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“Gehen Sie mal auf einen Kindergeburtstag von einem 3-jährigen im Prenzlauer Berg. Da sitzen unter den Gästen immer irgendwelche frisch getrennten Elternteile auf dem Teppichboden, essen Lillifee-Muffins und erkundigen sich nach kleineren und billigeren Wohnungen. Viele, die sich vorher Seitenstraßen und lichte Vorderhäuser leisten konnten, müssen dann auf die Greifswalder Straße oder die Danziger ausweichen, und wenn sie ganz großes Pech haben: Hinterhaus. Das sind die stark befahrenen, lauten Straßen, wo die Mieten trotz Lebensart günstig bleiben. Das sind die Boulevards of Broken Dreams von Berlin.”

Auch wenn der Titel doof klingt und Frau Khan öfters mal ein bisschen zu viel von sich selbst erzählt: Dieses Büchlein lohnt sich. Viele kleine Gespenstergeschichten hat sie zusammengetragen, aus Erzählungen von anderen oder selbst erlebtes. Dabei lässt sie offen, ob sie an Gespenster glaubt oder nicht. Was auch völlig unerheblich ist, gibt es sie doch. In allen möglichen und unmöglichen Ecken Berlins. Im Bethanien zum Beispiel oder am Nordbahnhof, bei Pink Floyd, im tiefsten Prenzlauer Berg und am Tempelhofer Ufer: Überall Botschaften, Hinweise und Unerklärliches. Sie geht den Geschichten auf den Grund, forscht in der Vergangenheit und befragt Vormieter. Manchmal spannend, manchmal auch ein bisschen langatmig erzählt. Aber trotzdem viel zu schnell durchgelesen.

[xrr rating=8/10]

One thought on “Die Gespenster von Berlin: Unheimliche Geschichten

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