern (momentan ja besonders verbreitet in südamerika – natürlich außerhalb der deutschen medienzuständigkeit) demzufolge dann auch keine kriegsopfer?
könnte es sein, dass diejenigen, die diese kriege führen, auch entscheiden was öffentlich als krieg gilt und was nicht?

wenn die soldaten in schlips und kragen auftauchen und einfach direkt die regierung übernehmen um ein land auszusaugen ohne erst mühsam die hauptstadt erobern zu müssen, hat das mit den kriegen von vor fünfhundert oder tausend jahren freilich nicht viel gemeinsam.
damals haben aber auch menschen mit relativ primitiven waffen gegen andere, ähnlich ausgrüstete menschen gekämpt.
heute kämpfen maschinen, teils automatisch (z.b. drohnen, da wird bekanntlich erst nach dem schuss geprüft, ob das okay war) oder hochgerüstete menschen mit allerlei technik gegen meist schwächere gegner.

das heißt, die kriege vor der industriealisierung mit den kriegen nach bzw.seit der industriealisierung zu vergleichen ist….naja…göbbels hat weniger gehinkt.
gerade in bezug auf die opferzahlen.
natürlich brauche ich weniger menschen, wenn die mobilität (auch in sachen nachschub) unverhältnismäßig höher ist. da Könnte man jetzt noch andere beispiele anführen, aber ich glaube das konzept ist klar.

und ich sage: die altägliche gewalt, war früher vielleicht Körperlicher geartet, heute passiert das eher psychisch, dafür in einem bedeutend höheren maße, dass die meisten systemlinge wahrscheinlich nichteinmal erahnen können.

es ist vergleichbar mit diesem schönen gedanklichen bild:
„früher konnte man die zäune und grenzen noch sehen, heute ist der stacheldraht direkt durch die köpfe der menschen gezogen“