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  • Carsten 01:00 on November 1, 2017 Permalink
    Tags: , , , , , paul auster   

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    die idee ist alt, meist als filme realisiert1: ausgehend von einer grundhandlung entwickeln sich mehrere geschichten, die in keinerlei beziehung untereinander stehen, zeitlich parallel ablaufen. in austers aktuellem buch ist es die geschichte von Archibald Ferguson, einem enkel osteuropäischer einwanderer. Archie wächst in in new york / newark der fünfziger und sechziger auf, ein mittelschichtkind. vier versionen seiner kindheit und jugend werden erzählt, schicksalschläge und schönes ereilen ihn, scheidung, unglücke, enttäuschungen, aber auch liebe und unverhofftes stürmt auf ihn ein.
    das ganze buch ist konstruiert, während des lesens sehnt man sich als leser nach dem großen diagramm, das auster sicherlich gemalt hat, um sich zu orientieren. gegen mitte und ende des buches sterben auch archies, sodass deren geschichten nicht mehr fortgeführt werden, entsprechende kapitel bleiben dann leer.
    viel sport wird thematisiert, der wegzug der giants aus new york2, baseball, basketball, technisch allzu technisches wird erörtert und langweilt den deutschen leser.
    die liebe findet ihre verschlungenen wege durch die geschichten, reinkarniert in anderen. mal ist Archies schwarm seine stiefschwester, mal seine unerreichbare angebetete, mal die beste freundin. und homosexualität
    paris als sehnsuchtsort spielt mehrmals eine rolle, mal wichtiger, mal unwichtiger.
    die heimliche hauptrolle hat jedoch die literatur. das zieht sich durch alle lebensphasen aller versionen. da werden die kanons und zeitgenössichen werke durchdekliniert, dass es nur so kracht.
    weitere themen sind judentum, fotografie, familienbilder, erziehungsthemen. es geht um die die 50er/60er in den usa, politik spielt nur am rande eine rolle.
    meiner meinung nach austers stärkstes werk und hoffentlich nicht letztes. obwohl es sich teilweise zäh zieht, will man es zuende lesen.


    1. vgl. Kieslowskis Drei Farben oder Smoking/No Smoking von Alain Resnais []
    2. bereits 1995 in Blue in the Face thematisiert, wo Auster am Drehbuch mitschrieb []
     
  • Carsten 23:41 on April 18, 2017 Permalink
    Tags: backpacker, gonzo, krim, lemberg, , , , , Vigor-Balsam   

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    Mordor kommt und frisst uns auf 

    Nach Hinter der Blechwand (2009) von Stasiuk ein ähnliches, und doch ganz anderes Buch. Hier reist ein polnischer Backpacker durch die Ukraine und erlebt mit verschiedenen Mitreisenden wilde Geschichten, die zu Gonzos destiliert, stark an Hunter S. Thompson und Jack Kerouac erinnern. Hinter den Sauf- und Absturzgeschichten verbirgt sich die Analyse der polnischen Geschichte, der Frage nach der Identität und Herkunft. Wieviel Polen, wieviel Europa steckt in der Ukraine? Die Geschichten triefen nur so von Alkohol, Potenzkräuterschnaps und kaputten Menschen und Städten. Aber sie erzählen auch von einer gespaltenen Beziehung beider Länder, die sich auseinander gelebt haben, wie ein altes Ehepaar und doch ähnlicher sind, als sie zugeben wollen.

     
  • Carsten 23:43 on November 1, 2016 Permalink | Reply
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    Der Polen-Komplex 

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    kleines büchlein mit geschichten aus dem nachbarland. geschichten übers leben und überleben, über arbeit und migration. und klar wird vor allem eines: uns geht es allen gleich, nur sprechen wir vermeintlich eine andere sprache. leider viel zu kurz.

     
  • Carsten 23:35 on November 1, 2016 Permalink | Reply
    Tags: , , mutter, , ,   

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    Die Modernisierung meiner Mutter (Hörbuch) 

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    im zuge des – äußerst gerechtfertigten – erfolgs von auerhaus nun also eine sammlung früherer(?) kurzgeschichten. zumindest kannte ich einiges von anderen anthologien. bjerg beschreibt das unbeschreibliche, das gewöhnliche. während wir schnösel an alltagsereignissen einfach vorbeihuschen, bleibt er stehen und fasst es in worte. er dramatisiert, spitzt zu und bleibt dabei realistisch. manche geschichten sind stark, andere mittelmaß. als hörbuch, gelesen von ihm selbst, eine kurzweilige unterhaltung, die ich nur empfehlen kann.

     
  • Carsten 16:03 on October 4, 2016 Permalink | Reply
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    Verteidigung der Missionarsstellung 

    Ein Wolf Haas ohne Brenner? Das funktioniert, und zwar besser als erwartet. Ein Buch über die Liebe ohne Schmalz, ohne Beschreibungen von Irgendwas. Ein Roman, bereinigt um alles, konzentriert auf das Wesentliche, den Dialog. Existenzialistisch, fast wie in Wittgensteins Mätresse. Mit schnuckeligen Spielereien im Layout, [ANMERKUNGEN IN ECKIGEN KLAMMERN] und Sprachwissenschaftlichen Überlegungen. Lesen Sie dieses Buch, machen Sie langsam, es ist leider viel zu schnell vorbei…

     
  • Carsten 12:00 on September 14, 2016 Permalink | Reply
    Tags: , , pcychologie   

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    Lilith und die Dämonen des Kapitals: Die Ökonomie auf Freuds Couch 

    Ich mochte Die Ökonomie von Gut und Böse und kann es immer noch empfehlen. Der Autor untersuchte die moralischen Grenzen und Ansätze in der gegenwärtigen Ökonomie und Gesellschaft. Im vorliegenden Buch geht es in eine ähnliche Richtung, aber mit mehr Psychologie. Es gibt viel Antike, Christentum, die Psyschologen des 19. und 20. Jahrhunders.

    Fazit ist, dass das kapitalistische System, seine Protagonisten und auch wir uns verhalten wie Süchtige mit unstillbarem Verlangen nach mehr, mehr, mehr. In Wahrheit braucht man für diese Erkenntnis kein Buch. Aber das vorliegende untermauert die These mit viel kulturellem Hintergrund, sodass es sich wirklich lohnt zu lesen.

     
  • Carsten 00:50 on June 15, 2016 Permalink | Reply  

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    Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit 

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    Das Buch habe ich schon mehrere Jahre, fast zuende gelesen – wir sprachen bereits darüber, als der Franzose mal zu Gast war. Dann kam die Krimkrise und der politische Umbruch in der Ukraine 2014 und die Hauptthese des Buchs verblasste vor der Wirklichkeit.

    Die These ist, dass – abgesehen von Weltkrieg eins und zwei – die Anzahl der bewaffneten Konflikte seit Jahrhunderten zurück geht. Er führt dies auf eine Korrelation mit dem, was wir unter Zivilisation verstehen, zurück. Je fortschrittlicher eine Gesellschaft ist, desto weniger Gewalt wird produziert. Anhand allerlei Statistik belegt er seine These. Unsere Wahrnehmung sei natürlich verzerrt, weil wir jedes Ereignis, jeden Anschlag sofort medial präsentiert bekommen. Aber selbst die Anzahl der Toten pro Konflikt gehe zurück.

    Man kann das in Anbetracht derzeitiger Konflikte zynisch finden, aber ich wette, statistisch haben auch IS, Syrien und diverse Anschläge in der letzten Zeit nicht viel geändert. Wir sind noch weit vom Weltfrieden entfernt, aber wir versinken auch nicht in Gewalt, wie das eine durchschnittliche Tagesschau behauptet.

    Lesenswert auch die Besprechung bei Volker Strübing und wikipedia.

     
    • dirk aus seattle 20:25 on June 15, 2016 Permalink | Reply

      bei dir verkehren franzosen?
      igitt, wie ich diese grenouille-fresser hasse111!

    • dirk aus seattle 21:45 on June 15, 2016 Permalink | Reply

      (irony on) och, muss ich mich denn immer auf deine politik-/gesellschafts-/sonstwas-kritik runterziehen lassen? du weißt doch, wie ich solche diskussionen hasse. aber gut, wenn du unbedingt willst (irony off):

      was ist denn überhaupt gewalt? ist die betrachtung der erwähnten tagesschau nicht auch schon gewalt?
      oder anders gefragt: muss gewalt immer im körperlichen tod enden um als gewalt zu gelten?
      was ist mit dem geistigen/spirituellen tod der aus der kontrollierten gleichschaltung der massen (die dabei angewandten methoden haben wir oft genug erwähnt) oder aus so vielen anderen gründen folgt?

      und könnte es sein, dass die vielen kriege der finanzheuschrecken, die ganze landstriche (z.b. durch fracking), ganze Länder (wie nestlè in afrika), bald womöglich die ganze welt in schutt und asche legen, gar nicht erst als kriege bezeichnet werden, weil sie nicht mit panzern geführt werden? und sind die hungernden und verelenden menschen in den betroffenen ländern (momentan ja besonders verbreitet in südamerika – natürlich außerhalb der deutschen medienzuständigkeit) demzufolge dann auch keine kriegsopfer?
      könnte es sein, dass diejenigen, die diese kriege führen, auch entscheiden was öffentlich als krieg gilt und was nicht?

      wenn die soldaten in schlips und kragen auftauchen und einfach direkt die regierung übernehmen um ein land auszusaugen ohne erst mühsam die hauptstadt erobern zu müssen, hat das mit den kriegen von vor fünfhundert oder tausend jahren freilich nicht viel gemeinsam.
      damals haben aber auch menschen mit relativ primitiven waffen gegen andere, ähnlich ausgrüstete menschen gekämpt.
      heute kämpfen maschinen, teils automatisch (z.b. drohnen, da wird bekanntlich erst nach dem schuss geprüft, ob das okay war) oder hochgerüstete menschen mit allerlei technik gegen meist schwächere gegner.

      das heißt, die kriege vor der industriealisierung mit den kriegen nach bzw.seit der industriealisierung zu vergleichen ist….naja…göbbels hat weniger gehinkt.
      gerade in bezug auf die opferzahlen.
      natürlich brauche ich weniger menschen, wenn die mobilität (auch in sachen nachschub) unverhältnismäßig höher ist. da Könnte man jetzt noch andere beispiele anführen, aber ich glaube das konzept ist klar.

      und ich sage: die altägliche gewalt, war früher vielleicht Körperlicher geartet, heute passiert das eher psychisch, dafür in einem bedeutend höheren maße, dass die meisten systemlinge wahrscheinlich nichteinmal erahnen können.

      es ist vergleichbar mit diesem schönen gedanklichen bild:
      “früher konnte man die zäune und grenzen noch sehen, heute ist der stacheldraht direkt durch die köpfe der menschen gezogen”

      • Carsten 23:11 on June 19, 2016 Permalink | Reply

        du musst aber zugeben, dass die abgrenzung zwischen dir und uns systemlingen auch eine form der gewalt ist. indem du dich zum verkünder der reinen wahrheit stilisierst. mit rhetorischen fragen und tendenziösen halbsätzen torpedierst du jede grundlage einer diskussion und machst diese unmöglich.

        ich gebe dir natürlich recht, die geschichte der gewalt auf physische auseinandersetzung, kriege und morde zu reduzieren, ist unsinn. das buch geht natürlich auch auf andere formen der gewalt ein, ich hatte das verkürzt wieder gegeben. allerdings ist das schwer zu messen und in statistiken zu fassen.

        dass es immer interessengruppen gegeben hat, die macht ausübten und somit gewalt, auch auf andere staaten, ist klar. dass es früher fürsten, könige, herrscher, kirchenleute usw. waren und heute eher konzerne und leute mit schlips, dürfte auch klar sein. schwierig ist, dies zu beweisen. lobbyismus bedeutet ja immer auch, dass hinter den kulissen agiert wird. ärgerlich daran ist, dass die akteure kein interesse an aufklärung haben. noch ärgerlicher ist es, dass das publikum scheinbar kein interesse daran hat – was ich nur bedingt unterschreiben würde, denn sie erfahren ja auch nicht, welche skandale sie skandalös finden sollen, sie werden abgelenkt, lenken sich selbst (fußball!) ab und verlieren das interesse. aber am meisten regen mich verschwörungstheoretiker auf, die überall echsenmenschen, rothschilds, geoengineering oder NWO, den großen plan vermuten. denn damit machen sie sich selbst höchst unglaubwürdig und lenken von den eigentlichen skandalen ab. weitergedacht sind verschwörungstheoretiker auch nur vom CIA installiert.

        • dirk aus seattle 20:35 on June 23, 2016 Permalink | Reply

          nöö, das sehe ich nicht so.
          ich grenze mich ja nicht ab, ich unterscheide nur zwischen zwei grob zusammengefassten personengruppen.

          personengruppe 1:
          menschen, die seit monaten oder länger ohne geldbeschaffungszwang und ohne stress leben, in harmonie und weitestgehend im einklang mit der natur. menschen die kein radio hören, nicht fernsehen, nicht an jeder ecke mit werbung bombardiert werden (also eigentlich nirgends), die folglich außerhalb der propaganda-/ manipulationsinstrumente leben, jeden tag reichlich gutes und gesundes essen essen, das nie einen supermarkt gesehen hat, nichtmal von außen und das auf gesundem boden gewachen ist, ohne chemische hilfe (das betrifft pflanzen genauso wie tiere und alles was daraus folgt, wie brot, wurst, butter etc.)
          menschen, die jeden tag machen können, was sie wollen, schlafen so lange sie wollen, feiern wann und solange sie wollen, keinem rechenschaft ablegen oder irgendwas erklären müssen. menschen die auch sog. luxusgüter wie gras, bier, wein etc. in unmengen haben und pro woche vielleicht 8 stunden arbeiten, mal mehr, mal weniger. dann aber in sauberer luft und in einer gesunden, natürlichen umgebung und in selbstgewähltem tempo zu selbstgewählten zeiten.
          nur um ein paar eckpunkte zu nennen.

          personengruppe 2:
          menschen die sich vollkommen abhängig gemacht haben, von einem stressfaktor in den nächsten eilen, am sonntag denken «ach scheiße, morgen ist wieder montag», die den großteil ihrer sehr begrenzten lebenszeit damit verbringen, etwas zu tun, das sie nicht tun wollen um dafür etwas zu kriegen, das sie nicht brauchen…
          all diese unwichtigkeiten, aus denen die leute sich notwendigkeiten geschaffen haben.
          ach, muss ich das wirklich alles zum hundersten mal runternudeln. es müsste doch inzwischen klar sein, aus welchen gründen das leben «im system» also «als systemling», besonders in einer großstadt scheiße ungut ist.
          ich habe mich aus diesem elend befreit und will weder gedanklich, noch sonstwie in diesen dampfenden topf voll exkremente (mit ein paar kleinen grünen inseln) zurück.

          jedenfalls sind diese beiden personengruppen doch ganz klar zu unterscheiden. das heißt ja noch nicht, dass da automatisch eine abgrenzung erfolgt.

          mir ist natürlich klar, dass diejenigen, die nicht in personengruppe 1 sind, eben jene i.d.R. nicht begreifen können, weil sie dieses leben nicht kennen. alle erkenntnisse, die aus dem verlassen des vorgesehenen trampelpfades folgen, haben die meisten leute/systemopfer nunmal nicht…

          klar könnte man jetzt «teile und herrsche» in den raum werfen, und auch zu recht. aber das würde jetzt zu weit gehen, also weiter im text.

          ich habe selber bereits in einigen kommentaren gesagt, dass dieser begriff «wahrheit» sehr abstrakt ist, und ich ihn beshalb normalerweise vermeide. ich glaube also nicht, dass ich mich zum verkünder der reinen wahrheit stilisiere.
          im übrigen klingt dieser vorwurf stark nach der propaganda, die «den verschwörungstheoretikern» durch die mainstream-medien aufgesetzt wird.
          dabei begreifen die systemsklaven i.d.R. natürlich nicht, dass «die verschwörungstheoretiker» das gleiche ist, wie «der islam» oder «die griechen», «die deutschen», «die linken», «die rechten», «die CDU», «die AFD», «die SPD», «die jugend», «die alten» oder auch «die systemlinge».
          natürlich gibt es, wie du weißt, überall abstufungen, ausnahmen und teilweise bewusste falschzuordnungen. das sollte man gedanklich nie vergessen, auch wenn es schriftlich oder verbal schwer anzuwenden ist, weil es meist einfach zu langwierig wenn nicht gar unmöglich ist alles bis ins detail korrekt zu formulieren, schon weil es sich letztlich immer um eine gruppe von individuen handelt. ich finde, man sollte es trotzdem in vertretbarem oder notwendigem maße zu tun versuchen.

          also: ich sage nicht, dass ich die wahrheit verkünde, schon weil kein heutiges, menschliches gehirn die universelle wahrheit erfassen kann, so es sie denn gibt, wovon ich ausegehe.
          aber ich denke doch, dass ich die realität und viele komplexe zusammenhänge stärker oder weiter durchdrungen habe, als der großteil der westlich geprägten menschen. unter anderem weil ich sachverhalte aus möglichst vielen blickwinkeln betrachte und mir meine informationen aus allen möglichen (auch aus unbequemen) quellen beschaffe und sie selbst analysiere, bewerte und evtl. in meine meinungen einfließen lasse, statt einfach vorgefertigte meinungen aus immer denselben «anerkannten» quellen zu beziehen *1. unter anderem deshalb habe ich inzwischen die freiheit, von der viele systemlinge immer reden oder träumen.

          und bevor mir jemand in den mund legen will, dass ich behaupte ich oder “wir” wären besser als andere: das ist nicht der fall. ich beschreibe nur das, was ich für die realität halte. letztlich muss jeder selbst entscheiden, wie er leben oder existieren oder gelebt werden will.

          aber zum nächsten punkt:
          es ist mir neu, dass rhetorische fragen, also ein ganz normales rhetorisches mittel, eine diskussion unmöglich machen. und auch diese sog. tendenziösen halbsätze stellen kein problem dar, wenn man weiß, wie eine diskussion funktioniert.
          besteht doch einer der wesentlichen punkte darin, dass man die argumente des gegenüber verwendet um die eigene argumentation aufzubauen.
          ich könnte meinen letzten kommentar wunderbar selber kommentieren, weiß also nicht, wo da das problem sein soll.
          klar muss man zeit und konzentration investieren, um überhaupt zu begreifen, was der andere sagt.
          da reicht es freilich nicht, wenn man alles in drei minuten querliest, durch automatismen filtern lässt und am ende des textes schon wieder die hälfte vergessen oder überlesen hat. vielleicht etwas übertrieben formuliert aber du wirst hoffentlich wissen, was ich meine.
          wenn du dir unsere früheren kommentardiskussionen nochmal durchliest, also ich meine richtig durchliest, nicht nur überfliegst, wird dir auffallen, dass ich diese argumentationsmethode meistens verwende. ich nehme das, was du gesagt hast und lasse es in meine weitere argumentation einfließen.
          du hingegen schreibst manchmal irgendwas, bei dem ich mich frage, ob du meinen kommentar überhaupt gelesen oder verstanden hast. das soll nicht heißen dass du da nur müll schreibst, aber du derailst schon auch ganz gerne mal ein bisschen.
          klar muss man bei komplexen themen auch mal mehr schreiben um alles zu sagen, was man zu sagen gedenkt und der andere muss es halt lesen, aber das ist eigentlich nur ein problem, wenn man chronischen zeit- und/oder konzentrations-/energiemangel hat, evtl. weil beides auf der «arbeit» verbraten wird.
          wobei man natürlich sagen muss, dass solche diskussionen, wie wir sie führen, durch schriftliche kommunikation in gewisser weise verkompliziert werden, was aber für keinen von uns beiden neu ist, denke ich.

          aber zum letzten punkt:
          auf deinen letzten absatz gehe ich nochmal gesondert ein, da der meiner ansicht nach >stellenweise< nur so vor unwissenheit bzw. unverständnis, vorurteilen und nachweislich verlogener systempropaganda trieft und mein kommentar ja schon lang genug ist. aber trotzdem ganz kurz ein paar gedanken dazu: was ist schlimmer? a) sich in den augen von mehr oder weniger manipulierten, am rockzipfel der obrigkeit hängenden untertanen unglaubwürdig zu machen oder b) sich in den augen des denkenden teils der bevölkerung ein stück weit lächerlich oder bedauernswert zu machen? mensch, zieh doch mal den kopf ausm arsch und fang wieder an selber zu denken. früher konntest du das mal, zumindest hatte ich den eindruck. ich erinnere nur an deinen link bzgl. des compact-magazins vor ein paar tagen. der titel hätte auch lauten können «wir tun für euch so als ob wir denken, damit ihr es nicht tun müsst» mir ist durchaus bewusst, das im compact-magazin nicht alles toll ist aber wenn man geistig in der lage ist, informationen selber zu bewerten und zu analysieren, ist das compact-magazin allemal gehaltvoller als jede gewöhnliche mainstream-zeitschrift. das soll kein appell sein, das compact-magazin zu konsumieren, aber es zeigt eines der großen probleme der meisten «westlich beeinflussten» menschen im umgang mit medien auf. nach dem motto: lieber lese ich mir die vorgefilterten ansichten eines meinungsmachers durch, bevor ich mir selber ein bild mache.*2 wenn ich das sage, ist mir natürlich klar, dass ein text bzw. der autor immer eine bestimmte absicht verfolgt oder meinung vertitt und diese, wenn auch vielleicht teilweise ungewollt oder unbewusst in seinen formulierungen zum ausdruck bringt. dabei ist aber die absicht oder vielleicht auch die recherchequalität der vertretenen meinung entscheidend. und ich unterstelle aus häufig genug erwähnten gründen, dass sämtliche großen und überwiegend auch mittelgroßen medienbestandteile keine gute absicht vertreten, wenn sie ihre beiträge...naja, erstellen. ich hingegen komme in friedlicher absicht, wie hollywood sagt. aber jetzt erstmal genug. am ende bleibt eine wichtige frage: wer ist eigentlich pinker - der autor oder das buch? und nachdem ich den kommentar jetzt in seiner gesamtheit nochmal in einem entspannten zustand gelesen und verfeinert bzw. an manchen stellen etwas entschärft habe, finde ich, dass man schon merkt, dass der kommentar zu verschiedenen zeiten in verschiedenen stimmungen entstanden ist. überwiegend entspannt, teilweise etwas erregt. naja, so ist der mensch - nicht linear. *1 manchmal kann man ja den eindruck kriegen, dass die leute angst haben sich mit bösem oder von irgendwelchen kontrollinstanzen (gesellschaft, gesetz,…) nicht akzeptiertem gedankengut zu infizieren gegen das sie offenbar nicht imun sind, wenn sie diese angst haben sollten. oder vielleicht ist es nur die allzu oft angewandte ignoranz, die die leute zu den “vertrauenswürdigen” medien treibt.

          *2
          nur so kann eigentlich ein satz wie “verschwörungstheoretiker […] lenken von den eigentlichen skandalen ab” entstehen.

  • Carsten 11:20 on May 30, 2016 Permalink | Reply
    Tags: , , Pornografia   

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    Pornographie 

    witold

    bei buch|bund gefunden. verstörende geschichte über zwei alte säcke, die intelektuell sein wollen, dem hauptstädtischen leben zu fliehen versuchen, indem sie aufs land ziehen. dort geben sie sich ihren wollüstigen gedanken hin und manipulieren zwei jugendliche, es passiert alles im kopf, nichts wird konkret, am ende gibt es jedoch tote. ich bin noch hin- und hergerissen. eigentlich passiert wenig, es wird nur gelabert, gezweifelt, hinterfragt, angedeutet. anderseits ist dieser rückzug in die gedankenwelt der protagonisten faszinierend und lässt den leser die allzu platte handlung überstehen. muss mehr von ihm lesen.

     
  • Carsten 22:57 on October 6, 2014 Permalink
    Tags: big brother, , , , ,   

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    Der Circle (Hörbuch) 

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    ein wichtiges buch, wird meist in einer reihe mit orwells 1984 und huxleys schöne neue welt genannt. ich bin mir nicht sicher, ob eggers aus literarischer perspektive an diese giganten ranreicht. das ist auch nicht so wichtig.
    entscheidender ist, dass er eine wichtige entwicklung aufzeigt: die künftige totale überwachung geht von großen konzernen aus. und jedes neue technische gimmick führt zu mehr transparenz und verfolgbarkeit. die vermessung von uns allen, seien es geodaten oder soziale netzwerkstrukturen, füttern datenbanken und systeme, deren algorithmen uns gläserner und durchschaubarer werden lassen. das ist heute noch witzig, wenn die predicting machine vom buchhändler absurde vorschläge macht, in ein paar jahren wird uns das lachen im hals stecken bleiben.
    aber zuück zum buch: eine naive frau heuert beim circle an und steigt schnell auf, trägt dann wesentlich zu den weiteren, beängstigenden schritten bei, den konzern zu dem machen, wovor wir uns alle fürchten: einer globalen organisation, die alle gesellschaftlichen entwicklungen steuert und kontrolliert. es gibt eine heimliche affäre, die entfremdung von familie und freunden und kein happy end. ein endzeitroman, der auch im jetzt spielen könnte.

     
  • Carsten 09:40 on May 6, 2014 Permalink | Reply
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    Berlin blutrot 

    sechszehn kurzkrimis von ganz verschiedenen autoren. ganz unterschiedlich, alle spielen sie mehr oder weniger in berlin, in allen geht es um grausames. ich bin ja nicht so der krimi-fan, aber das ist wirklich gutes und schnell zu konsumierendes zeug.

     
  • Carsten 09:07 on March 23, 2014 Permalink | Reply
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    Herr Lehmann (Hörbuch) 

    das war die hörbuchfassung, vorgelesen von regener, es gibt noch ein hörspiel, das kenne ich nicht. ich hatte auch zuerst den film gesehen, der erstaunlich nahe am buch ist. natürlich kommt nichts an regeners lakonischen vortragsstil, das ist ja mal klar. außerdem hat der film einiges gekürzt.

    pflichtlektüre für jeden, der in berlin lebt, ein üppiges sittengemälde des westberliner kreuzbergs in den ausgehenden achtzigern. ein literarischer gegenentwurf zu den kindern vom bahnhof zoo, nur ohne david bowie. dafür mit karl schmidt und kristall-rainer und all’ den anderen absurden aber liebenswerten figuren, die inzwischen fast popkultur geworden sind. na dann!

     
  • Carsten 17:50 on February 7, 2014 Permalink | Reply
    Tags: , , erinnerungen, , , , ,   

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    Da war mal was… 

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    erinnerungen von ganz verschiedenen typen und mädels an die zeit vor dem mauerfall, an ihre kindheit und jugend, an früher eben. und so verschieden wie die menschen sind auch die erinnerungen an das eine, längst untergangene land. im typischen flix-stil gezeichnet und wunderbar ironisch-komisch, aber ehrlich.

     
  • Carsten 23:51 on August 24, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , , wg, wohngemeinschaft,   

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    Zuhause bei Hitlers: Eine WG spielt Krieg 

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    unsichtbar_farbig_irisDisclaimer: Das besprochene Buch wurde mir freundlicherweise vom Unsichtbar Verlag zur Verfügung gestellt.


    Hahaha. Das ist lustig: Der alltägliche WG-Wahnsinn mit Bezügen zum Zweiten Weltkrieg. Klingt verkrampft, ist aber großartig geschrieben, in etwa so:

    “Wir fassen noch mal zusammen: Der Mann, wenn es ein Mann ist, hat kein Gesicht, eine Freundin ohne Hals, eine Lebensweise ohne Gewissen und sich entschieden, als Spitznamen den Namen von einem der größten Massenmörder und Wahnsinnigen der Geschichte anzunehmen, aus dem einzigen Grund, weil er gerne herumhitlert, womit er exzessives Aufräumen meint, beziehungsweise, die Unfähigkeit, mit herumstehenden Gegenständen, die gerade nicht in Gebrauch sind, klarzukommen.”

    Ich musste mehrmals laut auflachen, die an sich schon grotesken Situationen sind nochmal überzeichnet durch eine gesunde Portion Menschenhass des Protagonisten. An sich eine arme Wurst, aber immerhin mit gesundem Selbstvertrauen. Die Geschichte endet tragisch, man hat es nicht anders erwartet bei dem Setting.

    [xrr rating=6/7]

     
  • Carsten 23:40 on July 14, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , hummer, lobster, ,   

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    Am Beispiel des Hummers (Hörbuch) 

    Leider liest Christian Ulmen den Wallace nicht ganz so stilsicher vor wie Dietmar Bär. etwas zu ironisch-distanziert trägt er vor. Worum gehts? Eine Reportage über das alljährliche Maine Lobster Festival. Es geht um den Hummer, das Festival und vor allem um uns Menschen. Einmal mehr beweist sich Wallace als kluger Beobachter menschlichen Zusammenlebens und berichtet in tollen Sätzen davon.

    [xrr rating=6/7]

     
  • Carsten 23:32 on July 14, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , , kunden, ,   

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    Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus. Irrwitziges aus der Servicewelt (Hörbuch) 

    Christoph Maria Herbst liest auf seine ganz eigene Art vor. Ein buntes Sammelsurium an Geschichten aus der Servicewüste, die wir so ähnlich alle zu erzählen haben. Das ist natürlich angenehme kurzweilige Unterhaltung. Und als Fazit ruft er auf zur Social Media Revolution: Wer unzufrieden ist mit dem Kundenservice, postet das im Netz und erntet einen Shitstorm.

    [xrr rating=5/7]

     
  • Carsten 00:02 on May 23, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , , , , streitgespräch,   

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    Wofür stehst Du? Was in unserem Leben wichtig ist – eine Suche (Hörbuch) 

    zwei ältere herren erzählen von früher und wie schwierig es ist, entsprechend seinen eigenen moralischen und ethischen grundsätzen zu leben. das ist leider nur mäßig interessant, man merkt schnell, dass beide auch keine antworten haben, dass die welt zu komplex für einfache lösungen geworden ist und wir uns nur sehr kleinteilig an zufrieden stellende lösungen heran tasten können. ob man für diese erkenntnis ein hörbuch aufnehmen muss, bleibt fraglich.

    [xrr rating=3/7]

     
  • Carsten 21:52 on April 14, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , consulting, deadline, , Morovien, , projektmanagement, ,   

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    Der Termin: Ein Hörspiel über Projektmanagement 

    als hörspiel ein bisschen langweilig, als einführung in die grundprinipien des projektmanagements aber ganz brauchbar, nur sollte man keine wunder erwarten. weder von externen beratern, noch von diesem hörspiel. massiv störend die fahrtuhlmusik, wenn wichtige erkenntnisse vorgetragen werden.

    [xrr rating=4/7]

    besser ist übrigens Frederick P. Brooks’ Vom Mythos des Mann-Monats. Essays zum Software-Engineering

     
  • Carsten 16:34 on February 28, 2013 Permalink | Reply
    Tags: , , , , ,   

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    Ein Vertrag mit Gott: Mietshausgeschichten 

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    das buch ist wohl die mutter aller graphic novels und eisner der vater. oder so. sind eigentlich vier geschichten, die aber lose in zusammenhang stehen. erzählt wird die geschichte eines stadtteils, ihrer bewohner. eine geschichte voll verdrängung, leid und schmerz. gewalt und liebe. alles dicht beieinander. in wunderbaren zeichnungen, unbedingt lesen.

    [xrr rating=7/7]

     
  • Carsten 17:09 on November 5, 2012 Permalink | Reply
    Tags: debt, , , , , , , ,   

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    Schulden: Die ersten 5000 Jahre 

    ein wichtiges buch. graeber, anthropologe und mit-initiator und vordenker der #occupy-bewegung, erklärt die sozialgeschichte der schulden und des kreditsystems. dabei holt er weit aus und untersucht diverse ur-gesellschaften. die these, dass nicht der tauschhandel am anfang war, hatten wir schon bei Sedláček1 gelesen. nein, die kleinen gesellschaftlichen einheiten sind immer kommunistisch – wobei er diesen begriff im ursprünglichen meint. das heißt, dass wir untereinander nicht rational und ökonomisch handeln, sondern halt freundschaftlich, ihr kennt das.
    graeber kommt unter anderem zu dem schluss, dass schulden und kreditwesen uralt sind und noch vor dem geld existierten. und auch eine moralische kategorie sind. aber er hinterfragt diese haltung auch und regt zum nachdenken an. denn schulden sind vor allem ein machtintrument. der schuldner unterwirft sich und der gläubiger stärkt seine machtposition. das wurde oft systematisch gemacht, schon immer, bis heute.

    Was ist der Unterschied, ob ein Gangster eine Waffe zieht und von Ihnen 1000 Dollar »Schutzgeld« verlangt, oder ob er fordert, dass Sie ihm 1000 Dollar »Kredit« geben? In vielerlei Hinsicht ist es kein Unterschied, aber in einem Punkt doch. Wie im Fall der amerikanischen Schulden gegenüber Südkorea oder Japan macht es einen Unterschied, wenn das Machtgleichgewicht sich verschieben sollte, wenn der Gangster seine Helfershelfer verliert oder Amerika seine militärische Vormacht; dann könnte ein »Kredit« sehr anders behandelt werden. Er könnte eine echte Verbindlichkeit werden. Aber entscheidend dabei wäre immer noch die Waffe.

    graber verzichtet auf verbesserungsvorschläge. wer nach antworten sucht, vergeudet womöglich seine zeit mit dem buch. wer aber nach den ursprüngen unseres denkens sucht, der sollte es lesen.

    [xrr rating=7/7]

    subtext: hier rezensiert Fritz Glunk das buch sehr schön.


    1. Sedláček, Thomas: Die Ökonomie von gut und böse. München, Verlag Carl Hanser, 2012 []
     
  • Carsten 11:57 on August 8, 2012 Permalink | Reply
    Tags: , , , mudd, ,   

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    Die Surfpoeten 

    Muss man mögen, mögt man. Klasse Auswahl der Texte, dazu Musikempfehlungen, Surfmusik, klar. Und beiliegende CD enthält auch noch gesprochene Texte, da muss man gar nicht erst lesen. Könnte dicker sein, ca. 3000 Seiten, dann wäre es volle Punktzahl.

    [xrr rating=6/7]

     
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